Besitzzeugnis für das Infanterie Sturmabzeichen

für einen Gefreiten vom 2. Infanterie Regiment 209, ausgestellt am 5. November1941, in Din A4, anbei noch die Sterbeurkunde vom Gefreiten, datiert 1943
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Besitzzeugnis für das Infanterie Sturmabzeichen

Das Infanterie-Sturmabzeichen gehörte zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Kampfauszeichnung wurde am 20. Dezember 1939 durch Adolf Hitler gestiftet und sollte die besonderen Leistungen der Infanteristen im Kampfeinsatz würdigen.

Die Verleihungsbedingungen für das Infanterie-Sturmabzeichen waren klar definiert: Ein Soldat musste an mindestens drei Infanterieangriffen an verschiedenen Tagen teilgenommen haben, oder er konnte die Auszeichnung für besondere Tapferkeit im Nahkampf erhalten. Alternativ konnte das Abzeichen auch bei Verwundung während eines Infanterieangriffs verliehen werden. Diese strengen Kriterien unterstrichen den Wert dieser Auszeichnung und machten sie zu einem begehrten Ehrenzeichen unter den Frontsoldaten.

Das 2. Infanterie-Regiment 209 war Teil der Wehrmacht und kämpfte an verschiedenen Fronten des Zweiten Weltkriegs. Das Jahr 1941, in dem das hier beschriebene Besitzzeugnis ausgestellt wurde, markierte eine entscheidende Phase des Krieges. Im Juni 1941 begann mit dem Unternehmen Barbarossa der Überfall auf die Sowjetunion, der zu den verlustreichsten Kampfhandlungen der Kriegsgeschichte führte.

Das Besitzzeugnis selbst war ein offizielles Dokument, das die Verleihung der Auszeichnung bestätigte. Diese Urkunden wurden in standardisiertem Format, häufig in DIN A4 oder ähnlichen Größen, ausgefertigt und trugen die Unterschrift des zuständigen Kommandeurs. Sie enthielten den Namen des Ausgezeichneten, seinen Dienstgrad, die Einheit sowie das Verleihungsdatum. Das Besitzzeugnis war für den Soldaten ein wichtiger Nachweis seiner Tapferkeit und seiner Frontbewährung.

Die Tatsache, dass diesem Besitzzeugnis auch eine Sterbeurkunde aus dem Jahr 1943 beiliegt, gibt einen erschütternden Einblick in die menschliche Dimension des Krieges. Von den Millionen deutscher Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg kämpften, kehrten Hunderttausende nicht zurück. Die Jahre 1942 und 1943 waren besonders verlustreich, geprägt durch die katastrophale Niederlage bei Stalingrad und die intensiven Kämpfe an der Ostfront.

Solche Dokumentenzusammenstellungen – Besitzzeugnisse zusammen mit Sterbeurkunden – sind heute wichtige historische Quellen. Sie dokumentieren nicht nur die militärische Organisation und das Auszeichnungswesen, sondern erzählen auch die persönlichen Geschichten einzelner Soldaten. Jedes dieser Dokumente steht stellvertretend für ein individuelles Schicksal und erinnert an die verheerenden menschlichen Kosten des Krieges.

Aus militärhistorischer Perspektive sind Besitzzeugnisse wichtige Primärquellen für die Erforschung des Auszeichnungswesens, der Truppengeschichte und der Kampfhandlungen. Sie ermöglichen es Historikern, die Bewegungen von Einheiten nachzuvollziehen und die Intensität der Kampfhandlungen zu verschiedenen Zeitpunkten zu bewerten. Die Kombination mit Sterbeurkunden liefert zusätzliche Informationen über Verluste und Kampfgebiete.

Das Infanterie-Sturmabzeichen wurde in mehreren Stufen verliehen: in Bronze, Silber und Gold, je nach Anzahl der Kampfeinsätze. Das bronzene Abzeichen wurde für die Grundqualifikation verliehen, während die höheren Stufen für wiederholte Bewährung im Kampf vorgesehen waren. Diese Staffelung schuf ein Anreizsystem zur Anerkennung fortgesetzter Tapferkeit.

Heute sind solche Dokumente Teil der militärhistorischen Forschung und werden in Museen, Archiven und privaten Sammlungen aufbewahrt. Sie dienen der historischen Aufarbeitung und Erinnerung, nicht der Glorifizierung. Der wissenschaftliche und pädagogische Wert dieser Objekte liegt in ihrer Fähigkeit, authentische Einblicke in die Geschichte zu gewähren und die Realität des Krieges zu dokumentieren.