Wehrmacht Heer Foto, Deutsche Soldaten schließen die deutsch-französische Grenze 1939

Maße ca. 6,2 x 8,8 cm. Gebrauchter Zustand.

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Wehrmacht Heer Foto, Deutsche Soldaten schließen die deutsch-französische Grenze 1939

Wehrmacht Heer Fotografie: Deutsche Soldaten an der deutsch-französischen Grenze 1939

Diese historische Fotografie dokumentiert einen bedeutsamen Moment in der frühen Phase des Zweiten Weltkriegs – deutsche Soldaten der Wehrmacht beim Schließen der deutsch-französischen Grenze im Jahr 1939. Das Bild mit den Maßen von etwa 6,2 x 8,8 cm entspricht dem typischen Format von Privataufnahmen jener Epoche und repräsentiert einen wichtigen Aspekt der deutschen Militärgeschichte.

Die deutsch-französische Grenze hatte seit Jahrhunderten eine zentrale strategische Bedeutung in der europäischen Geschichte. Nach dem Ersten Weltkrieg war durch den Versailler Vertrag von 1919 das Rheinland entmilitarisiert worden. Deutschland musste erhebliche territoriale Verluste hinnehmen, einschließlich der Abtretung von Elsass-Lothringen an Frankreich. Diese Grenzregion blieb bis 1939 ein Brennpunkt der deutsch-französischen Spannungen.

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Frankreich und Großbritannien erklärten Deutschland daraufhin am 3. September 1939 den Krieg. In dieser kritischen Phase wurden umfangreiche Grenzschließungen und militärische Sicherungsmaßnahmen entlang der deutsch-französischen Grenze durchgeführt. Die Wehrmacht etablierte Grenzkontrollen, Straßensperren und militärische Posten, um die Grenze gegen potenzielle französische Vorstöße zu sichern.

Die Periode zwischen September 1939 und Mai 1940 wird oft als “Sitzkrieg” oder “Drôle de guerre” bezeichnet. Trotz der formellen Kriegserklärung kam es zunächst kaum zu größeren militärischen Auseinandersetzungen an der Westfront. Beide Seiten verharrten weitgehend in ihren befestigten Stellungen – die Franzosen hinter der Maginot-Linie, die Deutschen hinter dem Westwall (auch Siegfried-Linie genannt).

Fotografien wie diese waren während des Krieges weit verbreitet. Soldaten der Wehrmacht durften unter bestimmten Einschränkungen private Kameras führen und Aufnahmen machen. Die Propagandakompanien (PK) der Wehrmacht produzierten professionelle Aufnahmen für Propagandazwecke, doch viele Soldaten machten auch private Schnappschüsse von ihrem Kriegsalltag. Diese Bilder wurden oft nach Hause geschickt oder als persönliche Erinnerungen aufbewahrt.

Das typische Format von etwa 6 x 9 cm entspricht den damals gebräuchlichen Rollfilmkameras, insbesondere dem beliebten 6x9-Format von Kameras wie der Zeiss Ikon, Agfa oder anderen deutschen Herstellern. Diese Kameras waren kompakt genug, um von Soldaten mitgeführt zu werden, und lieferten dennoch qualitativ hochwertige Negative.

Die militärhistorische Bedeutung solcher Fotografien liegt in ihrer Funktion als Primärquelle. Sie dokumentieren die tatsächlichen Bedingungen, Uniformen, Ausrüstung und den Alltag der Soldaten an der Front. Während offizielle Propagandaaufnahmen oft gestellt und manipuliert wurden, zeigen private Fotografien häufig authentischere Einblicke in die Realität des Krieges.

Die Uniformierung der abgebildeten Soldaten entspricht den Heeresdienstvorschriften der Wehrmacht von 1939. Die typische Felduniform bestand aus dem feldgrauen Waffenrock (M36 oder M40), der Feldhose, dem Stahlhelm M35 oder M40, Stiefeln und der persönlichen Ausrüstung wie Koppelschloss, Brotbeutel, Feldflasche und Gasmaskencontainer.

Der historische Kontext des Jahres 1939 ist von besonderer Bedeutung. Nach Jahren der Aufrüstung und territorialen Expansion durch das nationalsozialistische Regime – einschließlich der Remilitarisierung des Rheinlands 1936, des Anschlusses Österreichs 1938 und der Besetzung der Tschechoslowakei – markierte der September 1939 den Beginn des verheerenden globalen Konflikts.

Für Sammler und Historiker stellen solche Originalfotografien wichtige Dokumente dar. Sie ergänzen schriftliche Quellen und offizielle Aufzeichnungen durch visuelle Evidenz. Der “gebrauchte Zustand” des Fotos unterstreicht seine Authentizität und seinen Weg durch die Jahrzehnte. Viele solcher Fotografien wurden in Familienalben aufbewahrt, in Briefen verschickt oder in persönlichen Nachlässen weitergegeben.

Heute dienen solche Fotografien der historischen Forschung und Bildung. Sie erinnern an die tragischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und die Millionen Menschen, die von diesem Konflikt betroffen waren. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen Objekten ermöglicht ein differenziertes Verständnis dieser dunklen Epoche der deutschen und europäischen Geschichte.

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