Verwundetenabzeichen in Gold 1939 - Miniatur

9 mm, magnetisch, an Nadel, Zustand 2.
489650
75,00

Verwundetenabzeichen in Gold 1939 - Miniatur

Das Verwundetenabzeichen in Gold gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen des Dritten Reiches während des Zweiten Weltkriegs. Diese Miniaturversion mit 9 mm Durchmesser repräsentiert eine besondere Trageform dieser hochrangigen Tapferkeitsauszeichnung, die an Soldaten verliehen wurde, die im Kampf schwere Verwundungen erlitten hatten.

Das Verwundetenabzeichen wurde durch Verordnung vom 1. September 1939 durch Adolf Hitler gestiftet und knüpfte an die Tradition des im Ersten Weltkrieg verliehenen Verwundetenabzeichens von 1918 an. Die Auszeichnung existierte in drei Stufen: Schwarz für ein oder zwei Verwundungen, Silber für drei oder vier Verwundungen und Gold für fünf oder mehr Verwundungen. Die goldene Version konnte auch für außergewöhnlich schwere Verwundungen verliehen werden, einschließlich solcher, die zu dauerhaften Behinderungen oder zum Verlust von Gliedmaßen führten.

Das Design zeigt typischerweise einen Stahlhelm M35 über zwei gekreuzten Schwertern, umgeben von einem Lorbeerkranz. Bei der goldenen Version war das gesamte Abzeichen in Goldfarbe gehalten. Die magnetische Eigenschaft des hier beschriebenen Stücks weist auf die Verwendung von Eisen oder Stahl als Trägermaterial hin, das anschließend vergoldet wurde - eine typische Produktionsmethode besonders in den späteren Kriegsjahren, als Edelmetalle knapp wurden.

Die Miniaturversion mit nur 9 mm Durchmesser war für das Tragen an der Zivilkleidung oder an bestimmten Uniformarten vorgesehen. Während die reguläre Ausführung etwa 45-50 mm maß und auf der linken Brustseite der Uniform getragen wurde, dienten Miniaturen als dezentere Alternative bei gesellschaftlichen Anlässen oder auf dem Ordensspangen in Miniaturform. Die Befestigung erfolgte mittels einer Nadel, wie in der Beschreibung angegeben.

Die Verleihung des goldenen Verwundetenabzeichens war relativ selten. Statistisch gesehen überlebten nur wenige Soldaten fünf oder mehr Verwundungen, was diese Auszeichnung zu einer der seltensten des Zweiten Weltkriegs machte. Sie symbolisierte nicht nur außergewöhnliche Tapferkeit, sondern auch die brutale Realität des modernen Krieges und das enorme Leid der Frontsoldaten.

Die Produktion von Verwundetenabzeichen erfolgte durch zahlreiche Hersteller im gesamten deutschen Reich. Viele Stücke trugen Herstellermarkierungen auf der Rückseite, oft als Zahlen-Buchstaben-Kombinationen codiert. Die Qualität variierte erheblich je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt. Frühe Stücke zeigten häufig bessere Verarbeitung und höherwertiges Material als späte Kriegsproduktionen.

Der Zustand 2 bezeichnet in der militärhistorischen Klassifizierung einen sehr guten bis guten Erhaltungszustand mit möglicherweise leichten Gebrauchsspuren, aber ohne größere Beschädigungen. Dies ist für ein über 80 Jahre altes Objekt ein durchaus positiver Erhaltungsgrad.

Nach 1945 wurde das Tragen aller nationalsozialistischen Orden und Ehrenzeichen in Deutschland zunächst verboten. Später erlaubte die Bundesrepublik Deutschland durch das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 das Tragen von Orden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, jedoch nur in modifizierter Form ohne nationalsozialistische Symbole wie Hakenkreuze. Das Verwundetenabzeichen durfte in seiner Originalform getragen werden, da es keine explizit nationalsozialistischen Symbole enthielt.

Heute sind solche Miniaturen gesuchte Sammlerobjekte, die wichtige Zeugnisse der Militärgeschichte darstellen. Sie dokumentieren nicht nur die Auszeichnungspraxis des Dritten Reiches, sondern auch die handwerkliche Fertigung von Militaria und die sozialen Aspekte militärischer Ehrungen. Sammler und Historiker schätzen besonders gut erhaltene Stücke mit dokumentierter Provenienz.