Ritterkreuz des Eisernen Kreuz 1939 mit Eichenlaub und Schwertern aus dem Besitz von General der Fallschirmjäger Richard Heidrich

Es handelt sich bei dem Eichenlaub mit Schwertern um die klassische Fertigung der Fa. Gebr. Godet und Co. Berlin, rückseitig "21" "900" gepunzt. Das Ritterkreuz ist eine typische Fertigung der Fa. Steinhauer & Lück. Geschwärzter Eisenkern mit Silberzarge. Rückseitig gestempelt "micro 800", die "frostige" Versilberung der Zarge und die polierten Kanten noch sehr schön erhalten. Komplett mit dem originalen getragenen und konfektionierten Halsband, Länge 19 cm. Das Stück ist leicht getragen mit wunderschöner Patina.
Dazu die Feldspange des Generals mit 8 Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 1914 2. Klasse mit aufgelegter Wiederholungsspange "1939". Sachsen Zivilverdienstorden Ritterkreuz mit Schwertern. Sachsen Albrechts-Orden Ritterkreuz 2. Klasse mit Schwertern. Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914.1918. Wehrmacht Dienstauszeichnung 1. Klasse für 25 Jahre mit aufgelegtem WH-Bandadler. Luftwaffe Dienstauszeichnung für 12 Jahre mit aufgelegtem LW-Bandadler. Erinnerungsmedaille zum 1.Oktober 1938 mit aufgelegter Spange "Prager Burg". Leicht getragen, rückseitig fehlt das Tragehäkchen, Zustand 2. Dazu ein sehr schönes Repro-Farbfoto von General Heidrich, auf dem genau diese Feldspange deutlich zu erkennen ist ! Ärmelband "Kreta" in der besonderen Ausführung für General Heydrich. In Gold Metallfaden handgestickte Ausführung auf weißem Tuch, oben und unten mit Goldlitze. Getragenes Stück, von der Uniform abgenommen, Länge 39,5 cm. Brustadler aus dem Besitz von General Heidrich für den weißen Sommerdienstrock. Ausführung aus Buntmetall vergoldet, rückseitig an Quernadel. Getragen, Zustand 2.
Dazu eine handschriftliche Notiz des 1. Besitzers des Nachlass, um 1960:
"Heidrich, Richard, Generalleutnant
verstorben, am 23.12.1947 in Hamburg-Bergedorf
dort auch begraben
Kommandeur der 1. Fallschirmjäger-Division
(als 55. Soldat der Wehrmacht - Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern
Verleihung am 25.3.1944 - Monte Cassino)
Ritterkreuz als Oberst, Kommandeur FJR 3
am 14.6.1941 - Kreta "
Die meisten Eichenlaube mit Schwertern auf dem Markt sind mehr oder oder weniger ungetragen in sehr gutem Zustand. Ein wirklich an der Front über Jahre getragenes Stück, wie das hier von uns angebotene, hat dagegen eine ganz eigene Ausstrahlung und weckt Erinnerungen an die Taten des ehemaligen Trägers... Der Nachlass befand sich die letzten 40 Jahre in einer deutschen Privatsammlung und wurde noch nie öffentlich gezeigt oder angeboten.

Für den Nachlass geben wir unsere unbegrenzte lebenslange Echtheitsgarantie.

Richard Heidrich (* 28. Juli 1896 in Lawalde in Sachsen; † 22. Dezember 1947 in Hamburg-Bergedorf) war ein deutscher General der Fallschirmtruppe im Zweiten Weltkrieg.
Heidrich trat am 18. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 101 der Sächsischen Armee ein und wurde August 1915 zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst als Zug-, später als Kompanieführer tätig, zuletzt als Regimentsadjutant im 16. Infanterie-Regiment Nr. 182. Ausgezeichnet mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes sowie dem Ritterkreuz II. Klasse des Sächsischen Verdienstordens mit Schwertern, dem Ritterkreuz II. Klasse des Albrechts-Ordens sowie dem Verwundetenabzeichen in Schwarz, schloss er sich nach Kriegsende einem Freikorps in Litauen an und wurde 1920 in die Reichswehr übernommen. Dort war er in verschiedenen Kommandos tätig, ehe er Oktober 1935 als Lehrer an die Kriegsschule in Potsdam und später nach München kommandiert wurde. In der Zwischenzeit war er 1925 zum Oberleutnant und 1931 zum Hauptmann befördert worden. 1937 wurde er zur Fallschirm-Infanterie-Kompanie nach Stendal versetzt und Juni 1938 Kommandeur des Fallschirm-Infanterie-Bataillons. Es folgte am 1. Januar 1939 seine Beförderung zum Oberstleutnant sowie seine Überführung in die Luftwaffe. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er zunächst in das Heer zurückversetzt und nahm als Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 4 am Polenfeldzug teil. Am 1. Juni 1940 wurde er wieder zur Luftwaffe versetzt und gleichzeitig Kommandeur des Fallschirm-Jäger-Regiments 3. Zuvor war er am 1. April 1940 zum Oberst befördert worden. Mit seinem Verband war er am 20. Mai 1941 an der Operation Merkur beteiligt und maßgeblich für die Besetzung der Insel Kreta verantwortlich. Im August 1942 wurde er zum Generalmajor befördert, gleichzeitig mit der Führung der 7. Flieger-Division beauftragt und schließlich am 1. November 1942 deren Kommandeur. Im Anschluss daran wurde er vor Leningrad eingesetzt und Mitte 1943 Kommandeur der 1. Fallschirm-Jäger-Division sowie am 1. Juli 1943 Generalleutnant. Mit seiner Division wurde er nach Italien verlegt und nahm an der Schlacht um Monte Cassino teil. Im Oktober 1944 erfolgte seine Beförderung zum General der Fallschirmtruppe. Vom 16. November 1944 bis 3. Mai 1945 war er Kommandierender General des I. Fallschirm-Korps. Heidrich geriet am 3. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft und wurde im Juli 1947 entlassen. Er verstarb am 22. Dezember 1947 in einem Versorgungslazarett in Hamburg-Bergedorf.

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