Erinnerungsabzeichen für die Besatzungen von Panzerkampfwagen, 1921 - Miniatur 

Miniatur für das Frackkettchen, Fertigung aus den 1930er Jahren. Buntmetall versilbert, Höhe 21 mm, am Ring. Zustand 2+. Sehr selten.


495552
€ 650,00

Erinnerungsabzeichen für die Besatzungen von Panzerkampfwagen, 1921 - Miniatur 

Das Erinnerungsabzeichen für die Besatzungen von Panzerkampfwagen stellt eine bedeutende Auszeichnung aus der unmittelbaren Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs dar. Dieses spezielle Abzeichen wurde im Jahr 1921 gestiftet und würdigte die Angehörigen der deutschen Panzertruppe, die während des Ersten Weltkriegs in den neu entwickelten Kampfpanzern Dienst geleistet hatten.

Die deutsche Panzertruppe befand sich während des Ersten Weltkriegs noch in ihren Anfängen. Während die Alliierten, insbesondere Großbritannien und Frankreich, bereits 1916 mit der Entwicklung und dem Einsatz von Panzern begannen, hinkte das Deutsche Reich in dieser Entwicklung zunächst hinterher. Der erste deutsche Panzer, der A7V, wurde erst 1918 in Serie produziert und kam nur in begrenzter Stückzahl zum Einsatz. Lediglich etwa 20 dieser schwerfälligen Fahrzeuge wurden gebaut, was die Besatzungen zu einer relativ kleinen und exklusiven Gruppe machte.

Das Erinnerungsabzeichen wurde durch die Vereinigung ehemaliger Panzertruppenangehöriger initiiert und sollte die Kameradschaft und die besonderen Leistungen dieser Pioniere der Panzerwaffe würdigen. Die Stiftung erfolgte in einer Zeit, als die Weimarer Republik unter den strengen Restriktionen des Versailler Vertrags stand, der Deutschland die Entwicklung und den Besitz von Panzern untersagte.

Bei dem hier beschriebenen Objekt handelt es sich um eine Miniatur des Abzeichens, die speziell für das Tragen an der Frackkette gefertigt wurde. Solche Miniaturen waren in der militärischen Ordenskunde weit verbreitet und ermöglichten es den Trägern, ihre Auszeichnungen bei festlichen Anlässen in ziviler Kleidung in dezenter Form zu präsentieren. Die Fertigung dieser Miniatur wird auf die 1930er Jahre datiert, also mehr als ein Jahrzehnt nach der ursprünglichen Stiftung des Abzeichens.

Die technische Ausführung zeigt die typischen Merkmale der Ordensproduktion dieser Epoche. Das Stück wurde aus Buntmetall gefertigt und anschließend versilbert, was ein gängiges Verfahren für hochwertige Miniaturabzeichen darstellte. Mit einer Höhe von 21 mm am Ring entspricht es den üblichen Dimensionen für Frackketten-Miniaturen. Diese kompakte Größe machte es möglich, mehrere Auszeichnungen nebeneinander zu tragen, ohne dass die Garderobe überladen wirkte.

Die Seltenheit dieses Objekts erklärt sich aus mehreren Faktoren. Zum einen war die Anzahl der berechtigten Träger von vornherein begrenzt, da nur wenige hundert Mann tatsächlich in deutschen Panzern während des Ersten Weltkriegs gedient hatten. Zum anderen wurden Miniaturen in der Regel in noch kleineren Stückzahlen produziert als die regulären Abzeichen, da sie nur von einem Teil der Berechtigten erworben wurden.

Die 1930er Jahre, in denen diese Miniatur gefertigt wurde, markieren eine interessante Phase in der deutschen Militärgeschichte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begann Deutschland heimlich und später offen mit dem Wiederaufbau seiner Panzerwaffe. Die Veteranen des Ersten Weltkriegs, die das Erinnerungsabzeichen trugen, wurden in dieser Zeit oft als Pioniere gefeiert, deren Erfahrungen für den Aufbau der neuen Wehrmacht von Bedeutung waren.

Das Abzeichen selbst diente mehreren Zwecken: Es war ein Symbol der Kameradschaft unter den ehemaligen Panzersoldaten, ein Zeichen der Anerkennung für geleistete Dienste und gleichzeitig ein Bindeglied zwischen der alten kaiserlichen Armee und den militärischen Entwicklungen der Weimarer Republik und des Dritten Reiches.

Sammler militärhistorischer Objekte schätzen solche Miniaturen besonders, da sie oft in besserer Qualität und mit feinerer Detailarbeit ausgeführt wurden als die regulären Abzeichen. Die versilberte Ausführung und der gute Erhaltungszustand machen dieses Exemplar zu einem bemerkenswerten Zeugnis der deutschen Militärgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

In der heutigen militärhistorischen Forschung werden solche Auszeichnungen als wichtige Quellen zur Erforschung der Alltagsgeschichte und der Mentalität von Soldaten betrachtet. Sie dokumentieren nicht nur militärische Leistungen, sondern auch die Art und Weise, wie Veteranenverbände ihre Geschichte pflegten und ihre Identität in der Nachkriegszeit bewahrten.