Duro - Heer 2 Trommler marschierend

7,5 cm, Zustand 2.
311554
25,00

Duro - Heer 2 Trommler marschierend

Die vorliegende Miniatur zweier marschierender Trommler der deutschen Wehrmacht-Heer aus der Produktionslinie Duro repräsentiert einen faszinierenden Aspekt der militärhistorischen Sammlerobjekte des 20. Jahrhunderts. Mit einer Größe von 7,5 cm gehört diese Figur zu den typischen militärischen Zinnfiguren und Spielzeugdarstellungen, die besonders in den 1930er und 1940er Jahren in Deutschland hergestellt wurden.

Die Firma Duro war einer der bedeutenden Hersteller von militärischen Miniaturfiguren in Deutschland. Diese Unternehmen produzierten detaillierte Darstellungen von Soldaten verschiedener Waffengattungen und Dienstgrade, wobei besonderer Wert auf die authentische Wiedergabe von Uniformen, Ausrüstung und militärischen Posen gelegt wurde. Die Figuren dienten sowohl als Spielzeug für Kinder als auch als Sammelobjekte für Erwachsene, die sich für Militaria interessierten.

Die Trommler spielten in der militärischen Tradition der deutschen Streitkräfte eine bedeutende historische Rolle. Bereits seit dem 18. Jahrhundert waren Trommler und Pfeifer fester Bestandteil der Infanterieregimenter. Ihre Aufgabe bestand darin, durch rhythmische Signale Marschbefehle zu übermitteln und die Truppe beim gemeinsamen Marschieren im Takt zu halten. In der Zeit der Wehrmacht behielten Trommler ihre zeremonielle Bedeutung bei Paraden, Aufmärschen und militärischen Feierlichkeiten.

Die Uniformierung der Wehrmacht-Trommler folgte den allgemeinen Heeresbestimmungen, wies aber spezielle Merkmale auf. Angehörige der Musikkorps trugen häufig besondere Abzeichen und Tressierungen, die ihre Zugehörigkeit zur Militärmusik kennzeichneten. Die Heeresdienstvorschrift (H.Dv.) regelte detailliert die Uniformierung und Ausrüstung aller Wehrmachtsangehörigen, einschließlich der Musiker. Trommler trugen ihre Instrumente an speziellen Trageriemen und waren mit der charakteristischen Feldbluse M36 oder späteren Varianten ausgestattet.

Die Herstellung solcher Miniaturfiguren hatte in Deutschland eine lange Tradition. Besonders in Regionen wie Thüringen und Nürnberg existierten seit dem 19. Jahrhundert Zentren der Zinnfigurenproduktion. Die Firma Duro setzte diese Tradition fort und nutzte verschiedene Materialien, darunter Zinnlegierungen und später auch Kunststoffe. Die Figuren wurden in der Regel in Formen gegossen, anschließend gereinigt und bemalt. Die Qualität der Bemalung und die Detailtreue waren entscheidende Faktoren für den Wert der Figuren.

Der Zustand 2 dieser Figur ist in der Bewertungsskala für Sammlerobjekte als sehr gut einzuordnen. Diese Einstufung bedeutet, dass die Figur nur geringfügige Gebrauchsspuren aufweist, die Bemalung weitgehend erhalten ist und keine gravierenden Beschädigungen vorliegen. Für Sammler militärhistorischer Miniaturen ist der Erhaltungszustand von entscheidender Bedeutung für die Wertbestimmung.

Im historischen Kontext repräsentieren solche Figuren nicht nur militärische Darstellungen, sondern auch ein Stück Alltagskultur der betreffenden Epoche. Sie dokumentieren, wie militärische Themen in der Gesellschaft präsent waren und welche Rolle die Darstellung von Soldaten in der Populärkultur spielte. Nach 1945 veränderte sich die Wahrnehmung solcher Objekte grundlegend, und heute werden sie primär unter historischen und sammlertechnischen Gesichtspunkten betrachtet.

Die Marschierhaltung der dargestellten Trommler ist charakteristisch für militärische Darstellungen dieser Zeit. Die dynamische Pose sollte den militärischen Geist und die Disziplin der Truppe vermitteln. Solche Figuren wurden häufig in Serien produziert, die verschiedene Truppenteile, Waffengattungen und militärische Szenen darstellten. Sammler versuchten oft, komplette Einheiten oder Regimenter zusammenzustellen.

Heute sind solche Miniaturfiguren wichtige Quellen für die militärhistorische Forschung, da sie zeitgenössische Vorstellungen von militärischer Repräsentation dokumentieren. Sie ergänzen schriftliche Quellen und Fotografien und bieten Einblicke in die materielle Kultur der Epoche. Museen und Sammlungen bewahren solche Objekte als Teil des kulturhistorischen Erbes auf.