Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Brustadler

Aluminium, Hersteller "2 ges.gesch", Zustand 2-.
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40,00

Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Brustadler

Der Nationalsozialistischer Reichskriegerbund (NSRKB) war eine paramilitärische Organisation des nationalsozialistischen Deutschlands, die am 4. März 1938 durch die Zusammenlegung des Kyffhäuserbundes und des NS-Reichskriegerbundes entstand. Diese Organisation sollte alle ehemaligen Soldaten des Ersten Weltkrieges und der Reichswehr unter einer nationalsozialistischen Führung vereinen.

Die hier beschriebene Brustadler-Ausführung aus Aluminium stellt ein typisches Abzeichen dieser Organisation dar, das von Mitgliedern auf der Uniform getragen wurde. Der Hersteller wird mit der Markierung "2 ges.gesch" (gesetzlich geschützt) angegeben, was auf eine registrierte Herstellernummer hinweist. Diese Herstellermarkierungen wurden systematisch vergeben, um die Produktion von Uniformabzeichen zu kontrollieren und zu regulieren.

Der NSRKB stand unter der Leitung von Wilhelm Reinhard, einem ehemaligen Generalleutnant, der die Organisation bis 1943 führte. Die Hauptaufgabe des Reichskriegerbundes bestand darin, die Veteranen im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu organisieren und für die Ziele des Regimes zu mobilisieren. Die Mitgliedschaft erreichte im Laufe der Jahre mehrere Millionen Veteranen.

Die Uniformvorschriften des NSRKB waren detailliert geregelt und unterschieden sich von anderen NS-Organisationen. Der Brustadler wurde auf der rechten Brustseite der Uniformjacke getragen und diente als wichtiges Erkennungsmerkmal der Mitglieder. Die Verwendung von Aluminium als Material war während des Zweiten Weltkrieges weit verbreitet, da dieses Metall leichter zu verarbeiten war und Ressourcen schonte, die für die Kriegsproduktion benötigt wurden.

Die Emblematik des Adlers folgte den allgemeinen nationalsozialistischen Gestaltungsprinzipien: Der Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der ein Hakenkreuz in den Fängen hält, symbolisierte die Macht und den Anspruch des Regimes. Diese Symbolik wurde systematisch in allen Organisationen des Dritten Reiches verwendet, wobei jede Organisation spezifische Varianten und Tragweisen hatte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde der NSRKB zusammen mit allen anderen NS-Organisationen durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 aufgelöst und verboten. Der Besitz, die Herstellung und der Handel mit derartigen Abzeichen unterliegen heute in Deutschland dem § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen), wobei Ausnahmen für historische, wissenschaftliche und aufklärerische Zwecke bestehen.

Die Sammlung und wissenschaftliche Dokumentation solcher historischer Objekte dient heute der historischen Forschung und der Aufklärung über die Zeit des Nationalsozialismus. Museen, Archive und Bildungseinrichtungen bewahren derartige Gegenstände auf, um die Geschichte dieser dunklen Epoche zu dokumentieren und zukünftige Generationen über die Gefahren totalitärer Systeme aufzuklären.

Die Erhaltung solcher Objekte im Zustand 2- (was auf leichte Gebrauchsspuren hindeutet) ermöglicht es Forschern und Historikern, authentische Einblicke in die materielle Kultur und die Organisationsstrukturen des Dritten Reiches zu gewinnen. Die Herstellermarkierungen helfen dabei, Produktionsstätten, Zeiträume und Vertriebswege zu rekonstruieren und tragen so zum Verständnis der wirtschaftlichen und industriellen Aspekte des NS-Systems bei.