Waffen-SS Paar Kragenspiegel für einen SS-Oberstgruppenführer

um 1944. Metallfaden handgestickte Ausführung auf schwarzem Samttuch. Ausführung zum direkten Aufnähen auf die Feldbluse. Ungetragen, in sehr schönem Zustand.
Extrem selten, in über 30 Jahren ist dies dies erst das 3. Paar Kragenspiegel, die wir anbieten können.

Während des 2. Weltkrieges es gab lediglich 4 SS-Oberstgruppenführer :
1. Sepp Dietrich, Befehlshaber 6. SS-Panzerarmee, Kommandeur Leibstandarte Adolf Hitler
2. Franz Xaver Schwarz, Schatzmeister der NSDAP,
3. Kurt Daluege, Chef der Ordnungspolizei und stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
4. Paul Hausser, Befehlshaber II. SS-Panzerkorps und Heeresgruppe G
477054
22.000,00

Waffen-SS Paar Kragenspiegel für einen SS-Oberstgruppenführer

Die hier vorliegenden Kragenspiegel eines SS-Obergruppenführers repräsentieren eines der seltensten Rangabzeichen der Waffen-SS aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese um 1944 gefertigten Insignien sind in Metallfaden handgestickt auf schwarzem Samttuch ausgeführt und zeigen die charakteristischen drei Eichenblätter mit Rangstern, die den zweithöchsten Offiziersrang der SS kennzeichneten.

Der Rang des SS-Obergruppenführers wurde 1932 eingeführt und entsprach dem Generaloberst der Wehrmacht. Während des gesamten Zweiten Weltkrieges erreichten nur vier Männer diesen außerordentlich hohen Rang innerhalb der Waffen-SS: Josef “Sepp” Dietrich, Befehlshaber der 6. SS-Panzerarmee und Kommandeur der Leibstandarte SS Adolf Hitler; Franz Xaver Schwarz, Reichsschatzmeister der NSDAP; Kurt Daluege, Chef der Ordnungspolizei und stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren; sowie Paul Hausser, der als “Vater der Waffen-SS” gilt und verschiedene Panzerkorps und die Heeresgruppe G befehligte.

Die technische Ausführung dieser Kragenspiegel verdient besondere Beachtung. Die Handstickerei mit Metallfaden auf Samttuch war charakteristisch für hochrangige Offiziersabzeichen und unterschied sich deutlich von den maschinell gefertigten oder gewebten Versionen für niedrigere Ränge. Die drei stilisierten Eichenblätter mit dem darüber angeordneten Rangstern wurden mit silberfarbenem Aluminiumdraht auf den schwarzen Samtstoff gestickt. Diese Ausführung war direkt zum Aufnähen auf die Feldbluse bestimmt, im Gegensatz zu den Varianten mit aufgesticktem Randabschluss für Waffenröcke.

Die extreme Seltenheit solcher Kragenspiegel erklärt sich aus mehreren Faktoren. Erstens gab es nur vier Träger dieses Ranges in der gesamten Kriegszeit. Zweitens wurden hochrangige Insignien generell in geringerer Stückzahl hergestellt. Drittens überlebten viele solcher Abzeichen die Kriegswirren und die unmittelbare Nachkriegszeit nicht, da sie von ihren Trägern vernichtet wurden, um eine Identifizierung zu vermeiden.

Die Produktion solcher hochwertiger Kragenspiegel erfolgte in spezialisierten Werkstätten und von autorisierten Herstellern. Gegen Ende des Krieges, um 1944, als diese Exemplare gefertigt wurden, war die Materialsituation bereits angespannt, was die Verwendung von Aluminiumdraht statt echtem Silber erklärt. Dennoch wurde bei den Insignien für Generalsränge weiterhin auf Qualität und traditionelle Handarbeit Wert gelegt.

Im Kontext der militärhistorischen Uniformkunde stellen diese Kragenspiegel ein bedeutendes Studienobjekt dar. Sie dokumentieren nicht nur die Rangstruktur und Hierarchie der Waffen-SS, sondern auch die handwerklichen Traditionen deutscher Militärschneiderei. Die schwarze Grundfarbe der Kragenspiegel war seit der Gründung der SS im Jahr 1925 deren charakteristisches Erkennungsmerkmal und unterschied sie von anderen Formationen der NSDAP und später von der Wehrmacht.

Die hier beschriebenen ungetragenen Kragenspiegel befinden sich in außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand, was für Textilien aus dieser Zeit bemerkenswert ist. Dies deutet darauf hin, dass sie möglicherweise als Reserve angefertigt, aber nie verwendet wurden, oder dass sie aus Wehrmachtsbeständen stammen, die nie ausgegeben wurden.

Aus wissenschaftlicher Perspektive bieten solche Objekte wichtige Einblicke in die organisatorische Struktur, die Rangordnung und die materielle Kultur des NS-Regimes. Sie dienen als sachliche Zeugnisse einer dunklen Epoche der deutschen Geschichte und sind für die historische Forschung und museale Dokumentation von Bedeutung, insbesondere für das Verständnis der militärischen Hierarchien und der Uniformregelungen der Zeit.

r