Eisernes Kreuz 1914 1. Klasse und Eisernes Kreuz 1914 2. Klasse - Miniatur

9 mm, teils schwarz lackiert, an langer Nadel, Zustand 2.
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40,00

Eisernes Kreuz 1914 1. Klasse und Eisernes Kreuz 1914 2. Klasse - Miniatur

Das Eiserne Kreuz gehört zu den bekanntesten und geschichtsträchtigsten militärischen Auszeichnungen der deutschen Geschichte. Die hier beschriebenen Miniaturen des Eisernen Kreuzes 1914 1. Klasse und des Eisernen Kreuzes 1914 2. Klasse repräsentieren eine besondere Form dieser Orden, die während des Ersten Weltkriegs verliehen wurden.

Das Eiserne Kreuz wurde erstmals am 10. März 1813 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen während der Befreiungskriege gegen Napoleon gestiftet. Die Auszeichnung war revolutionär für ihre Zeit, da sie nicht nur an Offiziere, sondern auch an einfache Soldaten unabhängig von Stand und Herkunft verliehen werden konnte. Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege wurde die Verleihung eingestellt.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs erneuerte Kaiser Wilhelm II. am 5. August 1914 die Stiftung des Eisernen Kreuzes durch eine Kaiserliche Verordnung. Die Auszeichnung wurde in drei Klassen verliehen: das Eiserne Kreuz 2. Klasse, das Eiserne Kreuz 1. Klasse und das seltene Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde an einem schwarz-weiß-schwarzen Band getragen, zunächst im Knopfloch der Uniform. Nach der Verleihung trugen die Ausgezeichneten üblicherweise nur das Band im Knopfloch, während das Kreuz selbst für besondere Anlässe aufbewahrt wurde. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ohne Band direkt auf der linken Brustseite der Uniform befestigt, mittels einer Nadel oder Schraubvorrichtung auf der Rückseite.

Miniaturen dieser Orden hatten eine besondere Funktion in der deutschen Ordenstradition. Sie wurden zu ziviler Kleidung, bei gesellschaftlichen Anlässen oder auf Galauniformen getragen, wenn das Tragen der vollständigen Orden nicht angemessen oder praktisch war. Die hier beschriebenen Miniaturen mit einer Größe von etwa 9 mm entsprechen den typischen Abmessungen solcher Verkleinerungen, die etwa ein Drittel bis ein Viertel der Originalgröße betrugen.

Die schwarze Lackierung der Miniaturen ist charakteristisch für die Ausführung des Eisernen Kreuzes. Der schwarze Kern symbolisierte Trauer und Tapferkeit, während die silberne Umrandung (bei der 2. Klasse) bzw. die silberne Fassung das preußische Königshaus repräsentierte. Das Design des Kreuzes 1914 folgte weitgehend dem ursprünglichen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel aus dem Jahr 1813, wobei in der Mitte das Monogramm “W” für Wilhelm II. und die Jahreszahl “1914” eingeprägt waren. Auf der Rückseite befand sich die Jahreszahl “1813” sowie drei Eichenblätter mit der Krone.

Die Befestigung an einer langen Nadel, wie in der Beschreibung erwähnt, war bei Miniaturen üblich. Diese Nadeln ermöglichten das Tragen mehrerer Miniaturorden nebeneinander auf der Kleidung, häufig auf speziellen Ordensspangen oder Frackhemden. Bei gesellschaftlichen Anlässen war es durchaus üblich, dass Offiziere und dekorierte Soldaten ihre Auszeichnungen in Miniaturform zur Schau stellten.

Während des Ersten Weltkriegs wurden etwa fünf Millionen Eiserne Kreuze 2. Klasse und circa 218.000 Eiserne Kreuze 1. Klasse verliehen. Diese hohen Zahlen spiegeln die Massenmobilisierung und die Intensität des Krieges wider, führten aber auch zu einer gewissen Inflation des Wertes der Auszeichnung im Vergleich zu früheren Konflikten.

Die Herstellung der Orden und ihrer Miniaturen erfolgte durch verschiedene Juweliere und Ordenshersteller im gesamten Deutschen Reich. Bekannte Firmen waren unter anderem die Königliche Münze Berlin sowie private Hersteller wie Godet & Sohn oder Wagner & Sohn. Die Qualität variierte je nach Hersteller, wobei offizielle Stücke und solche für höhere Offiziere oft aus besseren Materialien und mit feinerer Handwerkskunst gefertigt wurden.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Kaiserreichs 1918 behielten die Träger des Eisernen Kreuzes ihre Auszeichnungen und durften sie auch in der Weimarer Republik tragen. Das Eiserne Kreuz wurde 1939 erneut von Adolf Hitler gestiftet, was die historische Bewertung dieser Auszeichnung kompliziert macht.

Heute sind Miniaturen des Eisernen Kreuzes 1914 gesuchte Sammlerobjekte, die wichtige Zeugnisse der deutschen Militärgeschichte darstellen. Sie dokumentieren nicht nur die Ordenskultur des Kaiserreichs, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung militärischer Auszeichnungen im frühen 20. Jahrhundert. Der Zustand 2, wie in der Beschreibung angegeben, weist auf einen gut erhaltenen Zustand mit leichten Gebrauchsspuren hin, was bei über hundert Jahre alten Objekten durchaus als sehr positiv zu bewerten ist.