Allgemeines Sturmabzeichen - Cupal
Das Allgemeine Sturmabzeichen war eine der bekanntesten militärischen Auszeichnungen des Zweiten Weltkriegs und wurde am 1. Juni 1940 durch Adolf Hitler gestiftet. Diese Auszeichnung war als Anerkennung für Soldaten gedacht, die an Infanterieangriffen, Sturmoperationen oder anderen direkten Kampfhandlungen teilgenommen hatten.
Das vorliegende Exemplar aus Leichtmetall repräsentiert die typische Kriegsproduktion, bei der aufgrund von Materialknappheit zunehmend Ersatzmaterialien verwendet wurden. Die Firma Cupal gehörte zu den zahlreichen Herstellern, die diese Auszeichnungen produzierten, nachdem die ursprünglichen Produktionskapazitäten nicht mehr ausreichten.
Die Verleihungsbestimmungen sahen vor, dass das Abzeichen nach drei verschiedenen Kampftagen an drei verschiedenen Daten verliehen werden konnte. Alternativ konnte es auch für besondere Tapferkeit bei einem einzelnen Kampfeinsatz oder für Verwundung im Kampf verliehen werden. Das Abzeichen wurde in der Regel vom Regimentskommandeur oder höheren Offizieren verliehen.
Das Design zeigt eine stilisierte Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett, umgeben von einem Eichenlaubkranz. Diese Symbolik sollte den direkten Kampf der Infanterie und die deutsche Militärtradition repräsentieren. Die Qualität der Herstellung variierte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt erheblich, wobei spätere Exemplare oft aus minderwertigen Materialien gefertigt wurden.
Während der Kriegsjahre wurden über vier Millionen dieser Auszeichnungen verliehen, was sie zu einer der am häufigsten vergebenen deutschen Militärauszeichnungen machte. Dies spiegelt sowohl die Intensität der Kampfhandlungen als auch die bewusste Propaganda-Politik wider, durch Auszeichnungen die Moral der Truppe zu stärken.