Demjansk - Schild 1942

Eisen, auf feldgrauer Unterlage mit Rückenplatte und Papierabdeckung.
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650,00

Demjansk - Schild 1942

Das Demjansk-Schild von 1942 stellt eine der bedeutendsten deutschen Kampfauszeichnungen des Zweiten Weltkriegs dar, die für die Teilnahme an einer der dramatischsten und verlustreichsten Operationen der Wehrmacht auf dem Ostfeldzug verliehen wurde.

Die Schlacht um den Demjansk-Kessel begann im Winter 1941/42, als sowjetische Truppen während ihrer Winteroffensive deutsche Einheiten des II. Armeekorps und X. Armeekorps der 16. Armee einschlossen. Etwa 100.000 deutsche Soldaten befanden sich ab dem 8. Februar 1942 in diesem Kessel südlich des Ilmensees. Die dramatische Situation erforderte eine beispiellose Luftversorgung, die erste ihrer Art in der deutschen Militärgeschichte.

Das Schild wurde durch Führererlass vom 25. April 1942 gestiftet, um die außergewöhnlichen Leistungen der Soldaten zu würdigen, die unter extremsten Bedingungen ihren Kampfauftrag erfüllten. Die Verleihungsbedingungen waren streng definiert: Berechtigt waren alle Angehörigen der Wehrmachtsteile, die zwischen dem 8. Februar und 21. Mai 1942 ununterbrochen im Kessel von Demjansk gekämpft hatten oder an dessen Versorgung beteiligt waren.

Das Demjansk-Schild war aus Eisen gefertigt und maß etwa 11 x 8,2 Zentimeter. Das Design zeigte einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen über einem Hakenkreuz, darunter die Inschrift “DEMJANSK” und “1942”. Das Schild wurde auf feldgrauer Unterlage mit einer rückseitigen Metallplatte und oft mit Papierabdeckung zum Schutz während des Transports geliefert.

Die militärische Bedeutung dieser Auszeichnung kann nicht überschätzt werden. Der Demjansk-Kessel war ein Präzedenzfall für spätere Kesselschlachten wie Stalingrad, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass die deutschen Truppen erfolgreich gehalten und schließlich entsetzt wurden. Die Luftbrücke unter Führung der Luftwaffe transportierte täglich etwa 300 Tonnen Versorgungsgüter und evacuierte Verwundete.

Etwa 110.000 Soldaten erhielten diese Auszeichnung, was sie zu einer der häufiger verliehenen Kampfschilde macht. Neben Wehrmachtsangehörigen waren auch Angehörige der Waffen-SS, Polizei-Divisionen und zivile Helfer berechtigt, sofern sie die Verleihungsbedingungen erfüllten.