Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl "25"
Direkt aus einem Privathaushalt, der Träger war ein Oberleutnant im Panzer-Regiment 8.
Das Panzerkampfabzeichen in Silber repräsentiert eine der bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Panzertruppen während des Zweiten Weltkriegs. Diese militärische Ehrenauszeichnung wurde am 20. Dezember 1939 durch Verordnung des Oberbefehlshabers des Heeres eingeführt und würdigte die besonderen Leistungen und den Mut der Panzerbesatzungen.
Die Auszeichnung wurde in drei Stufen verliehen: Bronze für drei Kampfeinsätze, Silber für 25 Kampfeinsätze oder besondere Tapferkeit, und Gold für 50 Kampfeinsätze oder außergewöhnliche Verdienste. Das hier beschriebene Abzeichen trägt die Einsatzzahl “25”, was auf die entsprechende Anzahl dokumentierter Kampfeinsätze des Trägers hinweist.
Die Firma Meybauer aus Berlin gehörte zu den renommierten Herstellern militärischer Auszeichnungen während des Krieges. Das charakteristische “7-wheeler cut out” Design zeigt den stilisierten Panzer mit sieben sichtbaren Laufrollen, ein typisches Merkmal der Meybauer-Produktion.
Das Panzer-Regiment 8 war eine traditionsreiche Einheit, die 1938 aufgestellt wurde und an verschiedenen Fronten des Zweiten Weltkriegs zum Einsatz kam. Die Angehörigen dieser und ähnlicher Einheiten trugen solche Abzeichen als sichtbares Zeichen ihrer militärischen Erfahrung und ihres Mutes im Kampf.
Besonders bemerkenswert ist der Zustand des beschriebenen Objekts: Die “Entnazifizierung” bezieht sich auf die nachträgliche Entfernung nationalsozialistischer Symbole, insbesondere des Hakenkreuzes, was häufig während oder nach der Kriegsgefangenschaft geschah. Diese Praxis war sowohl aus praktischen Gründen - zur Vermeidung von Problemen mit den Alliierten - als auch aus persönlichen Motiven verbreitet.
Das ebenfalls erwähnte Verwundetenabzeichen in Gold war eine weitere bedeutende Auszeichnung, die für schwere Verwundungen oder den fünften Verwundetengrad verliehen wurde. Die Kombination beider Auszeichnungen deutet auf einen Soldaten hin, der sowohl extensive Kampferfahrung als auch erhebliche persönliche Opfer im Dienst erbracht hatte.