Luftwaffe - Große Dokumenten- und Fotogruppe des Leutnants Rudolf Kube der I./Kampfgeschwader 257, der als 11. Soldat in das " Goldene Buch der Flieger " aufgenommen wurde und die Rettungsmedaille am Band verliehen bekam.

Wehrpaß ist ausgestellt in Lübeck-Blankensee am 20.1.1939, mit Uniformfoto, eingestellt bereits am 1.4.1935 bei 2./Kfr.Luftkdo.Zossen, weitere Einheiten : 7./Pz.-Rgt.5, Fl.Gr.(S) Faßberg, I./K.G.257, Reichsluftfahrtministerium (Z.A.), L.K.-Schule 2, Stab/Generalkommando I.Fl.-Korps, IV./K.G.76, I./K.G.76, RLM/Zentralamtsgruppe; Auszeichnungen : Militärbeobachterabzeichen, Rettungsmedaille am Band, Reichssportabzeichen, SA-Sportabzeichen, Grundschein DLRG, Dienstauszeichnung 4. Klasse, am 14.4.1938 in das " Goldene Buch der Flieger " aufgenommen, Erinnerungsmedaille an den 1.10.1938, Eisernes Kreuz 2. Klasse, Frontflugspange in Bronze, Eisernes Kreuz 1. Klasse, Krimschild, Reichssportabzeichen in Silber mit goldenem Kranz ( Versehrtensportabzeichen ), KVK 2. Klasse mit Schwertern, KVK 1. Klasse mit Schwertern; er hat an zahlreichen Kampfhandlungen teilgenommen ( Luftkrieg gegen England, Einsatz im Heimatkriegsgebiet, Ostfront mit Feindflügen gegen Rußland ) und am 31.3.1945 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen als Major.
- Soldbuch ist ausgestellt am 10.10.1939 vom Reichsluftfahrtministerium (Z.A.), mit Foto, die Eintragungen der Einheiten und Auszeichnungen sind identisch.
- Urkundenheft für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen in Bronze, mit Foto, verliehen am 19.10.1933, mit Bescheinigungen und dem Urkundenheft für das Reichssportabzeichen in Silber mit goldenem Kranz, ausgestellt am 2.9.1943 mit Uniformfoto.
- DLRG-Grundschein ist ausgestellt in Potsdam am 20.12.1933, mit Foto, mit Schwimmbescheinigungen.
- Leistungsbuch zum SA-Sportabzeichen in Bronze, mit Foto in SA-Uniform, ausgestellt in Potsdam am 11.1.1935, Besitzzeugnis ist hinten eingeklebt und vom 28.2.1935.
- Reisepass ist ausgestellt in München am 3.9.1936, mit Foto.
- Verkaufsabteilung der Luftwaffe - Mitgliedskarte als außerordentliches Mitglied
- Aero-Club von Deutschland - Eintrittskarte ins Haus der Flieger vom 1.7.1939
- Wehrstammbuch ist angelegt am 1.4.1935 durch das 2. Kraftfahrluftkommando Zossen, bis 1.6.1939 mit eingetragenen Auszeichnungen : Militärbeobachter-Abzeichen, Rettungsmedaille am Bande, Eintrag in das " Goldene Buch der Flieger ".
- Ernennungsurkunde vom Oberfähnrich zum Leutnant per 1.4.1937, ausgestellt am 20.4.1937 durch Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring. ( DinA4-Doppelblatt mit beschrifteten Papierumschlag )
- Verleihungsurkunde für das Abzeichen für Flugzeugbeobachter, als Leutnant, ausgestellt am 1.10.1937 durch Oberst Robert Ritter von Greim ( Ritterkreuz am 24.6.1940, das 216. Eichenlaub am 2.4.1943 und die 92. Schwerter am 28.8.1944 ).
- Glückwunschschreiben zur Verleihung des Beobachterabzeichens von Generalmajor Dipl.-Ing. Gerhard Conrad, datiert Zerbst den 8.10.1937.
- Verleihungsurkunde für die Dienstauszeichnung 4. Klasse, als Leutnant der I./K.G.257, ausgestellt in Braunschweig am 1.4.1939 durch Generalleutnant Alfred Keller - Kommandeur der 4. Flieger-Division ( Ritterkreuz am 24.6.1940 ).
- Verleihungsurkunde für die Medaille zur Erinnerung an den 1.10.1938, als Oberleutnant, ausgestellt am 25.7.1940
- Luftwaffenbeobachterschein Land ist ausgestellt am 10.7.1941, mit Foto
- Flugbuch wurde begonnen am 7.7.1941 mit 38 eingetragenen Flügen und davon 24 Feindflügen mit Ju 88 ( nur die beschriebenen Seiten sind vorhanden )
- Verleihungsurkunde für das Eiserne Kreuz 2. Klasse, als Oberleutnant der I./K.G.76, ausgestellt im Felde am 7.8.1941 durch General der Flieger Helmuth Förster - Kommandierender General des I. Fliegerkorps ( Ritterkreuz am 22.2.1942 ).
- Verleihungsurkunde für die Frontflug-Spange für Kampfflieger in Bronze, als Hauptmann Stab I./K.G.76, ausgestellt am 20.5.1942 durch General der Flieger Kurt Pflugbeil - Kommandierender General des IV.Fliegerkorps ( Ritterkreuz am 5.10.1941 und das 562. Eichenlaub am 27.8.1944 ).
- Verleihungsurkunde für das Eiserne Kreuz 1. Klasse, ausgestellt am 4.6.1942 durch Generaloberst Alexander Löhr - Chef der Luftflotte 4 und Befehlshaber Südost ( Ritterkreuz am 30.9.1939 und das 705. Eichenlaub am 20.1.1945 ).
- Besitzzeugnis zum Krimschild, ausgestellt am 15.3.1943.
- Verleihungsurkunde für das KVK 2. Klasse mit Schwertern, als Major, ausgestellt am 1.9.1944.
- Verleihungsurkunde für das KVK 1. Klasse mit Schwertern, ausgestellt am 30.1.1945.
- Schwerkriegsbeschädigtenausweis ist ausgestellt am 11.7.1944, mit Uniformfoto.
- Vorschlag auf Verleihung der Rettungsmedaille am Bande durch den stellv. Staffelkapitän Reible, mit langer Schilderung des Unglücksfalls am 23.6.1937 in Dedelstorf in ganz erheblicher eigener Lebensgefahr bei der Rettung der Verunglückten. Anbei Abschrift des Vorganges welcher auch zum Tod von 7 Besatzungsmitgliedern der Ju 52 führte.
- Luftwaffen-Verordnungsblatt vom 23.8.1937 mit Eintrag “ Belohnung einer Rettungstat und der Verleihung der Rettungsmedaille am Bande “.
- Übersendungsschreiben zur Rettungsmedaille am Bande nebst Verleihungsurkunde vom 9.8.1937
- es folgen zahlreiche persönliche Schreiben von Juli - Dezember 1937 zur Beglückwünschung der Verleihung und der heldenhaften Tat von Major Reible, Generalmajor Conrad, Generalleutnant Felmy, Generalmajor von Stutterheim, Ritter von Greim und 2 Übersendungsschreiben von Ministerpräsident Generaloberst Göring mit der Zusendung von jeweils einem persönlich signierten und gewidmeten Bildes von Göring ( Silberrahmen ) vom 2.11 und 27.12, beide unterzeichnet von Oberst Bodenschatz
- es folgen zahlreiche persönliche Schreiben aus den Jahren 1938 - 1940,
z.B. das Schreiben von Generalmajor von Greim an Leutnant Kube zur Aufnahme in das “ Goldene Buch der Flieger “ mit dem Eintrag : Leutnant Rudolf Kube, I./Kampfgeschwader 257 Zerbst, brachte am 23.6.1937 bei einem Bombenunglück einen schwerverletzten Soldaten, dessen Kleider bereits brannten, trotz weiterer Explosionen aus der Nähe der brennenden Maschine. Er löschte den Brand der Kleider, indem er sich in selbstloser Weise über den Geretteten warf. Bei diesem Rettungswerk erlitt er neben erheblichen Brandwunden lebensgefährliche Verletzungen durch Bombensplitter. “


- Personal-Nachweis mit Foto und den verliehenen Auszeichnungen wie z.B. Rettungsmedaille am Bande, in das “ Goldene Buch der Flieger “ aufgenommen
- Kriegs-Beurteilung zum 1.4.1945
- diverse Zeugnisse, Gesundheitspapiere, Abschriften, Lebenslauf, Ausgabe Heft 7 von Oktober 1937 von “ Soldat der Luftwaffe “ mit Foto und Erwähnung Kubes in der Ehrentafel und für Nachkriegszeitung.
- 4 große Portraitfotos in 20 x 30 cm auf Pappe geklebt und anbei sind noch 80 Fotos in verschiedenen Größen und Formaten aus der Kriegszeit Kubes mit Kameraden im Feld, am Flugzeug, etc. und eine Tüte voller Kontaktabzüge, sowie Dokumente zu seinem Gesundheitszustand, zum Unfall und der Rettungsaktion und vieles mehr bis in die 50er Jahre.

Die Urkunden sind meist nur leicht gebraucht und die Dokumente sind im gebrauchten Zustand.

Das Goldene Buch der Flieger war ein Buch, ( wie ein Goldenes Buch einer Stadt ) welches durch Einträge von besonders hervorzuhebenden Personen fortgeschrieben wurde,hierzu wurden lose Urkunden mit Nennung der Taten dem Buch beigefügt und war damit eine hohe Auszeichnung der Luftwaffe . Bis zum Ende des Krieges umfasste das Goldene Buch der Flieger insgesamt nur 35 Namen.











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Luftwaffe - Große Dokumenten- und Fotogruppe des Leutnants Rudolf Kube der I./Kampfgeschwader 257, der als 11. Soldat in das " Goldene Buch der Flieger " aufgenommen wurde und die Rettungsmedaille am Band verliehen bekam.

Die umfangreiche Dokumentensammlung des Leutnants Rudolf Kube repräsentiert einen außergewöhnlichen historischen Nachlass eines Luftwaffenangehörigen, der als 11. Soldat in das “Goldene Buch der Flieger” aufgenommen wurde – eine der höchsten nichttragbaren Auszeichnungen der deutschen Luftwaffe während des Dritten Reiches.

Das Goldene Buch der Flieger wurde als besondere Form der Anerkennung geschaffen und verzeichnete bis Kriegsende lediglich 35 Namen. Diese außergewöhnliche Ehre wurde nur Personen zuteil, die sich durch herausragende Tapferkeit, selbstlose Rettungstaten oder besondere Verdienste auszeichneten. Die Aufnahme erfolgte durch persönliche Verfügung des Reichsluftfahrtministeriums und dokumentierte detailliert die Gründe für diese Auszeichnung.

Kubes militärische Laufbahn begann am 1. April 1935 beim 2./Kraftfahrluftkommando Zossen, was den systematischen Aufbau der Luftwaffe in der Phase der Wiederaufrüstung dokumentiert. Seine Karriere verlief durch verschiedene Einheiten, darunter die Fliegergruppe (S) Faßberg, das I./Kampfgeschwader 257, sowie Dienststellen im Reichsluftfahrtministerium. Der Wehrpass, ausgestellt am 20. Januar 1939 in Lübeck-Blankensee, und das Soldbuch vom 10. Oktober 1939 dokumentieren minutiös seinen Werdegang bis zum Rang eines Majors, mit dem er am 31. März 1945 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen wurde.

Der zentrale Grund für Kubes Aufnahme in das Goldene Buch war seine heldenhafte Rettungstat am 23. Juni 1937 in Dedelstorf. Bei einem schweren Bombenunglück, bei dem sieben Besatzungsmitglieder einer Junkers Ju 52 ums Leben kamen, rettete Kube unter Einsatz seines eigenen Lebens einen schwerverletzten Soldaten aus unmittelbarer Nähe der brennenden Maschine. Trotz fortgesetzter Explosionen und unter erheblicher eigener Lebensgefahr barg er den Verletzten, dessen Kleidung bereits brannte, und löschte die Flammen, indem er sich selbstlos über den Geretteten warf. Bei dieser Tat erlitt Kube selbst schwerste Brandwunden und lebensgefährliche Verletzungen durch Bombensplitter.

Für diese außergewöhnliche Tat wurde ihm die Rettungsmedaille am Bande verliehen – eine seltene Auszeichnung, die nur für selbstlose Rettungstaten unter erheblicher Eigengefährdung vergeben wurde. Der Vorgang ist in den erhaltenen Dokumenten detailliert dokumentiert, einschließlich des Vorschlags durch den stellvertretenden Staffelkapitän Reible und der offiziellen Bekanntgabe im Luftwaffen-Verordnungsblatt vom 23. August 1937.

Besonders bemerkenswert sind die persönlichen Glückwunschschreiben hochrangiger Offiziere, darunter Oberst Robert Ritter von Greim (später Generalfeldmarschall und letzter Oberbefehlshaber der Luftwaffe), Generalleutnant Hellmuth Felmy, und zwei Übersendungsschreiben von Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring persönlich, unterzeichnet von Oberst Bodenschatz, mit der Zusendung von persönlich signierten und gewidmeten Bildern Görings in Silberrahmen.

Kubes militärische Auszeichnungen spiegeln eine intensive und gefährliche Dienstzeit wider. Das Militärbeobachterabzeichen, verliehen am 1. Oktober 1937 durch Oberst von Greim, dokumentiert seine Qualifikation als Flugzeugbeobachter. Während des Krieges nahm er an bedeutenden Kampfhandlungen teil, darunter dem Luftkrieg gegen England, Einsätzen im Heimatkriegsgebiet und an der Ostfront mit Feindflügen gegen Russland. Das Flugbuch verzeichnet 38 Flüge, davon 24 Feindflüge mit der Junkers Ju 88.

Seine Kampfauszeichnungen umfassen das Eiserne Kreuz 2. Klasse (7. August 1941, verliehen durch General der Flieger Helmuth Förster), die Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze (20. Mai 1942, verliehen durch General der Flieger Kurt Pflugbeil), das Eiserne Kreuz 1. Klasse (4. Juni 1942, verliehen durch Generaloberst Alexander Löhr), das Krimschild (15. März 1943), sowie das Kriegsverdienstkreuz 2. und 1. Klasse mit Schwertern (1944/1945).

Der Schwerbeschädigtenausweis vom 11. Juli 1944 und das Reichssportabzeichen in Silber mit goldenem Kranz (Versehrtensportabzeichen) belegen die schweren Verletzungen, die Kube im Dienst erlitt, vermutlich als Folge der Rettungstat von 1937 und seiner Kriegseinsätze.

Die umfangreiche Dokumentensammlung – mit Wehrpass, Soldbuch, Wehrstammbuch, Ernennungsurkunden, Verleihungsurkunden von hochrangigen Kommandeuren (darunter mehrere spätere Ritterkreuzträger), persönlichen Schreiben, Flugbuch, zahlreichen Fotografien und weiteren Papieren bis in die 1950er Jahre – bildet ein außergewöhnlich vollständiges Zeugnis einer Soldatenbiographie der Luftwaffe. Sie dokumentiert nicht nur die militärische Karriere, sondern auch die persönliche Anerkennung eines Mannes, der durch eine selbstlose Tat in das exklusive Goldene Buch der Flieger aufgenommen wurde – eine Ehrung, die nur 34 weiteren Personen zuteilwurde.