III.Reich Taschenlampe 

Herstellermarkierung "Pertrix Made in Germany", gebrauchter Zustand.
310462
€ 60,00

III.Reich Taschenlampe 

Die Pertrix-Taschenlampe aus der Zeit des Dritten Reiches (1933-1945) repräsentiert ein typisches Beispiel der militärischen und zivilen Ausrüstungsgegenstände jener Epoche. Die Marke Pertrix, die mit dem Zusatz “Made in Germany” gekennzeichnet ist, war einer der führenden deutschen Hersteller von Batterien und elektrischen Beleuchtungsgeräten im 20. Jahrhundert.

Die Pertrix-Werke wurden ursprünglich als Teil der AFA (Accumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft) betrieben, die 1887 in Berlin gegründet wurde. Die Marke Pertrix selbst entstand um 1920 und entwickelte sich rasch zu einem Synonym für Qualitätsbatterien und Taschenlampen im deutschsprachigen Raum. Während der NS-Zeit wurden die Produktionskapazitäten stark ausgeweitet, um den militärischen und zivilen Bedarf zu decken.

Taschenlampen waren in der Wehrmacht unverzichtbare Ausrüstungsgegenstände für alle Truppengattungen. Die Heeresdienstvorschrift (H.Dv.) und andere militärische Regelwerke spezifizierten die Anforderungen an Ausrüstungsgegenstände. Taschenlampen wurden sowohl für den persönlichen Gebrauch der Soldaten als auch für spezielle militärische Zwecke hergestellt. Sie kamen bei Nachteinsätzen, in Schützengräben, Bunkern und U-Booten zum Einsatz.

Die typische militärische Taschenlampe dieser Periode war robust konstruiert, oft aus Bakelit oder Metall gefertigt, und musste den rauen Bedingungen des Kriegseinsatzes standhalten. Pertrix produzierte verschiedene Modelle, darunter einfache zylindrische Handlampen, Winkeltaschenlampen und spezielle Signallampen. Die Farbgebung war meist feldgrau, schwarz oder in natürlichen Materialtönen, um der militärischen Tarnung zu entsprechen.

Die Energieversorgung erfolgte durch Trockenbatterien, die ebenfalls von Pertrix hergestellt wurden. Diese Batterien waren in verschiedenen Größen erhältlich und wurden speziell für den militärischen Einsatz entwickelt, um auch bei extremen Temperaturen funktionsfähig zu bleiben. Die Produktion von Batterien war kriegswichtig und unterlag der staatlichen Kontrolle und Ressourcenzuteilung.

Während des Krieges wurde die Produktion zunehmend durch Materialknappheit beeinträchtigt. Kupfer, Zink und andere Metalle wurden rationiert, was zu Qualitätseinbußen und zur Verwendung von Ersatzmaterialien führte. Dennoch blieb Pertrix einer der Hauptlieferanten für die Wehrmacht und andere militärische Organisationen wie die Luftwaffe, Kriegsmarine, sowie paramilitärische Formationen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion zunächst eingestellt, später jedoch unter alliierter Kontrolle wieder aufgenommen. Die Marke Pertrix bestand bis in die 1960er Jahre fort und wurde schließlich in andere Unternehmensstrukturen integriert. Heute sind Pertrix-Taschenlampen aus der Zeit des Dritten Reiches begehrte Sammlerobjekte, die einen Einblick in die Alltagsausrüstung der deutschen Streitkräfte und die Industriegeschichte jener Periode bieten.

Die historische Bedeutung solcher Objekte liegt nicht in ihrer technologischen Komplexität, sondern in ihrer Funktion als Zeitzeugen. Sie dokumentieren die materielle Kultur des Krieges, die Produktionsbedingungen unter der NS-Diktatur und die alltäglichen Bedürfnisse von Soldaten im Einsatz. Für militärhistorische Sammlungen und Museen sind solche authentischen Ausrüstungsgegenstände wichtige Lehrmittel zur Veranschaulichung der Lebensbedingungen während des Zweiten Weltkriegs.