Waffen-SS Paar Schulterstücke für einen SS-Untersturmführer Artillerie bzw. Sturmgeschütz

Matte Ausführung für die Feldbluse, Waffenfarbe rot, zum einnähen. Leicht getragen. Zustand 2.
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650,00

Waffen-SS Paar Schulterstücke für einen SS-Untersturmführer Artillerie bzw. Sturmgeschütz

Die vorliegenden Schulterstücke repräsentieren einen wichtigen Bestandteil der Dienstgradabzeichen der Waffen-SS während des Zweiten Weltkrieges. Sie kennzeichnen den Rang eines SS-Untersturmführers, was dem Dienstgrad eines Leutnants in der Wehrmacht entsprach, und zeigen durch ihre rote Waffenfarbe die Zugehörigkeit zur Artillerie beziehungsweise zu den Sturmgeschütz-Einheiten.

Die Rangstruktur der Waffen-SS wurde im Laufe der 1930er Jahre entwickelt und orientierte sich weitgehend an der allgemeinen SS, unterschied sich jedoch in verschiedenen Details von der Wehrmacht. Der SS-Untersturmführer war der niedrigste Offiziersrang und wurde durch einen Schulterspiegel mit einem einzelnen Metallknopf gekennzeichnet. Diese Schulterstücke waren für das Einnähen in die Feldbluse konzipiert und zeigen die matte Ausführung, die für den Felddienst vorgeschrieben war, im Gegensatz zu den glänzenderen Versionen für Ausgehuniformen.

Die Waffenfarbe Rot hatte in der deutschen Militärtradition eine lange Geschichte und bezeichnete seit dem 19. Jahrhundert die Artillerie. Diese Tradition wurde sowohl von der Wehrmacht als auch von der Waffen-SS übernommen. Nach den Bekleidungsvorschriften der SS wurde die Waffenfarbe auf verschiedenen Uniformteilen angebracht, darunter auf den Kragenspiegeln, Schulterstücken und Ärmelbiesen. Die rote Waffenfarbe kennzeichnete nicht nur die klassische Artillerie, sondern ab 1940 auch die Sturmartillerie und die Besatzungen der Sturmgeschütze.

Die Sturmgeschütz-Einheiten spielten eine bedeutende Rolle in der Kriegsführung der Wehrmacht und der Waffen-SS. Ursprünglich als Infanterie-Unterstützungswaffe konzipiert, entwickelten sich die Sturmgeschütze zu vielseitigen gepanzerten Fahrzeugen, die sowohl in der Infanterieunterstützung als auch in der Panzerabwehr eingesetzt wurden. Verschiedene Divisionen der Waffen-SS verfügten über eigene Sturmgeschütz-Abteilungen, die mit Fahrzeugen wie dem StuG III und später dem StuG IV ausgerüstet waren.

Die hier beschriebenen Schulterstücke zeigen die typische Konstruktion der Feldausführung: eine matte Oberfläche, die Lichtreflexionen vermeiden sollte, und eine Befestigung zum Einnähen in die Uniform. Die Feldbluse, für die diese Schulterstücke bestimmt waren, war das Hauptbekleidungsstück für den Fronteinsatz. Im Gegensatz zu den steiferen, aufwändiger gearbeiteten Schulterstücken für die Ausgehuniformen waren die Feldausführungen praktischer und weniger auffällig gestaltet.

Die Herstellung von SS-Uniformteilen unterlag während des Krieges verschiedenen Veränderungen. Während in den frühen Kriegsjahren noch aufwändige Materialien und Verarbeitungstechniken verwendet wurden, führten die zunehmende Materialnot und die Rationierung zu vereinfachten Ausführungen. Die Qualität und die verwendeten Materialien konnten je nach Herstellungszeitpunkt und Hersteller variieren. Verschiedene Firmen waren mit der Produktion von Uniformteilen für die SS beauftragt, wobei die Qualitätskontrolle durch das SS-Hauptamt und später durch das SS-Führungshauptamt erfolgte.

Die Bekleidungsvorschriften der Waffen-SS wurden in verschiedenen Dienstanweisungen und Befehlen festgelegt. Die Anzugsordnung für die SS und SA sowie spezielle Ergänzungen für die Waffen-SS regelten detailliert, welche Uniformteile zu welchen Anlässen und in welcher Kombination zu tragen waren. Die korrekte Anbringung der Schulterstücke war dabei ebenso vorgeschrieben wie die Position anderer Abzeichen und Auszeichnungen.

Ein SS-Untersturmführer in einer Artillerie- oder Sturmgeschütz-Einheit hatte typischerweise eine Ausbildung an einer SS-Junkerschule durchlaufen oder war aus den Reihen der Unteroffiziere befördert worden. Diese Offiziere führten Züge oder fungierten als technische Offiziere innerhalb ihrer Einheiten. In Sturmgeschütz-Abteilungen konnten sie als Zugführer über mehrere Fahrzeuge verfügen oder als Kommandanten einzelner Sturmgeschütze eingesetzt werden.

Die Erhaltung solcher Uniformteile ist heute von historischem Interesse, da sie materielle Zeugnisse einer vergangenen Epoche darstellen. Die Beschreibung als “leicht getragen” deutet darauf hin, dass diese Schulterstücke tatsächlich im Dienst verwendet wurden, was ihnen einen dokumentarischen Wert verleiht. Zustand 2 entspricht in der Sammlernomenklatur einem gut erhaltenen Stück mit geringen Gebrauchsspuren.

Es ist wichtig zu betonen, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit solchen Objekten der historischen Dokumentation und dem Verständnis dieser Periode dient, nicht der Glorifizierung. Die Waffen-SS war als Organisation in zahlreiche Kriegsverbrechen verwickelt und wurde nach dem Krieg als verbrecherische Organisation eingestuft.

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