Allgemeines Sturmabzeichen - Juncker Hollow zinc 1.23.1

Zink
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450,00

Allgemeines Sturmabzeichen - Juncker Hollow zinc 1.23.1

Das Allgemeine Sturmabzeichen gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Kampfauszeichnung wurde am 1. Juni 1940 durch eine Verordnung von Generaloberst Walther von Brauchitsch, dem damaligen Oberbefehlshaber des Heeres, gestiftet. Es war vorgesehen für Soldaten, die an Infanterieangriffen oder Sturmangriffen teilgenommen hatten, aber nicht die spezifischen Voraussetzungen für das Infanterie-Sturmabzeichen erfüllten.

Die Firma Juncker aus Berlin gehörte zu den renommiertesten Herstellern militärischer Auszeichnungen im Dritten Reich. Das Unternehmen C. E. Juncker produzierte eine breite Palette von Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen in hoher handwerklicher Qualität. Die hier beschriebene Variante ist eine hohle Zinkausführung, die typisch für die Kriegsproduktion war, als Materialmangel die Verwendung von Buntmetallen stark einschränkte.

Die Verleihungskriterien für das Allgemeine Sturmabzeichen waren genau definiert: Der Soldat musste an mindestens drei Angriffen an verschiedenen Tagen teilgenommen haben, oder er konnte die Auszeichnung für besondere Tapferkeit bereits nach einem Angriff erhalten. Verwundungen während eines Angriffs konnten ebenfalls zur Verleihung führen. Diese Bestimmungen wurden mehrfach modifiziert, um den sich ändernden Kriegsbedingungen Rechnung zu tragen.

Die Gestaltung des Abzeichens zeigt typische Elemente der nationalsozialistischen Symbolik: ein ovaler Eichenlaubkranz, in dessen Zentrum sich ein Stahlhelm, ein gekreuztes Bajonett und eine Stielhandgranate befinden, überragt von einem Hoheitsadler mit Hakenkreuz. Die Rückseite war mit einer Nadel zur Befestigung an der Uniform versehen. Die Zinkausführungen waren leichter als die früheren Bronzevarianten und zeigten oft eine silberfarbene oder feldgraue Oberfläche.

Die Materialverwendung von Zink statt Bronze oder anderen Metallen reflektiert die zunehmende Ressourcenknappheit im Verlauf des Krieges. Ab 1941/42 wurden immer mehr Auszeichnungen aus Kriegsmetall (Zink, Eisen) hergestellt, um strategisch wichtige Materialien für die Rüstungsproduktion zu reservieren. Die hohle Konstruktion reduzierte zusätzlich den Materialverbrauch.

Juncker verwendete verschiedene Herstellerkennzeichnungen, die oft auf der Nadelkonstruktion oder der Rückseite angebracht waren. Die Qualität der Juncker-Produkte blieb auch bei den Kriegsausführungen verhältnismäßig hoch, obwohl Abstriche bei Material und Verarbeitung unvermeidlich waren.

Das Allgemeine Sturmabzeichen wurde an der linken Brustseite der Uniform getragen, unterhalb des Eisernen Kreuzes I. Klasse. Es symbolisierte die persönliche Bewährung des Soldaten im direkten Kampf und genoss hohes Ansehen unter den Truppen. Bis Kriegsende wurden Hunderttausende dieser Auszeichnungen verliehen.

Heute sind diese Abzeichen wichtige militärhistorische Objekte, die Einblick in die Auszeichnungspraxis, Produktionsmethoden und Materialverwendung der Wehrmacht geben. Sammler unterscheiden verschiedene Varianten nach Hersteller, Material und Herstellungszeitpunkt. Die Juncker-Produkte gelten aufgrund ihrer Qualität als besonders interessant für die militärhistorische Forschung.