Kriegsmarine Ärmelabzeichen Gefreiter für die Feldgraue Uniform

auf feldgrauem Tuch, getragen, Zustand 3.
497965
30,00

Kriegsmarine Ärmelabzeichen Gefreiter für die Feldgraue Uniform

Das Kriegsmarine Ärmelabzeichen für Gefreite auf feldgrauem Tuch repräsentiert ein faszinierendes Kapitel der deutschen Marinegeschichte während des Zweiten Weltkriegs. Diese spezielle Variante des Rangabzeichens wurde für die feldgraue Uniform der Kriegsmarine entwickelt, die ab 1943 für den Landkampf und bestimmte Küsteneinheiten eingeführt wurde.

Die Kriegsmarine unter Admiral Erich Raeder und später Karl Dönitz entwickelte während des Krieges verschiedene Uniformvarianten für unterschiedliche Einsatzgebiete. Während die traditionelle dunkelblaue Marineuniform für den Borddienst beibehalten wurde, erkannte die Marineführung die Notwendigkeit einer praktischeren Uniform für Landoperationen. Die feldgraue Uniform entsprach der Farbgebung der Wehrmacht und bot bessere Tarneigenschaften für Küstenverteidigungseinheiten und Marineinfanterie.

Der Rang des Gefreiten (Matrosengefreiter in der Kriegsmarine) stellte den ersten Beförderungsschritt über den einfachen Matrosen dar. Diese Beförderung erfolgte typischerweise nach sechs bis zwölf Monaten Dienstzeit bei zufriedenstellender Leistung. Das Ärmelabzeichen wurde am linken Oberarm getragen und bestand aus einem einzelnen Winkel aus silberfarbenem Tresse auf entsprechendem Grundtuch.

Die Heeresdienstvorschrift (H.Dv.) 471/7 und entsprechende Marinevorschriften regelten die exakte Ausführung und Trageweise dieser Abzeichen. Die feldgraue Variante unterschied sich von den üblichen marineblauen Abzeichen durch das Grundtuch, während die Tresse selbst den maritimen Standards entsprach. Diese Anpassung ermöglichte es Marineangehörigen, auch in gemischten Einheiten mit Wehrmacht und SS eindeutig als Marinesoldaten identifiziert zu werden.

Besondere Bedeutung erlangten diese Abzeichen bei Einheiten wie den Marineküstenartillerie-Abteilungen, der Marinefestungspioniertruppe und später bei improvisierten Marineinfanterie-Divisionen, die in den letzten Kriegsjahren für den Landkampf aufgestellt wurden. Die Atlantikwall-Verteidigung und der Einsatz von Marineeinheiten in Festungen machten die feldgraue Uniform zur praktischen Notwendigkeit.

Die Herstellung erfolgte durch verschiedene Zulieferbetriebe der Wehrmacht, wobei die Qualität je nach Produktionszeit und verfügbaren Materialien variierte. Frühe Exemplare zeigten hochwertige Verarbeitung mit silberner Tresse, während spätere Kriegsproduktionen oft Ersatzmaterialien verwendeten. Der beschriebene Zustand 3 deutet auf sichtbare Gebrauchsspuren hin, was bei feldgetragenen Exemplaren durchaus typisch war.

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