Preußische Landespolizei Ärmelband "L. P.G. General Göring" für Offiziere

frühe Metallfaden handgestickte Ausführung auf dunkelgrün. Leicht getragen, noch zusammengenäht, in gutem Zustand, sehr selten.
Die Landespolizeigruppe General Göring bestand ab Januar 1934. Im Jahr 1935 wurde Göring zum Oberkommandierenden der Luftwaffe ernannt. Da er die Kontrolle über seine "Lieblingseinheit" behalten wollte, wurde sie im September 1935 zur Luftwaffe verlegt und zum Regiment General Göring umbenannt.
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Preußische Landespolizei Ärmelband "L. P.G. General Göring" für Offiziere

Das Ärmelband der Landespolizeigruppe General Göring stellt ein bedeutendes Zeugnis der Übergangsphase zwischen der preußischen Polizei und den militärischen Formationen des nationalsozialistischen Deutschlands dar. Diese frühe, in Metallfaden handgestickte Offiziersvariante auf dunkelgrünem Grund dokumentiert die kurze, aber historisch bedeutsame Existenz dieser Eliteeinheit.

Die Landespolizeigruppe General Göring wurde im Januar 1934 offiziell aufgestellt, entwickelte sich jedoch aus älteren preußischen Polizeiverbänden. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 ernannte Adolf Hitler Hermann Göring zum preußischen Innenminister, wodurch dieser die Kontrolle über die preußische Polizei erhielt. Göring nutzte diese Position, um seine eigene paramilitärische Machtbasis aufzubauen. Die nach ihm benannte Formation sollte als militärisch ausgebildete und bewaffnete Polizeitruppe dienen, die sowohl für innenpolitische als auch für potenzielle militärische Aufgaben eingesetzt werden konnte.

Das Ärmelband mit der Aufschrift “L.P.G. General Göring” (Landespolizeigruppe General Göring) wurde von den Angehörigen dieser Einheit an der rechten Oberarmseite der Uniform getragen. Die Offiziersvariante unterschied sich durch die hochwertige handgestickte Ausführung in Metallfaden von den maschinell gefertigten Versionen für Mannschaften und Unteroffiziere. Der dunkelgrüne Untergrund entsprach der traditionellen Farbe der preußischen Polizeiuniformen und symbolisierte die formale Zugehörigkeit zur Landespolizei.

Die Einheit wuchs schnell und umfasste bald mehrere Bataillone. Sie erhielt eine intensive militärische Ausbildung und war mit schweren Waffen ausgerüstet, was weit über die normale Bewaffnung von Polizeieinheiten hinausging. Dies entsprach Görings Absicht, eine persönliche militärische Machtbasis zu schaffen, die außerhalb der Kontrolle der Reichswehr stand.

Im Jahr 1935 erfolgte eine entscheidende Wende in der Geschichte dieser Formation. Nach der offiziellen Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht und der Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht ernannte Hitler am 26. Februar 1935 Hermann Göring zum Oberbefehlshaber der neu geschaffenen Luftwaffe. Göring, der großen Wert auf seine “Lieblingseinheit” legte, wollte die Kontrolle über diese Truppe nicht verlieren. Im September 1935 wurde die Landespolizeigruppe daher offiziell in die Luftwaffe überführt und in Regiment General Göring umbenannt.

Diese Überführung bedeutete das Ende der Landespolizeigruppe als solcher und damit auch das Ende der Verwendung des entsprechenden Ärmelbandes. Die Einheit erhielt nun Luftwaffenuniformen und -abzeichen. Dies erklärt die große Seltenheit authentischer Ärmelbänder der Landespolizeigruppe General Göring – sie wurden nur während eines relativ kurzen Zeitraums von etwa eineinhalb Jahren getragen, von Anfang 1934 bis September 1935.

Das Regiment General Göring entwickelte sich in den Folgejahren zu einer bedeutenden Formation der Luftwaffe. Es wurde kontinuierlich erweitert und kämpfte im Zweiten Weltkrieg an verschiedenen Fronten. 1942 wurde es zur Division und später zur Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring ausgebaut.

Für Sammler und Historiker sind Ärmelbänder der Landespolizeigruppe General Göring besonders wertvoll, da sie eine kurze Übergangsphase dokumentieren. Die handgestickten Offiziersvarianten sind dabei noch seltener als die maschinell gefertigten Versionen für Mannschaften. Authentische Exemplare zeigen typischerweise Gebrauchsspuren, da sie tatsächlich getragen wurden, sind aber oft noch in zusammengenähtem Zustand erhalten, da sie nach der Umgliederung zur Luftwaffe von den Uniformen entfernt und aufbewahrt wurden.

Die Existenz solcher Ärmelbänder illustriert die komplexen Machtstrukturen im nationalsozialistischen Deutschland, wo verschiedene Organisationen und Führer eigene bewaffnete Formationen aufbauten. Sie zeigt auch die Verschmelzung von Polizei und Militär, die charakteristisch für das NS-Regime war. Das Ärmelband der Landespolizeigruppe General Göring ist somit nicht nur ein militärhistorisches Sammlerstück, sondern auch ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument der politischen und militärischen Entwicklungen der frühen NS-Zeit.

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