Luftwaffe schwerer Ledermantel aus dem persönlichen Besitz von Generalleutnant Adolf Galland

Schwerer Mantel für Offiziere aus blauem Glattleder mit abnehmbaren, silbernen Offiziersknöpfen, auf den Schultern mit den Knöpfen für die nach 1945 entfernten Schulterstücke. Innen mit blaugrauem Seidenfutter, eingenähter Schlitz zum Tragen des Offiziersdolches, links auf der Innentasche mit roter Monogrammstickerei "A G". Dazu die original Aufzeichnungen/Bestätigung des britischen Sergeanten G. Walter aus dem Jahr 1945 (mit der "lesbaren" handschriftlichen Transkription) , aus dessen Besitz der Mantel stammt: Galland war britischer Kriegsgefangener in der RAF Station Tangmere. Er wurde zur Befragung über die Strahlflugzeuge durch den amerikanischen Nachrichtendienst, zusammen mit Werner Baumbach, in die US-Basis nach Beringten gebracht, dabei vergaß er den Mantel im Auto, wo Sergeant Walter den Mantel an sich nahm. Getragenes Stück, Zustand 2.
Anbei ein schönes Foto von Galland, bereits in englischer Kriegsgefangenschaft mit diesem Mantel ! Dazu die englische Biographie "Adolf Galland - the authorized biography" von David Baker.
Extrem selten, eines der wenigen nachweislichen Uniformstücke aus dem persönlichen Besitz eines der erfolgreichsten und höchstdekorierten Jagdflieger des 2. Weltkriegs.
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Schwerer Ledermantel der Luftwaffe aus dem persönlichen Besitz von Generalleutnant Adolf Galland

Dieses außergewöhnliche Sammlerstück — ein schwerer Offiziers-Ledermantel aus blauem Glattleder — gehört zu den seltensten persönlichen Uniformstücken, die dem Zweiten Weltkrieg zugeschrieben werden. Es handelt sich um einen Mantel aus dem nachgewiesenen Besitz von Generalleutnant Adolf Galland, einem der bekanntesten und höchstdekorierten Jagdflieger der deutschen Luftwaffe.

Der Mantel: Beschreibung und Besonderheiten

Der Mantel ist aus blauem Glattleder gefertigt und innen mit einem blaugrauen Seidenfutter versehen. Er verfügt über abnehmbare silberne Offiziersknöpfe sowie Knöpfe auf den Schultern, an denen einst Schulterstücke befestigt waren, die nach 1945 entfernt wurden. Ein eingenähter Schlitz ermöglicht das Tragen des Offiziersdolches — ein typisches Detail für Offiziersuniformen der Luftwaffe. Auf der linken Innentasche befindet sich eine rote Monogrammstickerei “A G”, die auf den Besitzer hinweist.

Bei Luftwaffe-Offizieren waren privatbeschaffte Ledermäntel und Lederjacken weit verbreitet und auf zahlreichen Zeitaufnahmen zu sehen, obwohl sie streng genommen den Bekleidungsvorschriften widersprachen. Offiziere und höhere Unteroffiziere waren für die Beschaffung ihrer eigenen Uniformen verantwortlich und erhielten dafür eine Bekleidungszulage. Sie kauften ihre Uniformen bei privaten Schneidern oder in militärischen Bekleidungsdepots. Die standardmäßigen Luftwaffe-Mäntel bestanden aus schwerem blaugrauem Wolltuch und waren doppelreihig mit Metallknöpfen geknöpft. Dieser blaue Ledermantel stellt eine ungewöhnliche privatbeschaffte Variante dar.

Adolf Galland: Ein Leben zwischen Himmel und Geschichte

Adolf Galland (1912–1996) war ein deutscher Luftwaffengeneral und Fliegerass, der während des gesamten Zweiten Weltkriegs auf dem europäischen Kriegsschauplatz diente. Er flog 705 Kampfeinsätze und erzielte dabei 104 bestätigte Luftsiege. Ende 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert und war mit 30 Jahren Deutschlands jüngster General.

Von 1941 bis 1945 bekleidete Galland das Amt des General der Jagdflieger, eine Schlüsselposition in der Führung der Luftverteidigung des Reiches. Während der Luftschlacht um England kommandierte er das Jagdgeschwader 26 (JG 26). In den letzten Kriegswochen übernahm er das Kommando über den elitären Jagdverband 44 (JV 44), der mit dem revolutionären Düsenflugzeug Me 262 ausgerüstet war.

Galland gehörte zu den nur 27 Trägern des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten, der höchsten Stufe dieser Auszeichnung, die im Zweiten Weltkrieg verliehen wurde. Diese Dekoration machte ihn zu einem der meistdekorierten Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Gefangenschaft und Provenienz des Mantels

Im Mai 1945 wurde Galland von amerikanischen Truppen gefangen genommen. Mehrere Quellen bestätigen, dass Galland, Günther Rall und Hans-Ulrich Rudel Mitte 1945 als Kriegsgefangene auf der RAF Station Tangmere eintrafen. Dort wurde Galland inhaftiert und zu den Taktiken der Luftwaffe-Jagdwaffe befragt.

Die Provenienz dieses Mantels stützt sich auf die beigefügten Originalaufzeichnungen des britischen Sergeanten G. Walter aus dem Jahr 1945, einschließlich einer leserlichen handschriftlichen Transkription. Laut diesen Unterlagen war Galland britischer Kriegsgefangener auf der RAF Station Tangmere und wurde zusammen mit Werner Baumbach — einem Luftwaffen-Bomberkommandeur, der nach dem Krieg ebenfalls in britische Kriegsgefangenschaft geriet — durch den amerikanischen Nachrichtendienst zur Befragung über Strahlflugzeuge in eine US-Basis gebracht. Bei dieser Fahrt vergaß Galland den Mantel im Fahrzeug, woraufhin Sergeant Walter ihn an sich nahm.

Dem Mantel beigefügt ist zudem ein Foto von Galland in britischer Kriegsgefangenschaft, auf dem er diesen Mantel trägt — ein eindrucksvoller visueller Beleg für die Zuordnung. Ebenfalls beigelegt ist die englischsprachige Biographie “Adolf Galland — the authorized biography” von David Baker. Baker arbeitete in Gallands letzten Lebensjahren eng mit ihm zusammen, um diese autorisierte Biographie zu erstellen, die 1996 veröffentlicht wurde.

Nach dem Krieg

Galland wurde um 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Anschließend arbeitete er als Luftfahrtberater in Argentinien, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, wo er 1996 verstarb. Der Mantel verblieb nach 1945 in Privatbesitz und gelangte schließlich auf den Markt für militärische Sammlerstücke.

Bedeutung für Sammler

Persönliche Uniformstücke hochrangiger Militärangehöriger des Zweiten Weltkriegs sind äußerst selten, insbesondere wenn sie über eine nachvollziehbare Provenienz verfügen. Dieser Mantel vereint mehrere entscheidende Faktoren: die Monogrammstickerei, die begleitende zeitgenössische Dokumentation, das Foto des Trägers und die Verbindung zu einer der ikonischsten Persönlichkeiten der Luftkriegsgeschichte. Als einzigartiges persönliches Stück aus dem Besitz eines der erfolgreichsten Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs stellt es ein außergewöhnliches Zeugnis militärischer Geschichte dar.

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