Luftwaffe Ehrenpokal, großer Orden- und Urkundennachlass aus dem Besitz des Fliegerschützen und Träger des Deutschen Kreuz in Gold Feldwebel Heinz Breitlauch, 2. Aufklärungsgruppe Ob.d.L., später umbenannt in 2./(F)/100
Eisernes Kreuz 1939 2. Klasse, am Band. Eisernes Kreuz 1939 1. Klasse, rückseitig auf der Nadel mit Herstellerbezeichnung "26", leicht getragen.
Frontflugspange für Aufklärer in Gold, Buntmetall vergoldet. Dazu die Verleihungsurkunde zur Frontflugspange für Aufklärer in Gold, datiert 30. Sept. 1942, auf der Rückseite erweitert: "Verleihung des Anhängers mit Einsatzzahl "200" zur Frontflugspange für Aufklärer in Gold, datiert 4.12.194, mit Unterschrift des Oberst u. Geschwader-Kommodore Fliegerverbindungsgeschwader 2.
Frontflugspange für Aufklärer in Gold mit Anhänger "200", Feinzink vergoldet, die Auflage brüniert, nach 1945 entnazifiziert !
Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg, Alpaka - Ausführung mit Gravur "Unteroffizier Heinz Breitlauch am 15.10.42", auf der Unterseite im Boden gestempelt "Joh. Wagner & Sohn" sowie Alpaka - Feinsilber Auflage. Absolut unbeschädigt, mit sehr schöner leichter Patina. Dazu die passende Verleihungsurkunde "in Anerkennung seiner hervorragenden Tapferkeit und der besonderen Erfolge als Aufklärungsflieger" datiert 15. Oktober 1942.
Deutsches Kreuz in Gold leichte Ausführung der Fa. Zimmermann, Pforzheim. Rückseitig mit 4 Hohlnieten, innen auf der Nadel mit Hersteller "20", leicht getragen in sehr schönem Zustand. Dazu die große Verleihungsurkunde, ausgestellt 17. Oktober 1943. Weiterhin die Miniatur für den Zivilanzug, 16 mm, an langer Nadel.
Emailliertes Wappen für Angehörige der 2./(F)/100 für die Uniform, Darstellung: ein Adler mit Kamera über England, im Scheinwerfer der englische Löwe, an langer Nadel.
Großes Wappen für Angehörige der 2./(F)/100, Holz handgeschnitzt, Höhe ca. 17 cm. Dazu ein sehr schönes Foto, welches Breitlauch nach seinem 110 Feindflug zeigt, mit diesem Schild in de Hand, aufgenommen am 3. September 1942. Dieses Foto ist eingerahmt mit 4 zusammenhängenden Luftaufnahmen, die sein Flugzeug in der Höhe von 8000 Meter am 3.9.1942 gemacht hat. Gesamtmaß 35 x 100 cm.
Dazu das Flugbuch von Breitlauch, geführt vom 30.9.1940 bis zum 20.5.1944, insgesamt 551 Flüge und über 200 eingetragenen Feindflügen.
Dazu noch die Bestallungsurkunde zum Feldwebel, datiert 3.8.1943.
Alle Urkunden sind gefaltet, teils gelocht, Zustand 2/2-. Die Auszeichnungen sind alle getragen, in gutem Zustand.
Am 20.4.1942 wurde die Ju 88 von Breitlauch unter dem Kommando des Flugzeugführers Oberleutnant Ertel während eines Fernaufklärungsflug von einem russischen Jagdflugzeugs angegriffen. Der Luftkampf dauerte eine gute halbe Stunde und wurde aus großer Höhe bis in Bodennähe geführt. Bei seinem letzten Angriff stieß der schwer getroffene russische Jäger gegen das deutsche Flugzeug und riß ihm einen großen Teil des Seitenleitwerk ab. Der feindliche Jäger versuchte noch sein Flugzeug abzufangen, wurde aber durch den Borwaffenschützen mit mehreren Garben getroffen und explodierte. Das Flugzeug von Breitlauch konnte trotz Ausfall der Seitensteuerung nach 2-stündigem Flug bis zum Einsatzhafen gelangen und sicher landen. Hierzu ein sehr schönes Originalfoto der Besatzung (Breitlauch ganz rechts) vor dem gelandeten Flugzeug, der Schaden deutlich sichtbar. Dazu ein Teil des Seitenruders als Erinnerungsstück mit der aufgelegten Jahreszahl "20.4.42" sowie in Fotokopie der Zeitungsartikel aus dem "Völkischen Beobachter" vom 14. Juni 1942.
Aus der Nachkriegszeit noch die Miniaturen in der Ausführung 1957 2 x Deutsches Kreuz in Gold, 2 x Fliegerschützenabzeichen und Frontflugspange für Aufklärer in Gold mit Anhänger "200". Weiterhin der Bildband seines Kameraden bei der 2./(F)/100 Max Lagoda "Ein Blick in die Vergangenheit - Kriegserinnerungen eines Fernaufklärers aus Russland und dem Orient", in dem Breitlauch auch erwähnt wird.
Ein sehr schöner Nachlass direkt Privathand.