Wehrmacht Satz Stahlhelmnieten für das Helmfutter

3 Stahlhelmnieten, ohne Lackierung, gestempelt "D&C 1941", komplett mit den Zink- Unterlegscheiben ( diese sehr wahrscheinlich eine Nachkriegs-Anfertigung), Zustand 2-. Nur selten zu finden.
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€ 80,00

Wehrmacht Satz Stahlhelmnieten für das Helmfutter

Die Wehrmacht Stahlhelmnieten stellen ein wesentliches, wenn auch oft übersehenes Element der deutschen Militärausrüstung des Zweiten Weltkriegs dar. Diese kleinen technischen Komponenten erfüllten die entscheidende Funktion, das Modell 31 Innenfutter mit der Stahlhelmschale zu verbinden und waren somit für jeden Soldaten der Wehrmacht von grundlegender Bedeutung.

Die Entwicklung des neuen deutschen Stahlhelms wurde Anfang Juni 1935 abgeschlossen. Der Oberbefehlshaber des Heeres bezeichnete den neuen Helm als "Stahlhelm 35". Das Oberkommando des Heeres innerhalb der Wehrmacht des Dritten Reichs nahm den neuen Helm offiziell am 25. Juni 1935 an. Das M31-Innenfuttersystem erforderte drei Spaltnieten, um das Futter an der Helmschale zu befestigen. Frühe Innenfutter wurden hauptsächlich aus Aluminiumteilen hergestellt, die 1940 durch verzinkte Stahlteile ersetzt wurden.

Das Innenfutterband wird durch drei Nieten am Helm befestigt: zwei vorne und eine hinten. Die Nieten wurden zunächst aus Messing hergestellt, wurden aber bald durch Stahlnieten ersetzt. Die Nietensätze bestanden typischerweise aus drei Nieten mit drei Unterlegscheiben. Die dreiteiligen Nieten und Unterlegscheiben wurden aus Messingblech gefertigt und anschließend durch Galvanisierung verzinkt. Frühe Nieten bestanden aus Messing mit Zinkbeschichtung und wurden später zu Stahlnieten mit Zinkbeschichtung geändert. Frühe Produktionsnieten sind auch in kleinen Mengen aus Aluminium zu finden. Der Kopf der Niete ist abgerundet und in blaugrauer Farbe lackiert.

Die Löcher zur Aufnahme der Innenfutter-Halterungsnieten befinden sich in der hinteren Mitte des Helms und an jeder Vorderseite, leicht vor jeder Schläfe. Diese Nieten befestigten das Modell 31-Innenfuttersystem an den Wehrmacht-Stahlhelmen. Im Jahr 1934 wurde ein neues Innenfuttersystem für deutsche Helme eingeführt, nämlich das Modell 1931-Innenfutter. Das neue Innenfutter berücksichtigte die Kopfgröße eines Soldaten und nicht nur die Helmschalengröße. Das M31-Innenfutter besteht aus zwei ineinandergreifenden Metallbändern, die durch fünf Stahlfederblätter miteinander verbunden sind. Es wurde in M35-, M40- und M42-Helmen sowie in überholten M16/M18-Übergangshelmen während des gesamten Zweiten Weltkriegs verwendet.

Mehrere Hersteller produzierten diese Nieten, darunter: D & C - Dransfeld und Company, Menden (der häufigste Hersteller), S C - Schmöle und Company, Menden, und B & C - Beidermann und Czarkinkow, Berlin (Kriegsende, 1944). Die Niete ist auf der flachen Seite des Schafts mit dem Firmenstempel und dem Herstellungsjahr gestempelt. Dieser Satz ist mit "D&C 1941" gestempelt, was auf die Produktion durch Dransfeld & Company im Jahr 1941 hinweist.

In den ersten zwei Jahren nach ihrer Einführung wurden mehr als eine Million M1935-Helme hergestellt, und bis 1940 wurden Millionen weitere produziert. Die Nieten waren eine Standardkomponente für alle Wehrmacht-Helme mit dem M31-Innenfuttersystem, was bedeutet, dass während des gesamten Krieges Millionen von Nietensätzen produziert wurden. D & C - Dransfeld und Company, Menden, war der häufigste Nietenhersteller.

Dieser besondere Satz aus dem Jahr 1941 wurde während der Übergangszeit produziert, als Stahlnieten mit Zinkbeschichtung zum Standard wurden, was die kriegswirtschaftlichen Sparmaßnahmen widerspiegelt. Die Farbe des Nietenkopfes musste so genau wie möglich der Farbe des Helms entsprechen. Die Nieten wurden durch die drei Löcher in der Helmschale und dem äußeren Band des Innenfutters eingeführt. Eine flache Unterlegscheibe mit zwei rechteckigen Löchern wurde installiert, bevor die beiden Teile flach in entgegengesetzte Richtungen gebogen wurden. An der Innenseite haben die Nieten zwei Schenkel, die durch eine Unterlegscheibe geschoben und in entgegengesetzte Richtungen gebogen werden. Oft kann auf einem der Nietenschenkel eine Herstellermarke mit einem Jahr entdeckt werden. Das Gewicht der Niete und Unterlegscheibe beträgt etwa 3,5 Gramm.

Die Firma Dransfeld ist heute noch in Menden, Deutschland, als Dransfeld GmbH & Co. KG tätig, produziert jedoch nun Möbel und Metallprodukte anstelle von Militärkomponenten. Original-WWII-Nieten sind heute Sammlerstücke für die Helmrestaurierung. Moderne Reproduktionsnieten mit der Kennzeichnung "D&C 1941" werden in großem Umfang für die Helmrestaurierung und Reenactment-Zwecke hergestellt und verkauft.