Kriegsmarine Zweispitz für Offiziere aus dem Besitz des U-Boot Kommandanten und Ritterkreuzträger Friedrich Poske U-504

um 1938. Eleganter Zweispitz mit schwarzem Nadelfilzbezug, seitlich mit schwarzem Ripsband, komplett mit der seidenen gefalteten Kokarde schwarz/weiß/rot, Goldkantille und großem vergoldeten Knopf mit aufgelegtem Hoheitsadler. Innen braunes Schweißleder und weißes Seidenfutter, Größe 57. Leicht getragen, Zustand 2. Dazu der beschädigte Aufbewahrungskarton.

Hans-Georg Friedrich "Fritz" Poske (* 23. Oktober 1904; † 1. Oktober 1984).
1923 Eintritt in die Reichsmarine. 1927 Beförderung zum Leutnant zur See. Am 1. Januar 1939 wurde Poske zum Korvettenkapitän befördert. Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs war er Navigationsoffizier auf dem Linienschiff Schlesien und diente anschließend auf den Leichten Kreuzern Nürnberg und Königsberg. Von Juni bis Oktober 1940 war er Kommandant des als Minenleger eingesetzten Avisos Grille. Im November 1940 begann Poske seine Ausbildung zum U-Boot-Kommandanten, die bis Mai 1943 dauerte. Von Juli 1941 bis Januar 1943 unternahm er als Kommandant mit dem U-Boot U 504 Feindfahrten (01.1941: 4 Schiffe mit insgesamt 26.561 t versenkt, 07.1942: 6 Schiffe mit insgesamt 36.156 t versenkt)[1] und wurde für seine Erfolge am 6. November 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Er wurde am 1. Februar 1943 zum Fregattenkapitän befördert und diente dann als Kommandeur der 1. Unterseebootlehrdivision in Pillau. Am 1. Oktober 1943 folgte die Beförderung zum Kapitän zur See. Als Angehöriger des Marinewehramts geriet er im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er im März 1946 entlassen wurde. Nach dem Krieg weitere Karriere beim Bundesgrenzschutz See und Bundesmarine, letzter Dienstgrad Kapitän zur See, ab 1063 im Ruhestand. 
335869
€ 2.500,00