Preussen Kyffhäuser Kriegsdenkmünze 1914-1918

am Band, Zustand 2.
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20,00

Preussen Kyffhäuser Kriegsdenkmünze 1914-1918

Die Kyffhäuser-Kriegsdenkmünze 1914-1918 stellt ein bedeutendes Erinnerungsstück aus der Zeit des Ersten Weltkriegs dar und ist eng mit dem Kyffhäuserbund, einer der wichtigsten deutschen Veteranenorganisationen, verbunden.

Der Kyffhäuserbund der Deutschen Landeskriegerverbände wurde bereits 1900 gegründet und entwickelte sich zur größten Vereinigung ehemaliger Soldaten im Deutschen Kaiserreich. Benannt nach dem gleichnamigen Gebirge in Thüringen, wo 1896 das monumentale Kyffhäuser-Denkmal zu Ehren Kaiser Wilhelms I. errichtet wurde, symbolisierte der Bund die Verbundenheit mit preußisch-deutschen Militärtraditionen und dem Kaiserhaus.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918 stand der Kyffhäuserbund vor der Aufgabe, die Millionen heimkehrenden Soldaten zu betreuen und das Andenken an die Gefallenen zu bewahren. In diesem Kontext wurde die Kriegsdenkmünze 1914-1918 geschaffen, die den Veteranen des Weltkriegs als Erinnerungszeichen verliehen wurde.

Die Denkmünze wurde typischerweise an einem Band getragen, wie es bei militärischen Auszeichnungen üblich war. Das Design der Medaille griff dabei häufig patriotische Motive auf: Auf der Vorderseite fand sich meist das Kyffhäuser-Denkmal selbst oder andere nationale Symbole, während die Rückseite häufig die Jahreszahlen 1914-1918 sowie Inschriften wie “Für Treue und Verdienst” oder “Den Kämpfern zur Ehre” trug.

Im Gegensatz zu offiziellen staatlichen Auszeichnungen handelte es sich bei der Kyffhäuser-Kriegsdenkmünze um eine Verbandsauszeichnung, die von der privaten Organisation verliehen wurde. Dennoch besaß sie für die Träger eine hohe symbolische Bedeutung. Sie dokumentierte die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Frontsoldaten und stellte eine Form der gesellschaftlichen Anerkennung dar, besonders in einer Zeit, in der viele Veteranen mit den Folgen des verlorenen Krieges und der schwierigen Nachkriegszeit zu kämpfen hatten.

Der Kyffhäuserbund selbst entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einer massiven Organisation mit über einer Million Mitgliedern. Er pflegte ein konservativ-nationales Weltbild und stand der Republik häufig kritisch gegenüber. Die Verleihung der Kriegsdenkmünze war Teil eines umfassenderen Systems der Veteranenbetreuung, das auch Unterstützungsleistungen, Kameradschaftspflege und die Organisation von Gedenkveranstaltungen umfasste.

Die hier vorliegende Kriegsdenkmünze wird im Zustand 2 beschrieben, was in der numismatischen und militaria-sammlerischen Terminologie einen sehr guten Erhaltungszustand bezeichnet. Dies bedeutet, dass die Medaille nur minimale Gebrauchsspuren aufweist und sowohl die Prägung als auch das Band gut erhalten sind.

Das Band, an dem die Medaille getragen wurde, folgte meist den preußischen Farbtraditionen. Häufig verwendete man schwarz-weiße oder schwarz-weiß-rote Bänder, die auf die Farben Preußens und des Deutschen Kaiserreichs verwiesen. Die Art der Trageweise entsprach militärischen Konventionen: Die Medaille konnte an der Uniformjacke oder bei feierlichen Anlässen an der Zivilkleidung getragen werden.

Aus historischer Perspektive dokumentieren solche Kriegsdenkmünzen die Erinnerungskultur der Zwischenkriegszeit. Sie zeugen von dem Bedürfnis der Veteranen, ihre Kriegserfahrungen zu bewahren und in eine sinnstiftende Erzählung einzubetten. Gleichzeitig spiegeln sie die gesellschaftlichen Spannungen der Weimarer Republik wider, in der die Deutung des Krieges und seiner Folgen stark umstritten war.

Für Sammler und Historiker sind Kyffhäuser-Kriegsdenkmünzen heute wichtige Zeitdokumente. Sie ergänzen das Spektrum offizieller staatlicher Auszeichnungen und geben Einblick in die Organisationsstrukturen und das Selbstverständnis der Veteranenverbände. Die relativ große Verbreitung dieser Medaillen - im Gegensatz zu selteneren militärischen Orden - macht sie zu zugänglichen Sammlerstücken, die dennoch aussagekräftige historische Quellen darstellen.