Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold - April 1944

DinA4 Doppelblatt im gebrauchten Zustand.
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Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold - April 1944

Die vorliegende Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold aus dem April 1944 stellt ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges dar. Als DIN A4 Doppelblatt im gebrauchten Zustand dokumentiert es die bürokratische Verwaltung eines der wichtigsten Kriegsauszeichnungen des Deutschen Reiches.

Das Deutsche Kreuz wurde am 28. September 1941 durch Adolf Hitler gestiftet und stellte eine Zwischenstufe zwischen dem Eisernes Kreuz I. Klasse und dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dar. Es existierte in zwei Stufen: in Gold für Verdienste im Kampf und in Silber für Verdienste ohne direkte Feindberührung. Das Deutsche Kreuz in Gold war eine der begehrtesten Auszeichnungen der Wehrmacht und wurde für wiederholte Tapferkeit und Führungsleistung verliehen.

Verleihungslisten wie die vorliegende dienten der offiziellen Dokumentation und Bekanntgabe der Ordensverleihungen. Sie wurden in verschiedenen militärischen und zivilen Ebenen erstellt und weitergeleitet. Im April 1944 befand sich das Deutsche Reich in einer kritischen Phase des Krieges: An der Ostfront hatten die sowjetischen Offensiven bereits weite Teile der Ukraine zurückerobert, während die Westalliierten ihre Invasionsvorbereitungen für die Landung in der Normandie abschlossen.

Die bürokratische Abwicklung von Ordensverleihungen folgte strengen Vorschriften. Verleihungsvorschläge mussten über die Kommandoebenen weitergeleitet werden und wurden im Heeres-Verordnungsblatt sowie in anderen militärischen Publikationen veröffentlicht. Jede Verleihung wurde sorgfältig dokumentiert, wobei Name, Dienstgrad, Einheit und häufig auch die spezifischen Verdienste des Ausgezeichneten festgehalten wurden.

Das Format als DIN A4 Doppelblatt entspricht den standardisierten Verwaltungsvorgängen der Wehrmacht. Diese Listen wurden maschinenschriftlich erstellt, oft mit handschriftlichen Ergänzungen oder Korrekuren versehen und durch die zuständigen Kommandostellen beglaubigt. Der gebrauchte Zustand des vorliegenden Dokuments deutet auf seinen Dienstgebrauch hin – solche Unterlagen wurden zwischen verschiedenen Dienststellen weitergereicht, abgelegt und archiviert.

Bis zum April 1944 waren bereits Zehntausende Deutsche Kreuze in Gold verliehen worden. Die Verleihungskriterien wurden im Laufe des Krieges mehrfach angepasst. Ursprünglich war eine bestimmte Anzahl von Kampfeinsätzen oder Abschüssen erforderlich, doch mit zunehmender Kriegsdauer wurden auch außergewöhnliche Einzelleistungen honoriert. Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold fanden sich in allen Wehrmachtsteilen: Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine sowie in der Waffen-SS.

Solche Verleihungslisten besitzen heute mehrfachen historischen Wert. Sie dienen der militärgeschichtlichen Forschung, ermöglichen die Rekonstruktion von Einheitengeschichten und helfen bei der Verifizierung von Auszeichnungen. Für Sammler militärischer Dokumente stellen sie wichtige Primärquellen dar, die Einblick in die Verwaltungspraxis und die Anerkennungskultur der Wehrmacht geben.

Die Authentizität solcher Dokumente lässt sich anhand verschiedener Merkmale überprüfen: Papierqualität und -alterung, verwendete Schreibmaschinen und Schrifttypen, Stempel und Unterschriften sowie der formale Aufbau entsprechend den militärischen Vorschriften der Zeit. Echte Verleihungslisten weisen typischerweise Gebrauchsspuren, Ablagefalten und gelegentlich Archive-Stempel auf.

Im Kontext der Erinnerungskultur werfen solche Dokumente auch ethische Fragen auf. Sie dokumentieren ein System militärischer Auszeichnungen eines verbrecherischen Regimes, besitzen aber gleichzeitig unbestreitbaren Quellenwert für die historische Forschung. Ihre Bewahrung und wissenschaftliche Auswertung dienen dem Verständnis dieser dunklen Epoche deutscher Geschichte.

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