Panzerkampfabzeichen in Bronze - Miniatur

9 mm, Buntmetall, an langer Nadel, Zustand 2.
510073
60,00

Panzerkampfabzeichen in Bronze - Miniatur

Das Panzerkampfabzeichen in Bronze gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Die hier beschriebene Miniaturversion mit einer Größe von 9 mm stellt eine besondere Variante dieser Kampfauszeichnung dar, die vor allem zu repräsentativen Zwecken und im gesellschaftlichen Umfeld getragen wurde.

Das Panzerkampfabzeichen wurde am 20. Dezember 1939 durch den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Walther von Brauchitsch, gestiftet. Die Auszeichnung würdigte die besonderen Leistungen und den Einsatz der Angehörigen der Panzertruppen. Ursprünglich war das Abzeichen in drei Stufen verfügbar: Bronze (später Silber genannt), Silber (später in Stufe II umbenannt) und Gold für besondere Verdienste.

Die Stufe in Bronze wurde an Besatzungsmitglieder von Panzerkampfwagen, Panzerspähwagen und gepanzerten Selbstfahrlafetten verliehen, die an einer bestimmten Anzahl von Kampfeinsätzen teilgenommen hatten. Die Verleihungsbedingungen wurden im Laufe des Krieges mehrfach angepasst. Zunächst waren drei Einsatztage erforderlich, später wurde diese Zahl auf fünf erhöht. Alternativ konnte das Abzeichen auch für eine Verwundung im Panzerkampf oder für besondere Einzelleistungen verliehen werden.

Das reguläre Panzerkampfabzeichen hatte eine Größe von etwa 45-50 mm und zeigte einen Panzer Kampfwagen I oder II, umgeben von einem ovalen Eichenlaubkranz. Die hier vorliegende Miniaturausführung mit nur 9 mm Durchmesser reduziert diese Darstellung auf ein kleines, tragbares Format. Solche Miniaturen wurden typischerweise an einer langen Nadel befestigt und konnten an der Zivilkleidung, an Gesellschaftsanzügen oder an der Ausgehuniiform getragen werden, wenn das Tragen der regulären Orden und Ehrenzeichen nicht angebracht war.

Die Herstellung erfolgte aus Buntmetall, einer Kupferlegierung, die bronziert wurde, um die charakteristische Farbe der Stufe zu erreichen. Die Qualität der Ausführung variierte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt erheblich. Während frühe Stücke oft von hoher handwerklicher Qualität waren, nahm diese gegen Kriegsende aufgrund von Materialmangel und beschleunigter Produktion häufig ab.

Miniaturen von Orden und Ehrenzeichen hatten in der deutschen militärischen Tradition eine lange Geschichte. Sie ermöglichten es Trägern, ihre Auszeichnungen auch in Situationen zu präsentieren, in denen das Tragen der großen Versionen unpassend gewesen wäre. Die Miniaturausführungen wurden oft privat erworben und waren nicht immer offiziell reguliert, was zu einer großen Vielfalt in Ausführung und Qualität führte.

Der Zustand 2 der beschriebenen Miniatur deutet auf ein gut erhaltenes Exemplar hin, das sichtbare Gebrauchsspuren aufweist, aber keine wesentlichen Beschädigungen zeigt. Dies ist typisch für Stücke, die tatsächlich getragen wurden, aber gut gepflegt waren.

Aus historischer Perspektive dokumentiert das Panzerkampfabzeichen die zentrale Rolle, die die Panzertruppen in der deutschen Kriegsführung spielten. Die Entwicklung der Panzerwaffe von den frühen leichten Panzern bis zu den schweren Kampfpanzern der späten Kriegsjahre spiegelt sich in den verschiedenen Versionen und Verleihungskriterien des Abzeichens wider.

Heute sind solche Miniaturen gesuchte Sammlerstücke, die wichtige Zeugnisse der Militärgeschichte darstellen. Sie erlauben Einblicke in die Auszeichnungspraxis, die Materialverwendung und die handwerklichen Fertigkeiten der Zeit. Für die wissenschaftliche Aufarbeitung sind sie von Bedeutung, da sie helfen, die militärische Kultur und die Bedeutung von Auszeichnungen im gesellschaftlichen Kontext zu verstehen.