Wehrmacht 3 Stahlhelmnieten für das Helmfutter ( Neuanfertigung )
Die vorliegenden Stahlhelmnieten stellen eine Nachkriegsanfertigung dar, die als Ersatzteile für historische deutsche Stahlhelme des Zweiten Weltkriegs produziert wurden. Diese sandfarben lackierten Nieten unterscheiden sich bewusst von den originalen Kriegsexemplaren und dokumentieren die anhaltende Sammler- und Restaurierungstätigkeit im Bereich militärhistorischer Ausrüstung.
Die ursprüngliche Funktion dieser Nieten war die Befestigung des Helmfutters am Stahlhelm. Das Innenband des Helms wurde durch insgesamt drei Nieten am Helmkörper fixiert: zwei im vorderen Bereich und eine im hinteren Teil. Die Löcher zur Aufnahme dieser Befestigungsnieten befanden sich in der hinteren Mitte des Helms sowie an beiden vorderen Seiten, jeweils leicht vor den Schläfen positioniert. Diese Konstruktionsmethode kam bei allen Helmtypen zum Einsatz, die während der Zeit des Dritten Reichs produziert wurden, einschließlich der Modelle M35, M40 und M42, sowie bei den meisten Übergangsmodellen wie dem M16 und M18.
Im Jahr 1934 führte die Wehrmacht ein neues Futtersystem für deutsche Stahlhelme ein, das als Modell 1931 bezeichnet wurde. Die Nieten bildeten dabei unverzichtbare Hardwarekomponenten zur Sicherung dieses M31-Futtersystems am Helmkörper während des gesamten Zweiten Weltkriegs. Die Oberkommandos der Armee innerhalb der Wehrmacht des Dritten Reichs akzeptierten den neuen Helm offiziell am 25. Juni 1935, der alle anderen im Dienst befindlichen Helme ersetzen sollte. In den ersten beiden Jahren nach seiner Einführung wurden mehr als eine Million M1935-Helme hergestellt, und Millionen weitere wurden bis 1940 produziert, als die grundlegende Konstruktion und die Produktionsmethoden geändert wurden.
Die originalen Kriegsnieten wurden aus Messingblech gefertigt und anschließend durch Galvanisierung verzinkt. Zunächst wurden die Nieten aus Messing hergestellt, doch diese wurden bald durch Stahlnieten ersetzt. Spätere Nieten bestanden aus Aluminium und anschließend aus verzinktem Stahl. Die dreiteilige Niete mit Unterlegscheibe wies einen abgerundeten Kopf auf, der in einem blaugrauen Farbton lackiert war, um der militärischen Standardausgabe zu entsprechen. Die Farbe des Nietenkopfes musste so genau wie möglich mit der Farbe des Helms übereinstimmen.
Die technische Konstruktion der Nieten zeigte auf der Innenseite zwei Schenkel, die durch eine Unterlegscheibe geschoben und in entgegengesetzte Richtungen gebogen wurden. Die Niete war auf der flachen Seite des Schafts mit dem Firmenstempel und dem Herstellungsjahr gestempelt. Häufig konnte man auf einem der Nietenschenkel eine Herstellermarkierung mit Jahresangabe entdecken. Das Gewicht einer Niete mit Unterlegscheibe betrug etwa 3,5 Gramm. Jeder Nietenkopf maß 13 Millimeter im Durchmesser, während die Unterlegscheibe einen Durchmesser von 11 Millimetern aufwies. Die Nieten wurden so verpackt, dass die lackierten Köpfe nicht beschädigt wurden.
Das beschriebene Reproduktionsset unterscheidet sich deutlich von originalen Kriegsnieten durch seine sandfarbene Lackierung, die nicht dem historischen Standard entspricht. Diese bewusste Abweichung kennzeichnet das Objekt eindeutig als Nachkriegsanfertigung. Originale Kriegsnieten waren blaugrau lackiert, um der Helmfarbe zu entsprechen, während die vorliegende Reproduktion eine sandfarbene Lackierung aufweist, die als nicht-standardmäßig gilt.
Das ursprüngliche Futtersystem blieb bis in die 1980er Jahre bei den deutschen und österreichischen Armeen im Einsatz. Heute sind originale Kriegsnieten zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Der heutige Markt umfasst sowohl originale Kriegsexemplare als auch Nachkriegsreproduktionen wie das beschriebene Objekt. Die fortlaufende Produktion von Reproduktionsteilen für Restaurierungs- und Reenactment-Zwecke zeigt sich in der Verfügbarkeit von Replikaten der Nieten für die deutschen Helme M35, M40 und M42 mit Herstellermarkierungen, die typischerweise in Sets von drei Stück angeboten werden.