Wehrmacht großer Nachlass aus dem Besitz des Generalmajor und Afrikakorps Kommandeur Otto Deindl, im 1. Weltkrieg bayerischer Flugzeugführer
Bayerisches Abzeichen für Militär-Flugzeug-Führer. Es handelt sich um eine ganz frühe Fertigung, hergestellt aus einem Kaiserlichen Flugzeugführerabzeichen. Buntmetall hohlgeprägt versilbert und hohl verbödet, die Kaiserkrone wurde sauber entfernt und durch eine bayerische Krone ersetzt. Rückseitig an Nadel mit Nadelsicherung. Eine typische Fertigung aus der Zeit des Beginn des 1. Weltkrieges, als die bayerischen Flugzeugführer noch keine bayerischen Abzeichen erhalten haben. Dazu das seltene Besitzzeugnis vom 27.9.1914, mit Originalunterschrift des Generalmajors z.D. Heinemann.
2 Flugzeugführerzeugnisse für L.V.G.-Doppeldecker (100 PS Mercedes) vom 28.8.1914, 8.9.1914.und 25.9.1914.Doppelblätter mit Stempel und OU Oberstleutnant Engelhardt.
Vorläufiges Besitzzeugnis zum Eisernen Kreuz 1. Klasse 1914 für Leutnant Deindl beim Kampfgeschwader Nr. 2 O.H.L. Mit Dienstsiegel des Chefs des Feldflugwesens und Originalunterschrift Oberstleutnant Thomsen. Dazu das Besitzzeugnis vom 8.3.1916.
Verleihungsurkunde zum EK 2. Klasse 1914. Datiert vom 28.12.1914, für den Leutnant Deindl, Feldfliegerabteilung VI B.
Vorläufiges Besitzzeugnis zum Eisernen Kreuz 1.Klasse vom 20.7.1916 (!), mit OU des Chefs des Feldflugwesens, Oberstleutnant Thomsen. Besitzzeugnis zum Eisernen Kreuz 1.Klasse vom 8.3.1916, mit OU des Kommandeurs Kampfgeschwaders 2, Hauptmann Kastner.
Verleihungsurkunde zum Bayerischen Militär-Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern vom 2.3.1915, mit FU des Ordens-Großkanzlers Frh. v. Kress.
Verleihungsurkunde zum österreichischen Militär-Verdienstkreuz 3.Klasse mit der KD 3.Klasse vom 2.1.1918, mit Papiersiegel und FU des Oberstkämmerers.
Verleihungsurkunde zum Bayerischen Militär-Verdienstorden 4.Klasse mit der Krone und mit Schwertern vom 8.4.1918, mit FU des Ordens-Großkanzlers v. Hellingrath. Dazu die Bestätigung der Ordensverleihung durch das bayerischen Kriegsarchiv vom 2.11.1934.
Bestätigung der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz durch das Bayrische Kriegsarchiv vom 3.11.1934.
Verleihungsurkunde zum Ehrenkreuz für Frontkämpfer vom 1.12.1934.
Verleihungsurkunde zur Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, mit OU des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 4, General der Artillerie v. Reichenau.
5-teilige Miniaturenkette: Bayerischer Militär-Verdienstorden mit Krone und Schwertern; Eisernes Kreuz 2.Klasse 1914; Österreichisches Militärverdienstkreuz mit KD; Abzeichen für Militär-Flugzeugführer 1913-21; Verwundetenabzeichen in Schwarz 1.Wk. 2 Miniaturen des EK 1.Klasse 1914-18. Versilbert, an Broschierungen.
Wehrmacht 2 Dienstauszeichnungen für 18 und 4 Dienstjahre. Versilbert, ohne Bänder. Dazu 1 versilberter Wehrmachtsadler für ein Band.
Verleihungsurkunde zur Dienstauszeichnung 1.-4. Klasse vom 2.10.1936 und OU des Kommandeurs der 7.Division, Generalleutnant Halder.
Wiederholungsspange zum Eisernen Kreuz 2.Klasse 1939, 2. Form. Buntmetall versilbert, auf Einknöpfband mit Splinten befestigt. Dazu die Verleihungsurkunde vom 17.6.1940. Verleihungsurkunde für die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse 1939. Datiert 15. September 1942. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der Panzerarmee Afrika "Rommel". Dazu das Glückwunschschreiben Generalfeldmarschall Rommels vom 16.9.1942 für die Abwehr des gegen die Festung Tobruk gerichteten Angriffs. Auf Briefbogen der Panzerarmee Afrika und mit Originalunterschrift Erwin Rommels. Dazu diesbezügliche Abschrift.
2 Ärmelbänder "AFRIKA". Maschinengestickte Ausführungen auf Kamelhaartuch. Beide leicht getragen, Zustand 2. Dazu die Verleihungsurkunde vom 22.1.1944 , mit Originalunterschrift General d, Inf, Schroth. Dabei der Verleihungsantrag vom 18.5.1943 mit Verleihungsvermerk vom 3.9.1943.
2 Ärmelbänder "AFRIKAKORPS". Metallfaden-gewebte Originalausführungen. Beide leicht getragen, Zustand 2. Dazu 2 große PK-Fotos von General Deindl bei der Ankunft in Afrika, rückseitig beschriftet März 1942..
Verleihungsurkunde zum Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse mit Schwertern. Datiert 20. April 1944. Mit Dienstsiegel und Originalunterschrift General der Infanterie Schroth.
Verleihungsurkunde zum Kriegsverdienstkreuz 2.Klasse mit Schwertern vom 1.9.1942 durch das OKH, mit OU des Generals d. Inf. Keitel. Dazu Glückwunschschreiben des OK der Deutsch-Italienischen Panzerarmee vom 1.11.1942.
1 Paar Schulterstücke für Generalmajore. Ausführung in vergoldeten Metallfäden/Silber Geflecht, zum einnähen.
Feldspange aus dem 2. Weltkrieg mit 8 Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 1914 2. Klasse mit Wiederholungspange "1939", Bayern MVO 4. Klasse mit Krone und Schwerter, Österreich Militärverdienstorden, Wehrmacht Dienstauszeichnung für 25 und 12 Jahre mit aufgelegten Bandadlern, Medaille zur Erinnung 1.10.1938. Dazu eine weitere Feldspange aus dem 1. Weltkrieg mit 4 Auszeichnungen.
Kranz für Mütze der Generale (gebrochen), Aluminium vergoldet; Miniatur eines Studentenzipfels; Bandstück zur italienisch-deutschen Afrika-Feldzugsmedaille; Miniatur des HJ-Leistungsabzeichen 1.Stufe, Zink an Nadel, Band zum Kriegsverdienstkreuz 2.Klasse; Brosche für Rot-Kreuz-Helferinnen; Anstecknadel Rotes Kreuz 1934-37.
Wehrmacht Soldbuch, ausgestellt am 19.08.1939. Mit Eintragungen sämtlicher Auszeichnungen, Beförderung zum Generalmajor 1942, letzte Eintragung Wehrsold am 1.11.1945.. Dazu Militär - Führerschein vom 21. März 1935. Mit sehr schönem Uniformfoto als Major, das Bayrische Flugzeugführerabzeichen au dem Nachlass ist deutlich erkennbar !
Italien Kolonial-Verdienstorden vom Stern von Italien, Satz der Großoffiziere. Das Halskreuz Silber vergoldet und Emaille, an konfektioniertem Halsband. Getragen, die Emaille oben an der Spitze beidseitig mit leichtem Emailleschaden unter der Kronenaufhängung. Der Bruststern versilbert mit vergoldeten und emaillierten Auflagen, an Nadel. Getragen, mit leichten Emailleschäden, rückseitig ist die aufgesetzte Schmuckplatte ist verbogen. Der Ordenssatz zusammen mit 2 Feldspangen und Auflagen in braunem Verleihungsetui mit Herstellerbezeichnung des Juweliers Cravanzola,Rom. Dazu die Verleihungsurkunde vom 7.5.1942 mit OU des Ordenskanzlers, sowie Übersendungsschreiben vom 5.6.1942 und Glückwunschschreiben des OK der Panzerarmee vom 29.8.1942. Originalfoto Generalmajor Deindl in Tropenuniform mit dem angelegten italienischen Orden. Dazu 4 weitere Fotos General Deindl in Afrika zusammen mit dem italienischen Duce Benito Mussolini.
Verleihungsurkunde zur Medaglia d'Argento Al Valore Militare (Silberne Tapferkeitsmedaille). Datiert 31. Januar 1943. Dazu zwei deutsche Begleitschreiben, mit Übersendungsschreiben des Stellv. Generalkommandos IV.Armeekorps vom 14.5.1943 und Erlass zur Erteilung der Auszeichnung.
Wehrmacht Gehänge zum Offiziersdolch (Heer). Silbertresse auf feldgrauem Samt, versilberte Zinkbeschläge.
Patent zum Fähnrich vom 24.06.1911, Doppelblatt mit Insiegel. Patent zum Leutnant vom 28.10.1912. Doppelblatt mit Insiegel und OU Prinz Luitpold. Patent zum Oberleutnant vom 16.3.1916. Doppelblatt mit Insiegel,, mit Insiegel und OU.
Weimarer Republik Ernennungsurkunde des Staatsministeriums des Innnern zum Polizeihauptmann vom 18.12.1930, mit OU Dr. Stützel.
Anstellungsurkunde zum Major des Reichsheers vom 26.2.1935, mit Insiegel und OU des Reichswehrministers v. Blomberg.
Wehrmacht Ernennungsurkunde zum Oberstleutnant bei der Kraftfahr-Abteilung Straubing vom 1.6.1938, mit Siegel und Originalunterschrift des Reichskanzlers "Adolf Hitler" und Gegenzeichnung v.Blomberg.
Beförderungsurkunde zum Oberst vom 30.9.1937, mit Siegel und Originalunterschrift des Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler" mit Gegenzeichnung von Brauchitsch.
Doppelblatt in Umschlag mit eingeprägtem goldenen Doppeladler.
Postkarte mit Bild von Generalfeldmarschall v. Hindenburg mit OU in Tinte.
Großes Foto von General Erich Ludendorff mit Großes Foto von General Erich Ludendorff mit Unterschrift "Ludendorff" sowie handschriftlicher Widmung "Zur Erinnerung an den 22.12.37 Mathilde Ludendorff". Gerahmt unter Glas.
Foto Generalmajor Schatz mit Ritterkreuz und Deutschem Kreuz, rückseitig datiert Dez. 1944 mit Originalunterschrift.
Konvolut Dokumente aus der Zwischenkriegszeit (14): Dabei Staatsangehörigkeitsausweis des Freistaates Bayern vom 31.10.1923; Erlaubnis des bayr. Staatsministeriums zum Tragen der Uniform der Flieger-Truppen vom 23.4.1921; Ausweise für die Entlassung us dem aktiven Heeresdienstes durch das II.bayr.A.K. vom 21.5.1920 und 22.9.1920; Abschrift der Anstellung als Major bei der Kraftfahr-Abteilung Straubing durch das Wehrkreiskommando VII vom 20.2.1935; Glückwunschschreiben des Chefs des Stabes der Inspektion für Heeresmotorisierung im Reichswehrministerium zur Versetzung in die Armee vom 21.3.1935; Schreiben des Oberbürgermeisters von Augsburg zur Weggang Deindls in eine andere Stellung vom 8.2.1938; Hochzeitszeitung zur Vermählungsfeier mit Texten der Tafellieder vom 4.2.1924.
Konvolut Dokumente aus der Zeit des 2.Weltkriegs (15): Schreiben des Verbindungsoffiziers beim ital. Oberkommando Nordafrika vom 1,6.1942; Sonder-Standortbefehle als Standortältester der Panzer-Armee Afrika; Abschrift eines Anerkennungsschreibens durch den Oberbefehlshaber der Panzerarmee Afrika GFM Rommel vom 19.9.1942; Fernschreiben Tobruk vom 2.10.1942 über die Erkrankung Deindls mit Bitte um baldige Ersatzzuweisung; Schreiben Deindls als Wehrmacht- und Festungskommandant von Posen wegen einer eventuellen Beförderung im Hinblick auf seine Verantwortlichkeiten in Nordafrika; Wehrmachtsärztliches Zeugnis zur Verlegung Deindls wegen Krankheit nach Europa; Glückwunschtelegramm GFM Rommels zum Geburtstag Deindls; Glückwünsche des Offizierskorps der Festungs-und Wehrmachtskommandantur Posen mit vielen Unterschriften und Aquarell; Schreiben des Kompanieführers Ltn. v.Bülow (= nach dem Krieg bekannt als Loriot!) wegen des Todes von Deindl`s Sohn Uffz. Herbert Deindl an die Ehefrau des Generals vom 19.10. und Mitteilung der posthumen Beförderung zum Fähnrich vom 29.10.1944, sowie Beileidsschreiben des Generals der Polizi v. Grolmann an die Eltern vom 20.11.1944.
Dokumente der Nachkriegszeit. Korrespondenz Deindls aus dem Kriegsgefangenenlager Garmisch PWE 8 an Familienangehörige; Gesuche um Befürwortung zur Entlassung aus dem Kriegsgefangenenlager; Mehrere Eidesstattliche Erklärungen zur Vorlage bei der Spruchkämmer 1946/47, dabei u.a. Fürst Fugger, Frh. v. Waldenfels, Generalmajor Krieger, General Bodenschatz u.a.; Beglaubigter Auszug aus dem Soldbuch mit OU Gen. d. Inf. Petersen und Oberst i.G. Frank; Todesanzeige und Danksagung der Familie vom 17.6.1947.
Glückwunschtelegramm Generalfeldmarschall Rommels an Generalmajor Deindl zum Geburtstag, datiert 23.11.1942.
Gezeichnete Glückwunschkarte des Offizierskorps der Festungs- Wehrmachtskommandantur Posen an Generalmajor Deindl zum Jahreswechsel 1945. Mit Originalunterschriften sämtlicher Offiziere.
Große farbige Porträtzeichnung Generalmajor Otto Deindl in weißer Sommeruniform, mit Künstlersignatur, datiert 1942. Im zeitgenössischen Rahmen unter Glas.
Hochinteressantes und sehr umfangreiches Konvolut dieses tapferen Fliegeroffiziers und Generalmajors in Rommels Afrikakorps.
Otto Deindl (23.11.1890-14.6.1947) trat am 1.10.1910 in das bayerische Inf.Reg. 16 ein und wurde als Leutnant am 2.2.1914 in das bayer. Luft- und Kraftfahr-Bataillon versetzt. Nach der Ausbildung als Flugzeugführer wurde er im Kampfgeschwader 2 und danach bei verschiedenen anderen Einheiten eingesetzt. Danach leitete er die Fliegerschule3 in Fürth, anschließend die Fliegerschule 1 in Schleißheim. Nach Ende des 1.Weltkriegs trat er zur bayer. Landespolizei über und wurde am 1.5.1935 als Major in die Reichswehr übernommen und wurde Kommandeur der Panzer-Abwehrabteilung 27. Als Oberst nahm er verschiedene Dienstposten wahr. Am Einsatz in Nordafrika nahm er als Generalmajor teil und wurde am 7.3.1943 wieder in die Führerreserve versetzt. Am 21.4.1943 wurde er zum Kommandant des Truppenübungsplatzes Bitch ernannt und am 13,8.1944 zum Wehrmacht-Kommandant Posen und am 1.10.1944 zum Festungskommandant Posen. Nach weiteren Aufgaben geriet er am 8.5.1945 in Gefangenschaft in welcher er am 14.6.1947 verstarb.