Reichsbahn Wasserschutz Dolch Modell 1938 für Reichsbahnschutzführer im höheren Dienst

Es handelt sich hierbei um eine Fertigung der Fa. Eickhorn, Solingen. Die Fertigung ist identisch mit den regulären Reichsbahn Wasserschutz Dolchen, allerdings alle Beschläge in vergoldeter Ausführung! Die Griff- und Scheidenbeschläge in Buntmetall vergoldet, schwarzes Griffstück. Vernickelte Klinge mit Herstellerbezeichnung "Original Eickhorn Solingen". Komplett mit dem besonderen Gehänge aus Silbertresse mit vergoldeten Beschlägen und dunkelblauer Samttuch Unterlage. Leicht getragen, in sehr schönem Zustand.


Die Deutsche Reichsbahn unterhielt im III. Reich mehrere Eisenbahnfähren, die zwischen Deutschland und Dänemark verkehrten. Die wenigen Bahnschutzführer, die auf diesen Schiffen Dienst taten trugen diesen Dolch zusammen mit einer marineähnlichen dunkelblauen Uniform. Der Dolch für Reichbahn Wasserschutzführer in Gold für den höheren Dienst war nur für Beamte ab Reichsbahnschutzführer vorbehalten (Dienstgrad vergleichbar mit einem Generalmajor). Wahrscheinlich hat es nicht mehr als 3-4 Träger gegeben, mit Sicherheit einer der seltensten Dolche des III. Reiches.
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Reichsbahn Wasserschutz Dolch Modell 1938 für Reichsbahnschutzführer im höheren Dienst

Der Reichsbahn Wasserschutz Dolch Modell 1938 in vergoldeter Ausführung für den höheren Dienst gehört zu den außergewöhnlichsten Blankwaffen des Dritten Reiches. Gefertigt von Carl Eickhorn, Solingen, repräsentiert dieses Stück eine äußerst seltene Variante, die ausschließlich für Beamte im Rang eines Reichsbahnschutzführers und höher vorbehalten war.

Die Bahnschutzpolizei entstand 1939 durch die Zusammenlegung der Bahnpolizei und des Reichsbahnschutzes. Innerhalb dieser Organisation bildete der Reichsbahn Wasserschutz eine besondere Untereinheit, deren Aufgabe die Überwachung von Bahnanlagen in der Nähe von Häfen, Kanälen und Binnenwasserstraßen war. Besonders bedeutsam waren dabei die Eisenbahnfährverbindungen, die die Fehmarnbelt-Querung und andere Wasserstraßen bedienten.

Das vorliegende Exemplar wurde von der Firma Eickhorn in Solingen hergestellt, einem der renommiertesten Hersteller von Blankwaffen in Deutschland. Die Klinge trägt die charakteristische Markierung "Original Eickhorn Solingen" auf der Rückseite des Gefäßes. Bei frühen Produktionen zwischen 1935 und 1941 zeigte das Eickhorn-Markenzeichen ein Eichhörnchen mit einem nach unten zeigenden Schwert über dem Text "original" und unter "Eickhorn Solingen".

Die technischen Merkmale dieses Dolches sind präzise dokumentiert. Mit einer Gesamtlänge von 40,2 Zentimetern verfügt er über eine zweischneidige, vernickelte Klinge. Der schwarze Griff aus Kunststoffmaterial weist doppelte gedrehte Rillen auf. Der ovale, zweiteilige Knauf zeigt ein Sonnenrad-Hakenkreuz auf der Oberseite. Das Parierstück trägt das geflügelte Rad-Emblem der Deutsche Reichsbahn mit Adlerkopfgestaltung.

Was diese vergoldete Variante von der Standard-Ausführung unterscheidet, sind ausschließlich die Metallbeschläge. Während reguläre Reichsbahn Wasserschutz Dolche vernickelte oder versilberte Beschläge für alle Ränge aufwiesen, sind bei dieser Version alle Gefäß- und Scheidenbeschläge aus vergoldetem Buntmetall gefertigt. Das zugehörige Portepee besteht aus Silbertresse mit vergoldeten Beschlägen auf dunkelblauer Samtunterlage und unterscheidet sich damit deutlich von Standardmustern.

Die Rangstruktur der Bahnschutzpolizei folgte der traditionellen deutschen Beamtenhierarchie mit höherem Dienst, gehobenem Dienst, mittlerem Dienst und einfachem Dienst. Der Rang des Reichsbahnschutzführers befand sich in der höchsten dieser Kategorien. Die Angehörigen des Wasserschutzes trugen anstelle der üblichen Bahnschutzpolizei-Uniform eine marineähnliche dunkelblaue Uniform, die ihrer besonderen Verwendung auf Fährschiffen und Wasserfahrzeugen entsprach.

Während des Zweiten Weltkriegs dienten die meisten Mitglieder der Bahnschutzpolizei in den besetzten osteuropäischen Gebieten. Die Organisation war für die Sicherheit der Bahnanlagen verantwortlich und sollte Spionage und Sabotage verhindern. Die Wasserschutz-Einheit stellte dabei einen hochspezialisierten Teilbereich dar, dessen Angehörige sowohl polizeiliche als auch maritime Aufgaben wahrnahmen.

Nach 1945 wurde die Bahnschutzpolizei mit dem Ende des Dritten Reiches aufgelöst. Die Deutsche Reichsbahn bestand in Ostdeutschland bis 1994 fort, während Westdeutschland die Deutsche Bundesbahn gründete. Eisenbahnfährverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark wurden nach dem Krieg im zivilen Betrieb fortgeführt, darunter die Route Großenbrode-Gedser von 1951 bis 1963 und anschließend Puttgarden-Rødby von 1963 bis 2019.

Dolche und Blankwaffen aus dem Dritten Reich entwickelten sich zu begehrten Sammlerobjekten. Aufgrund der extrem begrenzten Produktion gehört der Reichsbahn Wasserschutz Dolch zu den seltensten Stücken dieser Kategorie. Die vergoldete Variante für den höheren Dienst stellt innerhalb dieser bereits raren Gruppe noch einmal eine besondere Ausnahme dar, da sie ausschließlich für die höchsten Ränge einer ohnehin kleinen Spezialeinheit bestimmt war.

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