Wort und Brauch im deutschen Heer,
“Wort und Brauch im deutschen Heer” stellt ein bedeutendes Werk der deutschen Militärgeschichtsschreibung dar, das erstmals 1943 veröffentlicht und bis in die Nachkriegszeit hinein mehrfach aufgelegt wurde. Das vorliegende Exemplar der 6. Auflage von 1967 dokumentiert die anhaltende Relevanz dieses militärhistorischen Standardwerks.
Das Buch behandelt die Traditionen, Bräuche und Terminologie des deutschen Heeres über verschiedene Epochen hinweg. Die Autoren Richard und Herbert Knötel gelten als renommierte Militärhistoriker und Illustratoren, die durch ihre detailgetreuen Uniformdarstellungen und historischen Studien bekannt wurden. Die Knötel-Familie war über Generationen hinweg in der Dokumentation deutscher Militärgeschichte tätig.
Die Hamburger Verlagslandschaft der Nachkriegszeit war geprägt von der Aufarbeitung deutscher Geschichte. Der Verlag Schulz etablierte sich als wichtiger Herausgeber militärhistorischer Literatur. Die Tatsache, dass dieses Werk 1967 bereits in der 6. Auflage erschien, zeugt vom anhaltenden Interesse an der deutschen Militärgeschichte trotz der politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.
Inhaltlich erfasst das Werk die sprachlichen Eigenarten des deutschen Militärs, von der preußischen Zeit bis zur Wehrmacht. Es dokumentiert Begrifflichkeiten, die teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen und sich über die verschiedenen politischen Systeme hinweg erhielten. Besonders wertvoll sind die ethnographischen Aspekte des Militärlebens: Rituale, Zeremonien und den Kodex des Soldatentums betreffende Traditionen.
Die Zeichnungen der Knötels verleihen dem Werk zusätzlichen dokumentarischen Wert. Sie illustrieren nicht nur Uniformen und Ausrüstung, sondern auch zeremonielle Abläufe und das tägliche Leben in der Kaserne. Diese visuellen Quellen sind für die Militärgeschichtsforschung von unschätzbarem Wert, da sie Details festhalten, die in schriftlichen Quellen oft übersehen werden.