III. Reich - Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler 3. Stufe mit Schwertern - Verleihungsurkunde mit weiteren Papieren

für einen spanischen Leutnant, ausgestellt am 5.6.1939. In der originalen Verleihungsmappe mit Hoheitsadler, mit Versandumschlag, den Verleihungsstatuten von 1939 und der deutschen und spanischen Übersetzung der Bescheinigung über den Empfang, diese jedoch blanko; Zustand 2.
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III. Reich - Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler 3. Stufe mit Schwertern - Verleihungsurkunde mit weiteren Papieren

Das Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler 3. Stufe mit Schwertern stellt eine bedeutende Auszeichnung des nationalsozialistischen Deutschlands dar, die in der Zeit unmittelbar vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Diese besondere Auszeichnung dokumentiert die diplomatischen und militärischen Beziehungen zwischen dem Dritten Reich und dem franquistischen Spanien während einer entscheidenden Phase der europäischen Geschichte.

Der Orden vom Deutschen Adler wurde am 1. Mai 1937 durch Adolf Hitler gestiftet und war ausschließlich für die Auszeichnung von Ausländern bestimmt, die sich um das Deutsche Reich verdient gemacht hatten. Diese Auszeichnung unterschied sich grundlegend von anderen deutschen Orden, da sie explizit nicht an deutsche Staatsangehörige verliehen werden durfte. Der Orden umfasste ursprünglich fünf Stufen, später erweitert auf acht Stufen, und konnte sowohl in einer Friedens- als auch in einer Kriegsausführung mit Schwertern verliehen werden.

Die 3. Stufe des Ordens stellte eine mittlere, aber dennoch bedeutende Rangstufe dar. Sie wurde typischerweise an Personen verliehen, die sich durch besondere Verdienste um die deutsch-ausländischen Beziehungen ausgezeichnet hatten. Die Ausführung mit Schwertern kennzeichnete dabei ausdrücklich militärische Verdienste und wurde an Angehörige ausländischer Streitkräfte vergeben.

Das Verleihungsdatum 5. Juni 1939 ist von besonderer historischer Bedeutung. Zu diesem Zeitpunkt war der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) gerade erst am 1. April 1939 offiziell beendet worden. Die nationalsozialistischen und faschistischen Mächte, insbesondere das Deutsche Reich und Italien, hatten General Francisco Franco und seine nationalistischen Truppen massiv unterstützt. Deutschland entsandte die Legion Condor, eine Luftwaffeneinheit, die entscheidend zum Sieg der Nationalisten beitrug.

Die Verleihung an einen spanischen Leutnant im Juni 1939 erfolgte somit in der unmittelbaren Nachkriegsphase und war Teil der diplomatischen Anerkennungen für die militärische Zusammenarbeit während des Bürgerkriegs. Viele spanische Offiziere, die mit deutschen Einheiten zusammengearbeitet oder sich in den Augen der deutschen Führung besonders ausgezeichnet hatten, erhielten solche Auszeichnungen.

Die originale Verleihungsmappe mit dem charakteristischen Hoheitsadler des Dritten Reichs zeigt die offizielle Natur der Verleihung. Diese Mappen wurden speziell für die feierliche Übergabe solcher Auszeichnungen angefertigt und trugen die nationalsozialistischen Hoheitssymbole. Der beigefügte Versandumschlag deutet darauf hin, dass die Auszeichnung möglicherweise auf diplomatischem Weg übermittelt wurde.

Besonders bemerkenswert sind die enthaltenen Verleihungsstatuten von 1939, die die genauen Bestimmungen für die Verleihung und das Tragen des Ordens regelten. Diese Statuten waren mehrfach überarbeitet worden und legten fest, welche Verdienste für welche Stufe des Ordens qualifizierten. Die Tatsache, dass sowohl eine deutsche als auch eine spanische Übersetzung der Empfangsbescheinigung beiliegen, unterstreicht den internationalen Charakter dieser Auszeichnung und die Bedeutung, die das Deutsche Reich der korrekten diplomatischen Abwicklung beimaß.

Der Orden vom Deutschen Adler wurde während seiner Existenz an zahlreiche ausländische Persönlichkeiten verliehen, darunter Staatsoberhäupter, Diplomaten, Industrielle und Militärs. Zu den bekannteren Empfängern gehörten Henry Ford (1938), verschiedene japanische Würdenträger und eben auch spanische Offiziere. Die Auszeichnung diente als Instrument der nationalsozialistischen Außenpolitik und sollte Loyalitäten festigen und politische Beziehungen vertiefen.

Nach 1945 wurde der Orden vom Deutschen Adler durch das Kontrollratsgesetz Nr. 1 verboten, das alle nationalsozialistischen Organisationen und ihre Symbole aufhob. Das Tragen solcher Auszeichnungen ist in Deutschland seither grundsätzlich untersagt, außer zu Zwecken der historischen Forschung und Bildung.

Heute stellen solche Verleihungsurkunden mit vollständiger Dokumentation wichtige historische Quellen dar. Sie dokumentieren nicht nur die militärischen und diplomatischen Beziehungen der Zeit, sondern auch die Propaganda- und Außenpolitik des nationalsozialistischen Regimes. Für die Geschichtswissenschaft sind sie wertvolle Zeugnisse einer dunklen Epoche europäischer Geschichte und der komplexen internationalen Verflechtungen, die schließlich zum Zweiten Weltkrieg führten.

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