SS-Totenkopfring aus dem persönlichen Besitz von SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich

Frühe Maßanfertigung des Juweliers Gahr in München, unter dem separat aufgesetzten Totenkopf verlötet, innen mit Widmungsgravur "S.lb. Dietrich 24. XII. 33 H. Himmler". Nur ganz leicht getragen, die Konturen und Tönung sehr gut erhalten, Durchmesser 19,1 mm. Zustand 2++. Die Details und die Qualität der Rings als einer der ersten 12 von Otto Gahr hergestellten Ringe ist noch erheblich besser und feiner als die späteren in Serie gefertigten SS-Totenkopfringe, die Gravur auf der Innenseite ist nicht nur mit dem Monats als "XII." anstelle der von "12." abweichend, sondern auch etwas feiner in der Qualität als die der späteren Ringe, wahrscheinlich noch teils per Hand graviert. 
Der Ring ist abgebildet im Fachbuch von Martin Toman "SS-Totenkopfring" auf den Seiten 300 - 319, mit 3 Fotos, auf denen Dietrich diesen Ring trägt.
Dazu eine Fotoexpertise des international anerkannten Experten Don Boyle, USA aus dem Jahr 2017.

Dieser Ring stammt direkt aus dem Haus von Sepp Dietrich in Karlsruhe. Im Zuge des Malmedy Prozess 1946 wurde das Haus, welches in der französischen Besatzungszone lag, von französischen Soldaten nach brauchbaren Unterlagen für den Prozess durchsucht. Im Zuge dieser Durchsuchung fiel der Ring einem Unteroffizier als persönliche "Kriegsbeute" in die Hände. Im Jahr 2016 hat sich dann der Enkel des französischen Veteranen bei einem italienischen Freund von uns gemeldet, mit dem wir gemeinsam den Ring von der Familie erwerben konnten. Nach einigen Jahren in einer Privatsammlung, freuen wir uns, dass wir den Ring wieder anbieten können.

Es handelt sich hierbei um einen der ersten SS-Totenkopfringe, die von Reichsführer SS Heinrich Himmler zu Weihnachten 1933 an 12 seiner auswählten höchsten SS-Führer vergeben hat. von den 12 Ringträgern sind bis heute bekannt:
SS-Oberstgruppenführer Franz Xavier Schwarz, zu Weihnachten 1933 als SS-Obergruppenführer (befindet sich in einer deutschen Privatsammlung)
SS-Obergruppenführer Karl Wolff, zu Weihnachten 1933 als SS-Sturmbannführer. Sein Totenkopfring ist abgebildet im Fachbuch von Craig Gottlieb "The SS Totenkopf Ring" auf Seite 43.
SS-Brigadeführer Fritz Schlegel, zu Weihnachten 1933 als SS-Oberführer
SS-Obergruppenführer Erich von dem Bach-Zelewski, zu Weihnachten 1933 als SS-Brigadeführer
SS-Standartenführer Wilhelm Reck
SS-Obergruppenführer Walter Darré
SS-Sturmbannführer Ulrich Graf (Hitlers Lebensretter beim March auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923)  
sowie SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich, zu Weihnachten 1933 als SS-Gruppenführer
sowie der Reichsführer SS Heinrich Himmler selbst (sehr wahrscheinlich mit einer abweichenden Gravur). 
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SS-Totenkopfring aus dem persönlichen Besitz von SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich

Der SS-Totenkopfring, auch als SS-Ehrenring bezeichnet, gehört zu den symbolträchtigsten und rätselhaftesten Auszeichnungen des nationalsozialistischen Deutschlands. Anders als staatliche Orden handelte es sich hierbei um eine persönliche Gabe des Reichsführers-SS Heinrich Himmler, die dessen Interesse an germanischer Mystik und pseudo-okkulter Symbolik widerspiegelte.

Das Konzept des Ringes entstammte der paganen germanischen Mythologie, insbesondere dem reinen silbernen Eidring Thors und den Runeninschriften auf Wotans Speer. Der Ring wurde exklusiv von Otto und Karolina Gahr, einer Juweliersfamilie in München, hergestellt. Das Design stammte von Karl Maria Wiligut, einem SS-Brigadeführer und österreichischen Okkultisten, der Himmlers Interesse an vorchristlichen germanischen Wurzeln teilte.

Die ersten Ringe wurden am Heiligabend 1933 an etwa zwölf hochrangige SS-Führer überreicht. Zu den dokumentierten Empfängern dieser ersten Verleihung gehörten SS-Oberstgruppenführer Franz Xaver Schwarz, SS-Obergruppenführer Karl Wolff (am 24. Dezember 1933 als SS-Sturmbannführer), SS-Brigadeführer Fritz Schlegel, SS-Obergruppenführer Erich von dem Bach-Zelewski (am 24. Dezember 1933 als SS-Brigadeführer), SS-Standartenführer Wilhelm Reck, SS-Obergruppenführer Walter Darré, SS-Sturmbannführer Ulrich Graf (Hitlers Beschützer während des Putsches am 9. November 1923), SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich (am 24. Dezember 1933 als SS-Gruppenführer) sowie Reinhard Heydrich, der seinen Ring am 24. Dezember 1933 erhielt. Himmler selbst trug vermutlich einen Ring mit abweichender Gravur.

Das offizielle Stiftungsdatum war der 9. November 1933, während die formalen Verleihungsbestimmungen am 10. April 1934 erlassen wurden. Die frühen, von Otto Gahr 1933 gefertigten Ringe waren Maßanfertigungen von erheblich höherer Qualität und feineren Details als die später in Serie produzierten Exemplare. Ein charakteristisches Merkmal dieser frühen Ringe war die Verwendung römischer Ziffern für den Monat in der Innengravur (XII statt 12).

Der Ring selbst bestand aus neunzig Prozent Silber und wurde in zwei Hälften gegossen und dann von Hand fertiggestellt. Die Außenseite zeigte einen Totenkopf, zwei Sig-Runen (jeweils in einem Dreieck), eine Hagal-Rune (in einem Hexagon), ein Hakenkreuz (in einem Quadrat oder Rhombus) und doppelte Heilszeichen-Runen (in einem Kreis auf der Rückseite), alles auf einem Feld von Eichenblättern. Die Innenseite trug eine Gravur mit der Abkürzung “S.lb.” (für “Seinem lieben”), dem Nachnamen des Empfängers, dem Verleihungsdatum im Format Tag.Monat.Jahr und einem Faksimile von Himmlers Unterschrift.

Ursprünglich war der Ring leitenden Offizieren der Alten Kämpfer mit SS-Mitgliedsnummern unter 5.000 vorbehalten und würdigte persönliche Leistungen, Pflichterfüllung und Loyalität zum Führer. Bis 1939 wurde die Berechtigung auf alle SS-Offiziere mit mindestens drei Dienstjahren und einwandfreier Führung ausgeweitet. Ab September 1936 konnten Ringe nur noch an vier bestimmten Daten verliehen werden: dem 20. April (Hitlers Geburtstag), dem 21. Juni (Sommersonnenwende), dem 9. November (Jahrestag des Putsches) und dem 21. Dezember (Wintersonnenwende).

Die Empfänger erhielten eine Urkunde, die besagte, dass der Ring Loyalität, Gehorsam und Kameradschaft symbolisiere. Er durfte nur am Ringfinger der linken Hand getragen werden. Bei Entlassung, Pensionierung oder Tod musste der Ring an das SS-Personalhauptamt zurückgegeben werden. Ab 1938 wurden die Ringe verstorbener Träger im “Schrein des Inhabers des Totenkopfringes” auf Schloss Wewelsburg als Gedenkstätte aufbewahrt. Nicht autorisierte Duplikate waren verboten und strafbar, obwohl einige SS- und Polizeimitglieder inoffizielle Versionen von örtlichen Juwelieren anfertigen ließen.

Zwischen 1934 und 1944 wurden etwa 14.500 bis 15.000 Ringe verliehen. Die Produktion und Verleihung wurde am 17. Oktober 1944 eingestellt. Bis Januar 1945 waren etwa 64 Prozent (rund 9.200) nach dem Tod ihrer Träger nach Wewelsburg zurückgekehrt, 10 Prozent gingen auf dem Schlachtfeld verloren, und 26 Prozent (etwa 3.500) befanden sich noch im Besitz ihrer Träger oder waren nicht erfasst. Im März 1945 wurden auf Himmlers Befehl etwa 11.500 verbliebene Ringe in einen Berg nahe Schloss Wewelsburg eingesprengt, um sie vor der Eroberung durch die Alliierten zu schützen; sie wurden nie gefunden. Britische Truppen fanden nur etwa 200 Ringe auf dem Gelände von Wewelsburg.

Viele überlebende Ringe wurden von alliierten Streitkräften von gefangenen SS-Angehörigen beschlagnahmt oder aus den Häusern verstorbener oder inhaftierter SS-Offiziere mitgenommen. Weniger als ein Prozent aller Ringe sind seit Kriegsende aufgetaucht. Überlebende authentische Ringe sind äußerst seltene Sammlerstücke, und es existieren zahlreiche Fälschungen. Der Handel mit NS-Devotionalien ist heute von rechtlichen und ethischen Bedenken begleitet.

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