Infanteriesturmabzeichen in Silber - Miniatur

16 mm, Feinzink, an Nadel, Zustand 2.
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50,00

Infanteriesturmabzeichen in Silber - Miniatur

Das Infanteriesturmabzeichen in Silber in seiner Miniaturausführung repräsentiert eine bedeutende Auszeichnung der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese verkleinerte Version, mit einer Breite von nur 16 mm, wurde aus Feinzink gefertigt und an einer Nadel getragen, was sie von der regulären Trageweise der Vollgröße unterschied.

Das Infanteriesturmabzeichen wurde durch die Verordnung vom 20. Dezember 1939 von Adolf Hitler als Oberbefehlshaber der Wehrmacht gestiftet. Es sollte die besonderen Leistungen der Infanteristen im Kampf würdigen und war eine der bedeutendsten Kampfauszeichnungen des deutschen Heeres. Die Verleihung erfolgte in drei Stufen: Bronze, Silber und Gold, wobei die silberne Ausführung nach erfolgreicher Teilnahme an drei verschiedenen Infanterieangriffen an drei verschiedenen Tagen verliehen wurde.

Die Miniaturausführungen militärischer Auszeichnungen hatten eine lange Tradition in der deutschen Militärgeschichte. Sie wurden typischerweise zur Zivilkleidung, bei besonderen Anlässen oder auf der Ausgehuniform getragen, wenn das Tragen der Vollgröße nicht angemessen oder praktisch war. Diese verkleinerten Versionen, auch Miniaturabzeichen genannt, waren besonders bei höheren Offizieren beliebt, die mehrere Auszeichnungen besaßen und diese in eleganterer Form präsentieren wollten.

Das Design des Infanteriesturmabzeichens stammte von Ernst Lange aus Berlin und zeigte ein stilisiertes Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett, umrahmt von einem ovalen Eichenlaubkranz. Die silberne Version unterschied sich von der bronzenen durch ihre Färbung und symbolisierte eine höhere Stufe der Anerkennung. Die Verwendung von Feinzink als Material war typisch für die Kriegsproduktion, da strategisch wichtige Metalle wie Bronze und Silber zunehmend knapp wurden.

Die Herstellung von Miniaturausführungen erfolgte durch verschiedene Hersteller, die oft auch die Vollgrößen-Versionen produzierten. Diese Firmen mussten strenge Qualitätsstandards einhalten, auch wenn die Materialien kriegsbedingt variieren konnten. Die Nadelbefestigung der Miniatur ermöglichte ein diskretes Tragen am Revers der Zivilkleidung oder auf der Gesellschaftsuniform.

Im militärischen Alltag des Zweiten Weltkriegs spielten Auszeichnungen eine wichtige Rolle für die Moral der Truppe. Das Infanteriesturmabzeichen in Silber war besonders begehrt, da es konkrete Kampferfahrung dokumentierte. Die Träger hatten sich in direkten Gefechten bewährt und galten als erfahrene Frontsoldaten. Die Miniaturversion ermöglichte es den Ausgezeichneten, ihre Ehrung auch außerhalb des militärischen Dienstes sichtbar zu machen.

Nach Kriegsende unterlagen die Auszeichnungen des Dritten Reiches der Entnazifizierung. Das Tragen dieser Abzeichen wurde durch das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 geregelt, wobei modifizierte Versionen ohne Hakenkreuz erlaubt wurden. Miniaturausführungen sind heute gesuchte Sammlerstücke, die die militärische Kultur und Auszeichnungspraxis dieser Epoche dokumentieren.

Die Erhaltung solcher Miniaturen in gutem Zustand ist bemerkenswert, da sie aufgrund ihrer geringen Größe und des Materials anfällig für Beschädigungen und Korrosion waren. Der angegebene Zustand 2 in der Sammlernomenklatur bezeichnet ein Stück mit leichten Gebrauchsspuren, aber ohne wesentliche Beschädigungen, was für ein über 80 Jahre altes Objekt eine respektable Erhaltung darstellt.

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