Wehrmacht schwarze Panzerjacke Erstes Modell für einen Oberstleutnant im Panzer-Regiment Nr. 6

Standort Zossen  um 1937. Es handelt sich hierbei um ein schönes Kammerstück aus der Vorkriegsfertigung, um 1937. Die Panzerjacke in der besonderen Ausführung mit der umlaufenden rosa Paspelierung um den Kragen. Komplett mit allen Effekten, Metallfaden handgestickter Brustadler für Offiziere auf schwarz, maschinell vernäht, die Kragenspiegel maschinell vernäht, die Totenköpfe aus Aluminium, die Splinte hinten durch den Kragen durchgesteckt. Die Schulterstücke eingenäht. Innen mit dem frühen grauem Futter, schöner Kammerstempel "K37". Maße: Schulter 43 cm, Armlänge 66 cm, Brustumfang 110 cm, Rückenlänge 63 cm. Nur leicht getragen, Zustand 2+.
In dieser Qualität nur selten zu finden, eine wirklich tolle Panzerjacke, besser geht´s nicht.
Dazu noch den Binder. 

https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Panzerregimenter/PR6.htm
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Wehrmacht Schwarze Panzerjacke, Erstes Modell – Ein Oberstleutnant des Panzer-Regiments Nr. 6, Zossen, um 1937

Unter den Uniformstücken des Zweiten Weltkriegs nimmt die schwarze Panzerjacke der Wehrmacht einen besonderen Platz ein. Sie ist nicht nur ein Zeugnis militärischer Bekleidungsgeschichte, sondern auch ein Symbol für die Entstehung der deutschen Panzerwaffe – einer Truppengattung, die das Gesicht des modernen Krieges grundlegend verändern sollte. Das hier vorgestellte Exemplar gehört zur Ersten Modellreihe und wurde um 1937 gefertigt. Es ist einem Oberstleutnant im Panzer-Regiment Nr. 6 zuzuordnen, das in Zossen stationiert war.

Die Geburt der Panzeruniform

Unter Verletzung des Versailler Vertrages von 1919 begann die deutsche Industrie im Jahr 1934 mit der Produktion von Panzerfahrzeugen und Kampfpanzern, und die deutsche Armee formierte erste Panzerverbände. In diesem Zusammenhang entstand Ende 1934 eine Sonderuniform für die Besatzungen der neuen Panzerformationen. Am 12. November 1934 wurde eine schwarze Felduniform mit rosa Paspelierung (der sogenannten Waffenfarbe der Panzertruppe) eingeführt. Die hüftlange Feldjacke wurde rechts geschlossen getragen. Die Männer der Panzerwaffe, als Panzertruppen bezeichnet, waren durch ihre eng anliegenden schwarzen Uniformen sofort erkennbar, die im allgemeinen Sprachgebrauch als “Panzer Wraps” bekannt wurden.

Die Wahl der schwarzen Farbe und der Totenköpfe als Kragenabzeichen war keineswegs zufällig. Sie knüpfte bewusst an die Tradition der Schwarzen Husaren unter August von Mackensen an. Darüber hinaus gab es handfeste praktische Gründe: Die schwarze Farbe machte Ölflecken weniger sichtbar, und die kurze Jacke verhinderte, dass der Stoff sich in der Maschinerie des Panzers verfing.

Das Panzer-Regiment Nr. 6 und der Standort Zossen

Das Panzer-Regiment Nr. 6 wurde am 1. Oktober 1935 aufgestellt. Es ging hervor aus dem Kraftfahr-Lehrkommando Zossen, dem Reiter-Regiment 4 aus Potsdam und der Panzernachbildungs-Kompanie aus Hannover. Das Regiment war der 3. Panzer-Division unterstellt und hatte seinen Standort in Zossen.

Ein besonderes Ereignis in der frühen Geschichte des Regiments verdient Erwähnung: Am 25. September 1937 wurde das Regiment im Raum Teterow zusammen mit dem Panzer-Regiment 5 versammelt. Am 26. September 1937 führten beide Regimenter einen großen konzentrierten Angriff vor den Augen von Hitler und seinem Gast Mussolini vor. Dieses Ereignis unterstreicht die Bedeutung, die den Panzerverbänden in der propagandistischen Inszenierung der Aufrüstung beigemessen wurde – und es fällt genau in die Zeit, aus der diese Jacke stammt.

Beschreibung und Besonderheiten des Ersten Modells

Das vorliegende Stück ist ein hervorragendes Beispiel für die Erste Modellreihe der Panzerjacke, die von 1934 bis etwa 1937/38 produziert wurde. Es handelt sich um eine hüftlange, doppelreihige Jacke aus schwarzem Wollstoff. Das charakteristischste Merkmal des Ersten Modells ist die umlaufende rosa Paspelierung um den Kragen – die Waffenfarbe der Panzertruppe. Diese rosa Paspelierung verlief auch um die Kragenspiegel herum. Auf den Kragenspiegeln befinden sich anstelle der bei anderen Truppengattungen üblichen Litzen die Totenköpfe (Totenkopf-Abzeichen) aus Aluminium, deren Splinte hinten durch den Kragen durchgesteckt sind.

Der Brustadler ist in Metallfaden handgestickt, eine Ausführung, die Offizieren vorbehalten war, und auf schwarzem Untergrund maschinell vernäht. Die Schulterklappen sind eingenäht. Das Innenfutter zeigt das für die Vorkriegsproduktion typische frühe graue Futter und trägt den Kammerstempel “K37”, der die Zuordnung zum Produktionsjahr 1937 bestätigt.

Die Maße der Jacke – Schulterbreite 43 cm, Armlänge 66 cm, Brustumfang 110 cm und Rückenlänge 63 cm – weisen auf einen robusten Träger hin.

Tragevorschriften und deren Wandel

Ursprünglich war vorgesehen, dass diese Uniformen ausschließlich getragen werden durften, wenn die Besatzung sich bei ihrem Panzer oder Panzerfahrzeug befand. Der Einsatz war auf die Panzerbesatzungen beschränkt. Wenn sich die Besatzungsmitglieder vom Fahrzeug entfernten, war die feldgraue Dienstuniform zu tragen. Bis Ende 1940 änderte sich diese Vorschrift grundlegend: Die feldgraue Dienstuniform wurde nicht mehr an Panzerbesatzungen ausgegeben, und die schwarze Panzeruniform war fortan bei allen Gelegenheiten zu tragen.

Evolution der Panzerjacke: Drei Modellreihen

Insgesamt existierten drei Hauptmodelle der Panzerjacke. Das Erste Modell (1934–1937/38) zeichnete sich durch die vollständige Kragenpaspelierung aus. Beim Zweiten Modell wurden einige Varianten bereits ohne Kragenpaspelierung produziert. Ab dem Dritten Modell (1942–1945) entfiel die Kragenpaspelierung für sämtliche Dienstgrade vollständig. Gleichzeitig wurde der Kragen etwas kleiner und die Jacke insgesamt etwas kürzer geschnitten – Vereinfachungen, die den Erfordernissen der Kriegsproduktion geschuldet waren. Die Panzeruniform blieb bis zum Kriegsende im Einsatz.

Bedeutung für Sammler

Diese Panzerjacke vereint mehrere Merkmale, die sie zu einem außergewöhnlichen Sammlerstück machen: Sie gehört zur seltenen Ersten Modellreihe mit vollständiger rosa Kragenpaspelierung, stammt aus der Vorkriegsfertigung um 1937, trägt den authentischen Kammerstempel “K37” und ist einem Oberstleutnant des Panzer-Regiments Nr. 6 zuzuordnen – eines Regiments, das in der Frühgeschichte der deutschen Panzerwaffe eine zentrale Rolle spielte. Die Kombination aus früher Datierung, hohem Offiziersrang und vollständiger Ausstattung mit allen Effekten macht dieses Stück zu einem herausragenden Dokument der militärischen Bekleidungsgeschichte.

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