Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl "25" - C.E. Juncker

Feinzink, halbhohle Ausführung, der Panzer mit Resten der Versilberung mit 2 Aluminiumnieten auf den Kranz genietet, die Versilberung auf dem Kranz nicht mehr vorhanden, rückseitig an runder Nadel, das magnetische Plättchen verlötet.
Die Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahlen als Fertigung der Fa. Juncker sind nur ganz selten zu finden.

Mit Verfügung vom 22. Juni 1943 genehmigte das Oberkommando des Heeres die Einführung der Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahlen. Die dadurch geschaffene Stufeneinteilung war:
1. Stufe: Panzerkampfabzeichen
2. Stufe: Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahl 25
3. Stufe: Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahl 50
4. Stufe: Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahl 75
5. Stufe: Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahl 100

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3.500,00

Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl "25" - C.E. Juncker

Das Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl repräsentiert eine besondere Kategorie deutscher militärischer Auszeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg, die den zunehmenden Kampfeinsatz von Panzerbesatzungen würdigte. Diese Auszeichnungen dokumentieren die systematische Anerkennung militärischer Leistungen innerhalb der deutschen Panzertruppe zwischen 1943 und 1945.

Das ursprüngliche Panzerkampfabzeichen wurde bereits am 20. Dezember 1939 durch Adolf Hitler gestiftet und sollte die besonderen Leistungen der Panzerbesatzungen im Kampf anerkennen. Die Verleihungsbestimmungen sahen vor, dass Angehörige der Panzertruppen, Panzerjäger und Sturmgeschütze das Abzeichen nach drei erfolgreichen Kampfeinsätzen an drei verschiedenen Tagen erhalten konnten. Das Abzeichen wurde in drei Stufen verliehen: Bronze, Silber und für spätere Kriegsjahre auch in Gold, wobei die silberne Version die am häufigsten verliehene war.

Mit Verfügung vom 22. Juni 1943 genehmigte das Oberkommando des Heeres eine bedeutende Erweiterung des Auszeichnungssystems. Die Einführung der Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahlen reflektierte die zunehmende Intensität der Kampfhandlungen an allen Fronten und die Notwendigkeit, besonders erfahrene und kampferprobte Panzerbesatzungen hervorzuheben. Diese Neuerung schuf ein gestaffeltes System, das fünf Stufen umfasste: das grundlegende Panzerkampfabzeichen sowie vier weitere Stufen mit den Einsatzzahlen 25, 50, 75 und 100.

Die zweite Stufe mit der Einsatzzahl 25 wurde an Panzerbesatzungen verliehen, die insgesamt 25 Kampftage absolviert hatten. Ein Kampftag wurde gezählt, wenn der Soldat aktiv an Gefechtshandlungen teilgenommen hatte. Die Bedingungen für die Anerkennung eines Kampftages waren streng geregelt und mussten durch Einheitsführer bestätigt werden. Das Abzeichen mit der Einsatzzahl 25 stellte bereits eine beachtliche Leistung dar, da die Überlebensrate bei Panzerbesatzungen aufgrund der intensiven Kampfhandlungen verhältnismäßig gering war.

Die Herstellerfirma C.E. Juncker aus Berlin gehörte zu den renommiertesten Produzenten militärischer Auszeichnungen des Dritten Reiches. Die Firma, die bereits seit dem Ersten Weltkrieg Orden und Ehrenzeichen herstellte, war bekannt für ihre qualitativ hochwertige Fertigung. Besonders die Panzerkampfabzeichen der Firma Juncker zeichneten sich durch feine Details und sorgfältige Verarbeitung aus. Die Fertigung erfolgte typischerweise in Feinzink, einem Material, das aufgrund der Kriegswirtschaft und des Rohstoffmangels ab 1941 zunehmend die ursprünglich verwendeten Buntmetalle ersetzte.

Die Konstruktion dieser Abzeichen folgte einem charakteristischen Aufbau: Der zentrale Panzer wurde separat gefertigt und mittels Aluminiumnieten auf den Eichenlaubkranz montiert. Die halbhohe Ausführung war typisch für die Kriegsproduktion und unterschied sich von den früheren, vollplastischen Varianten. Die Versilberung wurde galvanisch aufgebracht, wobei die Qualität und Haltbarkeit je nach Herstellungszeitpunkt und verfügbaren Materialien variierte. Rückseitig waren die Abzeichen mit einer runden Nadel und einem magnetischen Plättchen versehen, das die Befestigung an der Uniform erleichterte.

Die Einsatzzahl selbst wurde prominent auf dem unteren Teil des Eichenlaubkranzes angebracht und war somit deutlich sichtbar. Diese numerische Kennzeichnung ermöglichte eine sofortige Identifikation der Kampferfahrung des Trägers. Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahlen von der Firma Juncker sind heute besonders selten, da die Produktion dieser spezifischen Varianten zeitlich begrenzt war und die Firma Juncker im Vergleich zu anderen Herstellern nur eine begrenzte Anzahl dieser Auszeichnungen mit Einsatzzahlen produzierte.

Die historische Bedeutung dieser Auszeichnungen liegt nicht nur in ihrer militärischen Funktion, sondern auch in ihrer Dokumentation der zunehmenden Verzweiflung der deutschen Kriegsführung. Die Einführung der Einsatzzahlen im Juni 1943, kurz nach der Niederlage bei Stalingrad und während der Vorbereitungen für das Unternehmen Zitadelle bei Kursk, spiegelt den Versuch wider, die Moral erfahrener Panzerbesatzungen zu stärken und ihre Leistungen öffentlich anzuerkennen. Die hohen Einsatzzahlen, die für die oberen Stufen erforderlich waren, zeigen die enormen Belastungen, denen Panzerbesatzungen an der Ostfront und in anderen Kriegsschauplätzen ausgesetzt waren.

Heute sind diese Auszeichnungen wichtige militärhistorische Objekte, die Einblick in das Auszeichnungswesen, die Materialwirtschaft und die militärische Kultur des Dritten Reiches geben. Sie werden in Museen und Sammlungen bewahrt und wissenschaftlich dokumentiert, wobei stets der historische Kontext und die kritische Auseinandersetzung mit diesem Abschnitt der Geschichte im Vordergrund stehen müssen.