Verleihungsurkunde Eisernes Kreuz 2. Klasse

für einen Gefreiten vom 7. /A. Nachrichten Regiment 563, ausgestellt am 17. März 1943, unterzeichnet vom General der Infanterie und Oberbefehlshaber der 2. Armee,Walter Weiss ( Ritterkreuz mit Eichenlaub )  gelocht und gefaltet. 
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170,00

Verleihungsurkunde Eisernes Kreuz 2. Klasse

Die Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse stellt ein bedeutendes Dokument der deutschen Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs dar. Dieses spezielle Exemplar wurde am 17. März 1943 für einen Gefreiten der 7. Kompanie des Armee-Nachrichten-Regiments 563 ausgestellt und trägt die Unterschrift des Generals der Infanterie, der als Oberbefehlshaber der 2. Armee fungierte.

Das Eiserne Kreuz wurde ursprünglich 1813 während der Befreiungskriege gegen Napoleon von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gestiftet. Es wurde 1870 im Deutsch-Französischen Krieg und 1914 zu Beginn des Ersten Weltkriegs erneut gestiftet. Am 1. September 1939, dem Tag des deutschen Überfalls auf Polen, erneuerte Adolf Hitler als Führer und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht diese Auszeichnung durch einen entsprechenden Erlass. Die Stiftung des Eisernen Kreuzes für den Zweiten Weltkrieg erfolgte in mehreren Stufen, wobei die 2. Klasse die am häufigsten verliehene Stufe darstellte.

Das Armee-Nachrichten-Regiment 563 gehörte zu den spezialisierten Verbänden der Wehrmacht, die für die militärische Kommunikation und Nachrichtenübermittlung zuständig waren. Nachrichtentruppen spielten eine essenzielle Rolle in der modernen Kriegsführung, da sie die Verbindung zwischen den verschiedenen militärischen Einheiten aufrechterhielten und die Koordination von Operationen ermöglichten. Diese Einheiten operierten oft unter gefährlichen Bedingungen an vorderster Front, um Telefon-, Funk- und Fernschreibverbindungen zu installieren und zu warten.

Die 2. Armee war ein bedeutender Großverband der Wehrmacht, der im März 1943 unter dem Kommando von Generaloberst Walter Weiss stand. Zu diesem Zeitpunkt operierte die 2. Armee hauptsächlich im mittleren Abschnitt der Ostfront, insbesondere im Bereich der Heeresgruppe Mitte. Der März 1943 markierte eine kritische Phase des Ostfeldzugs, nur wenige Wochen nach der verheerenden deutschen Niederlage bei Stalingrad im Februar 1943, die einen Wendepunkt des Krieges darstellte.

Die Verleihungskriterien für das Eiserne Kreuz 2. Klasse waren in entsprechenden Ordensstatuten festgelegt. Die Auszeichnung konnte für besondere Tapferkeit vor dem Feind oder für herausragende militärische Verdienste verliehen werden. Für Soldaten niedrigerer Dienstgrade wie einen Gefreiten war die Verleihung oft mit konkreten Kampfhandlungen oder besonderen Leistungen im Fronteinsatz verbunden. Die Verleihung musste durch Vorgesetzte beantragt und auf höherer Ebene genehmigt werden.

Die Urkunde selbst folgte einem standardisierten Format, das vom Oberkommando der Wehrmacht vorgegeben wurde. Sie enthielt typischerweise den Namen und Dienstgrad des Ausgezeichneten, die Einheit, das Verleihungsdatum sowie die Unterschrift und das Dienstsiegel des verleihenden Kommandeurs. Die Tatsache, dass dieses Dokument von einem General der Infanterie und Armeekommandeur unterzeichnet wurde, unterstreicht die Bedeutung der Auszeichnung und den formellen militärischen Verwaltungsapparat.

Der physische Zustand des vorliegenden Dokuments – gelocht und gefaltet – ist charakteristisch für viele erhaltene Verleihungsurkunden. Die Lochung deutet darauf hin, dass das Dokument in einer Personalakte abgeheftet wurde, was der üblichen militärischen Verwaltungspraxis entsprach. Die Faltung ist typisch für Dokumente, die von Soldaten persönlich aufbewahrt wurden, oft in Brusttaschen oder Soldbüchern.

Bis Kriegsende 1945 wurden schätzungsweise über 2,3 Millionen Eiserne Kreuze 2. Klasse verliehen, was es zur häufigsten deutschen Militärauszeichnung des Zweiten Weltkriegs machte. Dennoch behielt die Auszeichnung für die einzelnen Soldaten einen hohen persönlichen Wert und wurde als Anerkennung ihrer Leistungen und ihres Einsatzes betrachtet.

Aus heutiger historischer Perspektive dienen solche Verleihungsurkunden als wichtige Primärquellen für die Militärgeschichtsforschung. Sie ermöglichen die Rekonstruktion von Truppenverbänden, Kommandostrukturen und individuellen Soldatenbiographien. Gleichzeitig erfordern sie eine kritische wissenschaftliche Betrachtung im Kontext des verbrecherischen Charakters des NS-Regimes und des Vernichtungskrieges, der im Osten geführt wurde.