Elastolin - Heer 2 Offiziere im Marsch

7,5 cm, Zustand 2.
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25,00

Elastolin - Heer 2 Offiziere im Marsch

Die beschriebenen Elastolin-Figuren stellen zwei Offiziere der deutschen Wehrmacht im Marsch dar und gehören zu den charakteristischen Produkten der Hausser-Firma, die unter dem Markennamen Elastolin von den 1920er bis in die 1970er Jahre hinein Spielzeugfiguren herstellte. Mit einer Größe von 7,5 cm entsprechen diese Figuren dem Standard-Maßstab, den Elastolin für seine militärischen Kompositfiguren etablierte.

Die Firma O. & M. Hausser wurde 1904 in Ludwigsburg gegründet und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Hersteller von Spielzeugfiguren. Der entscheidende Durchbruch gelang in den 1920er Jahren mit der Entwicklung einer speziellen Masse aus Sägemehl, Leim, Kasein und anderen Bindemitteln, die unter dem geschützten Namen Elastolin vertrieben wurde. Diese Masse war im Gegensatz zu den traditionellen Zinnfiguren bruchsicherer, leichter und kostengünstiger in der Produktion.

Die hier dargestellten Offiziere im Marsch repräsentieren einen typischen Figurentyp aus der Produktionszeit zwischen etwa 1935 und 1945. In dieser Periode konzentrierte sich Hausser verstärkt auf die Darstellung zeitgenössischer militärischer Einheiten, insbesondere der Wehrmacht. Die Figuren wurden mit großer Detailtreue gestaltet und zeigten die charakteristischen Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und Rangabzeichen der dargestellten Truppengattung.

Offiziere der Wehrmacht trugen im Marsch typischerweise die Felduniform mit charakteristischen Merkmalen wie Schirmmütze, Koppelschloss, Seitenwaffe und oftmals Kartentasche oder Fernglas. Die Rangabzeichen an Kragenspiegel und Schulterklappen ermöglichten die genaue Identifikation des Dienstgrades. Elastolin-Figuren bildeten diese Details oft mit bemerkenswerter Präzision nach, was sie nicht nur als Spielzeug, sondern auch als Sammlerobjekte attraktiv machte.

Die Produktionstechnik bei Elastolin war arbeitsintensiv: Die Figuren wurden in mehrteiligen Formen gegossen, wobei der Körper oft aus der charakteristischen Elastolin-Masse bestand, während Waffen und manche Ausrüstungsteile aus Metall gefertigt wurden. Nach dem Gießen erfolgte die Bemalung in mehreren Arbeitsgängen von Hand, was jede Figur zu einem Unikat machte. Die Qualität der Bemalung und der Erhaltungszustand sind heute wesentliche Kriterien für Sammler.

Der angegebene Zustand 2 nach der gängigen Sammlerskala deutet auf gut erhaltene Exemplare hin, bei denen die Bemalung weitgehend intakt ist und nur geringfügige Gebrauchsspuren vorhanden sind. Dies ist bei Figuren aus dieser Zeit bemerkenswert, da das Material alterungsanfällig war und viele Exemplare durch Spielgebrauch oder unsachgemäße Lagerung beschädigt wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die Firma Hausser ihre Produktion zunächst auf neutrale Themen um, produzierte aber weiterhin Figuren im bewährten 7,5-cm-Maßstab. Die Vorkriegs- und Kriegsproduktion ist heute von besonderem historischem und sammlertechnischem Interesse, da diese Figuren authentische zeitgenössische Darstellungen militärischer Uniformen und Ausrüstung bieten.

Heute werden Elastolin-Figuren von Sammlern weltweit geschätzt, sowohl aus nostalgischen Gründen als auch wegen ihres kulturhistorischen Wertes. Sie dokumentieren nicht nur die Geschichte des Spielzeugs, sondern auch die militärische Uniformkunde und die zeitgenössische Wahrnehmung des Militärs. Wissenschaftliche Sammlungen und Museen bewahren solche Objekte als Zeugnisse der Alltagskultur und der Spielzeugproduktion des 20. Jahrhunderts.