Kriegsmarine 2. Weltkrieg originale Unterschrift von Hans Goebeler, U 505

auf dem Wimpel der "MKS 16. Internationales U-Bootfahrer-Treffen Salzburg 1978". Der Wimpel aus Leinen, farbig bedruckt, Länge ca. 30 cm, vorne mit der originalen Unterschrift "Hans Goebeler N.C.O. U-505". Zustand 2.

Hans Göbeler nahm von 1942 bis 1944 an sämtlichen Einsätzen von U 505 in der Zentrale teil. U 505 wurde 1944 von der US-Navy aufgebracht und ist heute in Chicago zu besichtigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/U_505
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Kriegsmarine 2. Weltkrieg originale Unterschrift von Hans Goebeler, U 505

Dieser Wimpel vom 16. Internationalen U-Bootfahrer-Treffen in Salzburg 1978 trägt die authentische Unterschrift von Hans Göbeler, einem Besatzungsmitglied des legendären deutschen U-Boots U 505 aus dem Zweiten Weltkrieg. Das aus Leinen gefertigte und farbig bedruckte Erinnerungsstück repräsentiert nicht nur ein persönliches Andenken, sondern dokumentiert auch die bedeutende Tradition der U-Boot-Veteranentreffen in der Nachkriegszeit.

U 505 und seine Geschichte

Das U 505 war ein deutsches U-Boot vom Typ IX C, das am 24. August 1941 bei der Deutschen Werft in Hamburg vom Stapel lief. Mit einer Länge von 76,76 Metern und einer Wasserverdrängung von 1.120 Tonnen über Wasser gehörte es zu den größeren deutschen Atlantik-U-Booten. Die erste Feindfahrt des Bootes begann am 3. Februar 1942 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Axel-Olaf Loewe. In den folgenden zwei Jahren absolvierte U 505 insgesamt zwölf Feindfahrten im Atlantik.

Hans Göbeler und seine Rolle

Hans Göbeler diente von 1942 bis zur Aufbringung des Bootes im Juni 1944 als Maschinenobergast (N.C.O. - Non-Commissioned Officer) an Bord von U 505. Als Mitglied der Maschinenbesatzung war er in der Zentrale tätig und spielte eine wichtige Rolle bei der technischen Bedienung des Bootes. Göbeler nahm an sämtlichen Einsätzen des Bootes während dieser kritischen Phase der Atlantikschlacht teil und erlebte die dramatischen Ereignisse, die zur Kaperung des U-Bootes führten, hautnah mit.

Die Aufbringung von U 505

Am 4. Juni 1944 ereignete sich eines der bedeutendsten maritimen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs: die Kaperung von U 505 durch die US Navy. Westlich von Kap Blanco vor der afrikanischen Küste wurde das Boot von der Task Group 22.3 unter Captain Daniel V. Gallery gestellt. Nach einem Wasserbombenangriff des Zerstörerbegleiters USS Chatelain tauchte U 505 beschädigt auf. Die Besatzung begann das Boot zu verlassen, in der Annahme, es würde sinken. Ein amerikanisches Kaperkommando konnte jedoch an Bord gelangen und das Boot sichern, bevor die Sprengladungen explodierten. Dies war die erste Kaperung eines feindlichen Kriegsschiffes auf hoher See durch die US Navy seit dem Jahr 1815.

Die Bedeutung der Kaperung

Die Aufbringung von U 505 war von immenser nachrichtendienstlicher Bedeutung. Die Amerikaner erbeuteten intakte Enigma-Chiffriermaschinen, Codebücher und andere geheime Materialien. Die gesamte Operation wurde streng geheim gehalten, um die deutschen Funkaufklärung nicht zu alarmieren. Die 59 überlebenden Besatzungsmitglieder, darunter Hans Göbeler, wurden als “Sondergefangene” in speziellen Lagern in den USA interniert, wo sie bis zum Kriegsende von anderen Kriegsgefangenen isoliert blieben.

U 505 als Museumsschiff

Nach dem Krieg wurde U 505 nicht verschrottet, sondern auf Initiative von Admiral Gallery als Kriegstrophäe bewahrt. Am 25. September 1954 wurde das U-Boot nach spektakulären Transportarbeiten im Museum of Science and Industry in Chicago aufgestellt, wo es bis heute als bedeutendstes deutsches U-Boot-Exponat außerhalb Deutschlands zu besichtigen ist. Es ist das einzige deutsche U-Boot vom Typ IX C, das vollständig erhalten geblieben ist.

U-Boot-Veteranentreffen

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich eine bemerkenswerte Tradition internationaler U-Boot-Veteranentreffen. Diese Zusammenkünfte brachten ehemalige U-Boot-Fahrer verschiedener Nationen zusammen und dienten dem Gedenken, dem Erfahrungsaustausch und der Völkerverständigung. Das 16. Internationale U-Bootfahrer-Treffen in Salzburg 1978, von dem dieser Wimpel stammt, war eine solche Veranstaltung. Wimpel wie dieser wurden als offizielle Erinnerungsstücke produziert und häufig von Veteranen signiert, was ihnen einen besonderen dokumentarischen Wert verleiht.

Hans Göbelers spätere Jahre

Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft baute sich Göbeler ein neues Leben in den Vereinigten Staaten auf. Im Jahr 1999 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel “Steel Boat, Iron Hearts: A U-Boat Crewman's Life Aboard U-505”, die detaillierte Einblicke in das Leben an Bord eines deutschen U-Bootes während des Zweiten Weltkriegs geben. Das Buch gilt als wichtiges Zeitzeugendokument und trägt zum historischen Verständnis der U-Boot-Kriegsführung bei.

Historischer Wert

Dieser signierte Wimpel repräsentiert mehrere historische Ebenen: Er dokumentiert die Veteranenkultur der Nachkriegszeit, bewahrt die Authentizität einer Zeitzeugen-Unterschrift und verbindet persönliche Erinnerung mit maritimem Kriegserbe. Solche Objekte sind wichtige Quellen für die Militärgeschichtsforschung und halten die Erinnerung an die Männer wach, die unter extremen Bedingungen im U-Boot-Krieg dienten.