Verwundetenabzeichen in Gold 1918 - Miniatur

durchbrochen gearbeitete Ausführung, 15 mm, an langer Nadel. Zustand 2
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75,00

Verwundetenabzeichen in Gold 1918 - Miniatur

Das Verwundetenabzeichen in Gold von 1918 stellt eine der bedeutendsten militärischen Auszeichnungen des Deutschen Kaiserreichs während des Ersten Weltkriegs dar. Diese besondere Miniaturausführung mit einer Größe von nur 15 mm und ihrer durchbrochen gearbeiteten Gestaltung repräsentiert eine spezielle Trageform, die für bestimmte Anlässe oder an der Zivilkleidung verwendet wurde.

Die Stiftung des Verwundetenabzeichens erfolgte am 3. März 1918 durch Kaiser Wilhelm II. in einer Zeit, als das Deutsche Reich im vierten Kriegsjahr stand und die Verluste an der Front immens waren. Die Verordnung sah drei Stufen vor: Schwarz für ein- bis zweimalige Verwundung, Silber für drei- bis viermalige Verwundung und Gold für fünfmalige oder mehr Verwundungen oder für schwere Verwundungen wie den Verlust von Gliedmaßen oder das Augenlicht.

Das goldene Abzeichen war die höchste Stufe dieser Auszeichnung und wurde an Soldaten verliehen, die außergewöhnliche Opfer für das Vaterland gebracht hatten. Die Gestaltung zeigte einen nach unten weisenden Stahlhelm M1916, umgeben von einem Lorbeerkranz und zwei gekreuzten Schwertern. Die vorliegende durchbrochen gearbeitete Ausführung zeigt die feine handwerkliche Qualität der Herstellung, bei der die einzelnen Elemente nicht massiv, sondern mit Durchbrüchen gestaltet wurden.

Die Miniaturversion des Verwundetenabzeichens diente einem speziellen Zweck. Während die reguläre Ausführung an der Uniform getragen wurde, waren Miniaturen für das Tragen an Zivilkleidung, an Frackhemden bei offiziellen Anlässen oder als dezente Form des Ordensbesitzes gedacht. Die lange Nadel, an der dieses Exemplar befestigt ist, ermöglichte das Tragen an verschiedenen Kleidungsstücken und unterschied sich von der üblichen Anstecknadel der Standardausführung.

Die Herstellung von Verwundetenabzeichen erfolgte durch verschiedene Hersteller im gesamten Deutschen Reich. Die durchbrochene Arbeit erforderte besonderes handwerkliches Geschick und war aufwendiger in der Produktion als massive Ausführungen. Dies machte solche Stücke wertvoller und begehrter bei den Trägern.

Im historischen Kontext des Jahres 1918 hatte das Verwundetenabzeichen eine wichtige moralische Funktion. Es sollte die Opferbereitschaft der Soldaten würdigen und gleichzeitig der Heimatfront zeigen, welche schweren Verluste die kämpfende Truppe erlitt. Die goldene Stufe war äußerst selten, da sie entweder fünf separate Verwundungen oder besonders schwere, lebensverändernde Verletzungen voraussetzte.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Kaiserreichs im November 1918 behielten die Träger ihr Recht, das Verwundetenabzeichen zu tragen. In der Weimarer Republik wurde es weiterhin als legitime Auszeichnung anerkannt. Viele Veteranen trugen ihre Miniaturen bei offiziellen Anlässen oder Veteranentreffen als Zeichen ihres Dienstes und ihrer Opfer.

Die Sammlerwelt schätzt Miniaturen des Verwundetenabzeichens besonders, da sie seltener produziert wurden als die Standardausführungen. Die durchbrochene Arbeit und die feine Ausführung machen solche Stücke zu begehrten Objekten der Militaria-Sammlung. Der Erhaltungszustand spielt dabei eine wichtige Rolle für die historische und materielle Bewertung.

Das Verwundetenabzeichen von 1918 war Vorbild für spätere Auszeichnungen. Im Zweiten Weltkrieg wurde 1939 das Verwundetenabzeichen neu aufgelegt, wobei das Design weiterentwickelt wurde. Die kaiserliche Version von 1918 bleibt jedoch ein einzigartiges Zeugnis der letzten Phase des Ersten Weltkriegs und der Opfer, die von Millionen Soldaten gebracht wurden.

Für Historiker und Sammler bieten solche Miniaturen wichtige Einblicke in die Ordenskultur des Kaiserreichs, die Herstellungstechniken der Zeit und die soziale Bedeutung militärischer Auszeichnungen. Sie dokumentieren nicht nur militärische Geschichte, sondern auch die persönlichen Schicksale der Männer, die diese Abzeichen trugen und die damit verbundenen Leiden und Opfer.