Preußen Orden Pour le Mérite - Reduktion 

Es handelt sich hierbei um eine Zweitanfertigung, bzw. Sammleranfertigung nach 1945. Buntmetall vergoldet, beidseitig fein emailliert, Höhe 40 mm, am alten Halsbandabschnitt. 
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850,00

Preußen Orden Pour le Mérite - Reduktion 

Der Pour le Mérite, auch als "Blauer Max" bekannt, war die höchste militärische Auszeichnung des Königreichs Preußen und später des Deutschen Kaiserreichs. Die vorliegende Reduktion stellt eine verkleinerte Version dieser prestigeträchtigen Auszeichnung dar, die nach 1945 als Sammleranfertigung oder Zweitanfertigung produziert wurde.

Der Orden wurde ursprünglich im Jahr 1667 von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg gestiftet, erhielt aber seine endgültige Form und Bedeutung unter König Friedrich II. von Preußen im Jahr 1740. Der französische Name "Pour le Mérite" (Für das Verdienst) spiegelt die damalige Hofkultur wider, in der Französisch als Sprache der Diplomatie und des Adels galt. Bis 1810 wurde der Orden sowohl für militärische als auch für zivile Verdienste verliehen, danach ausschließlich für militärische Leistungen. Eine separate zivile Klasse wurde 1842 unter Friedrich Wilhelm IV. eingeführt.

Die militärische Klasse des Pour le Mérite wurde während der napoleonischen Kriege, der Einigungskriege des 19. Jahrhunderts und besonders im Ersten Weltkrieg verliehen. Berühmte Träger waren Feldmarschälle wie Helmuth von Moltke, Paul von Hindenburg und Fliegerasse wie Manfred von Richthofen, der "Rote Baron", dessen Bekanntheit zur volkstümlichen Bezeichnung "Blauer Max" für den Orden beitrug.

Das Design des Ordens war charakteristisch: Ein goldgefasstes Malteserkreuz aus blauem Email mit goldenen Kugeln an den Kreuzenden und den preußischen Adlern zwischen den Kreuzarmen. Auf dem Avers befand sich die Inschrift "POUR LE MÉRITE", auf dem Revers das Monogramm "F" (für Friedrich) unter der Königskrone. Der Orden wurde ursprünglich an einem schwarzen Band mit silbernen Streifen um den Hals getragen.

Eine Reduktion ist eine verkleinerte Nachbildung des Ordens, die aus verschiedenen Gründen angefertigt wurde. Solche Reduktionen konnten als Schmuckstücke für Familienangehörige, als Erinnerungsstücke oder für den weniger formellen Gebrauch dienen. Die beschriebene Reduktion mit einer Höhe von 40 mm ist deutlich kleiner als das Original, das etwa 48-50 mm maß.

Die Kennzeichnung als Zweitanfertigung nach 1945 ist von erheblicher historischer Bedeutung. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Auflösung Preußens durch den Alliierten Kontrollrat im Jahr 1947 endete die offizielle Verleihung aller preußischen und deutschen Orden. Das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 regelte in der Bundesrepublik Deutschland das Tragen historischer Auszeichnungen, erlaubte aber das Tragen von Orden aus der Zeit vor 1945 ohne nationalsozialistische Symbole.

Die Beschreibung als Sammleranfertigung aus Buntmetall vergoldet mit beidseitiger feiner Emaillierung deutet auf eine handwerklich sorgfältige Nachbildung hin. Während Originalstücke aus dem Kaiserreich typischerweise aus Gold oder vergoldetem Silber gefertigt wurden, verwendeten spätere Reproduktionen häufig kostengünstigere Materialien. Dies mindert nicht den historischen oder sammlerischen Wert als Studienobjekt oder als Erinnerung an die militärische Geschichte Preußens und des Deutschen Kaiserreichs.

Die Befestigung an einem alten Halsbandabschnitt verleiht dem Stück zusätzliche Authentizität in der Präsentation. Das Band des Pour le Mérite war schwarz mit schmalen silbernen Streifen an den Rändern, was es unverwechselbar machte.

Für Sammler und Historiker sind solche Reduktionen und Nachfertigungen wichtige Zeugnisse der Erinnerungskultur. Sie dokumentieren das anhaltende Interesse an der preußisch-deutschen Militärgeschichte und dienen als Studienobjekte, wenn Originalstücke aufgrund ihrer Seltenheit und ihres Wertes unzugänglich sind. Der Pour le Mérite bleibt eines der bekanntesten und begehrtesten Sammelobjekte der europäischen Phaleristik und symbolisiert eine bedeutende Epoche der deutschen und europäischen Geschichte.

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