Deutsches Reich 1. Weltkrieg Uniformensemble aus dem persönlichen Besitz Kaiser Wilhelms II. als Generalfeldmarschall und obersten Befehlshaber des Deutschen Heeres

So von Kaiser Wilhelm II. in der Zeit von 1916-18 getragen. Das Ensemble bestehend aus drei Teilen:
Hochelegante, weiche und sehr leichte feldgraue Feldmütze aus feinstem feldgrauem Tuch mit rotem Bund und Vorstoß, beide Kokarde, der Schirm aus weichem Leder feldgrau lackiert. Innen mit weißem Lederschweißband und weißem Seidenfutter mit in Gold aufgedruckter Kaiserkrone und die Chiffre «W». Größe 55. 
Feldrock für Generale Modell 1910 aus feinem feldgrauem Tuch mit roten Vorstößen, im Unterschied zu der Ausführung für Offiziere mit zwei zusätzlichen Brusttaschen mit geschweiften Klappen, acht vergoldeten Kronenknöpfen und den hohen, oben festgenähten Ärmelaufschlägen, auf dem Kragen die besonderen roten Patten Modell 1915 mit der goldenen altpreußischen Stickerei. Auf der linken Brust neun Schlaufen für den Orden Ornat, darunter aufgenäht das weiße Kreuz des Johanniter-Ordens in der besonders großen Ausführung, wie sie nur vom Kaiser getragen wurde. Im Knopfloch mit dem breiten Ordensband mit den zahlreichen Kriegsdekorationen. Auf den Schultern die großen Schulterstücke aus schwerem goldenem und silbernem Generalsgeflecht mit den aufgelegten silbernen Generalfeldmarschallstäben, der Krone und der Chiffre «W», die der Kaiser auf allen seinen Schulterstücken trug. Im Kragen eingenäht den doppelten Bandabschnitt für den Orden Pour le Mérite mit Eichenlaub sowie für das Großkreuz des Eisernen Kreuzes 1914. Innen mit dunkelgrünem Seidenfutter. Im Nackenbereich weißes Etikett mit in schwarz aufgestickter Krone und der Chiffre «W» aufgenäht.
Tuchhose für Generale Modell 1915/16 aus feinem feldgrauem Stoff mit den besonderen breiten roten Lampassen beiderseits des ebenfalls roten Vorstoßes. Innen mit feinem weißem Tuch gefüttert, an den Beinenden Stege aus Leder.
Alle drei Teile in sehr schönem Erhaltungszustand. Der Feldrock mit zwei kleinen Mottenlöchlein in Stecknadelkopfgröße, hinten der Saum mit einer kleinen Beschädigung. Zustand 2+.
Dazu 2 original Fotos in Postkartengröße (eines von der Kaiserparade des III. Marine Inf. Regt. im August 1916), welche den Kaiser in dieser Feldbluse zeigen.

Ein herausragendes Uniformensemble von musealer Bedeutung!
Die Uniform stammt ursprünglich aus Huis Doorn, in dem der Kaiser im niederländischen Exil bis zu seinem Tode 1941 lebte. In den letzten 40 Jahren wurden immer wieder Stücke aus dem Bestand veräußert, die sich heute in diversen Privatsammlungen befinden und immer wieder mal auf dem Markt auftauchen. Heute ist Huis Doorn ein staatliches Museum, der Bestand wird nicht weiter veräußert.
Der Kaiser hatte zahlreiche Uniformen von seinen Regimentern, seine Liebe zu den Uniformen war bekannt, teilweise hat er sich 3-mal täglich umgezogen.Noch heute befinden sich ca. 30/40 Uniformen in Huis Doorn, einige sind auch als Leihgaben in anderen Museen zu sehen, so zum Beispiel seine Uniform 1. Garde-Regiment zu Fuß im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Von der Uniform als Generalfeldmarschall und Oberster Befehlshaber des Deutschen Heeres hatte der Kaiser mehrere Ausführungen, eine weitere Uniform befindet sich in einer Privatsammlung in Belgien.

Für diese Uniform geben wir unsere lebenslange Echtheitsgarantie.


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Deutsches Reich 1. Weltkrieg Uniformensemble aus dem persönlichen Besitz Kaiser Wilhelms II. als Generalfeldmarschall und obersten Befehlshaber des Deutschen Heeres

Dieses außergewöhnliche Uniformensemble verkörpert eine der bedeutendsten Epochen der deutschen Militärgeschichte und dokumentiert die persönliche Erscheinung Kaiser Wilhelms II. (1859-1941) als Generalfeldmarschall und Oberster Befehlshaber des Deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs. Die dreiteilige Garnitur wurde vom letzten deutschen Kaiser und König von Preußen in den Jahren 1916 bis 1918 getragen, als Deutschland in einem totalen Krieg stand, der das Reich und die europäische Ordnung fundamental verändern sollte.

Der Feldrock Modell 1910 für Generale repräsentiert eine spezifische Weiterentwicklung der deutschen Felduniform. Das Modell 1910 war ursprünglich durch Kabinettsorder vom 23. Februar und 18. März 1910 in Preußen eingeführt worden und zunächst für Feldübungen und Manöver vorgesehen. Mit Kriegsausbruch im August 1914 wurde diese feldgraue Uniform zur Standardausgabe für alle deutschen Soldaten. Die hier vorliegende Generalsausführung unterscheidet sich von Offiziersversionen durch zwei zusätzliche Brusttaschen mit geschweiften Klappen sowie die charakteristischen hohen Ärmelaufschläge. Ab 1915 wurde eine vereinfachte Version ausgegeben, und die Allerhöchste Kabinettsorder vom 21. September 1915 führte eine völlig neue Felduniform (Bluse) ein. Generale behielten jedoch ihre traditionelle Goldstickerei auf roten Kragenpaten.

Die feldgraue Farbe selbst durchlief während des Krieges eine Evolution: Von helleren Vorkriegstönen entwickelte sie sich nach 1915 zu dunkleren grüngrauen Schattierungen. Das vorliegende Ensemble mit seinen Kragenpatten Modell 1915 und der Tuchhose Modell 1915/16 datiert eindeutig in die mittlere bis späte Kriegsphase. Die altpreußische Goldstickerei auf den roten Kragenpatten, die acht vergoldeten Kronenknöpfe und die aufwendigen Schulterstücke aus schwerem goldenem und silbernem Generalsgeflecht mit den aufgelegten silbernen Generalfeldmarschallstäben, der Krone und der Chiffre “W” kennzeichnen diese Uniform als höchste militärische Rangkleidung des Kaiserreichs.

Besonders bemerkenswert sind die Ordensinsignien: Auf der linken Brust befinden sich neun Schlaufen für Ordensschnallen sowie das aufgenähte weiße Kreuz des Johanniter-Ordens in besonders großer Ausführung. Wilhelm II. war erblicher Protektor dieses Ordens. Im Kragen eingenäht finden sich die doppelten Bandabschnitte für den Pour le Mérite mit Eichenlaub sowie für das Großkreuz des Eisernen Kreuzes 1914. Das Eiserne Kreuz war von Wilhelm II. am 5. August 1914 für den Weltkrieg erneuert worden. Das Großkreuz wurde während des Ersten Weltkriegs nur fünfmal verliehen: an Hindenburg am 9. Dezember 1916, an Wilhelm II. selbst, an Mackensen am 9. Januar 1917, an Leopold von Bayern am 4. März 1918 und an Ludendorff am 24. März 1918.

Der Rang des Generalfeldmarschalls war mit außergewöhnlichen Privilegien verbunden: Erhebung in den Adelsstand, protokollarischer Gleichrang mit Kabinettsministern, das Recht der direkten Berichterstattung an den Monarchen und ständige Eskorte. Obwohl Wilhelm II. nominell Oberster Befehlshaber blieb, hatte sich bis August 1916 durch seine weitgehende Delegation militärischer Befugnisse faktisch eine Militärdiktatur unter Hindenburg und Ludendorff etabliert.

Wilhelms bekannte Liebe zu Uniformen manifestierte sich in seinem Besitz zahlreicher Uniformen seiner Regimenter, wobei er sich teilweise dreimal täglich umkleidete. Nach seiner Abdankung am 9. November 1918 und seiner Flucht in die Niederlande am 10. November 1918 erwarb er 1920 Huis Doorn, wo er bis zu seinem Tod am 4. Juni 1941 im Exil lebte. Wilhelm hatte den Inhalt von 64 Eisenbahnwaggons aus Deutschland mitgebracht, um Huis Doorn einzurichten, darunter seine Uniformen, Helme, Schwerter, Orden und Ehrenzeichen. Er trug bis zu seinem Lebensende militärische Kleidung.

Nach Wilhelms Tod wurde die Residenz als inoffizielle Gedenkstätte bewahrt. Nach der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die niederländische Regierung das Haus als Feindvermögen. 1959 übernahm die niederländische Regierung die Residenz und wandelte sie in ein Museum um, das 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Huis Doorn wurde 1997 zum nationalen Kulturdenkmal (rijksmonument) erklärt. Das Interieur ist seit Wilhelms Tod unverändert geblieben. Etwa 30 bis 40 Uniformen verblieben in Huis Doorn, einige als Leihgaben in anderen Museen, wie die Uniform des 1. Garde-Regiments zu Fuß im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Wilhelms Großkreuz des Eisernen Kreuzes kam am 2. Oktober 1950 von Doorn zur Burg Hohenzollern.

Die vorliegende Uniform dokumentiert nicht nur die höchste militärische Rangstellung im Kaiserreich, sondern auch die persönliche Geschichte eines Monarchen, der mit einer gelähmten und verkürzten linken Hand geboren wurde, ein Weltreich regierte und schließlich im niederländischen Exil seine letzten beiden Jahrzehnte verbrachte.

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