Wehrmacht Heer Schirmmütze für Mannschaften der Infanterie

Aus feldgrauen Tuch, Hoheitsadler und Eichenlaubkranz aus Buntmetall, Waffenfarbe weiß. Innen mit hellen Schweißband und Seidenfutter, Zelluloidtrapez wurde entfernt, Schweißband mit Trägerinitialen in Blinddruck "P. E". Kopfgrößenangabe "55". Diverse kleine Mottenschäden, Zustand 2.
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Wehrmacht Heer Schirmmütze für Mannschaften der Infanterie

Die Wehrmacht Heer Schirmmütze für Mannschaften der Infanterie stellt ein charakteristisches Beispiel der deutschen Militäruniformen des Zweiten Weltkriegs dar. Diese feldgraue Kopfbedeckung verkörpert die standardisierte Uniformierung der Wehrmacht, die nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und der offiziellen Einführung der Wehrmacht 1935 entwickelt wurde.

Das feldgraue Tuch war seit dem Ersten Weltkrieg die charakteristische Farbe der deutschen Armee und wurde auch in der Wehrmacht beibehalten. Diese praktische Farbwahl diente der Tarnung im Feld und unterschied die deutsche Armee von anderen europäischen Streitkräften. Der Hoheitsadler und Eichenlaubkranz aus Buntmetall repräsentierten die staatliche Autorität des Dritten Reichs und wurden gemäß den Uniformvorschriften der Wehrmacht standardisiert angebracht.

Die weiße Waffenfarbe identifizierte den Träger eindeutig als Angehörigen der Infanterie. Dieses Farbsystem war ein wesentlicher Bestandteil der Wehrmacht-Uniformierung und ermöglichte die schnelle Identifikation der verschiedenen Truppengattungen. Die Infanterie, als Grundpfeiler der deutschen Landstreitkräfte, bildete den größten Teil der Wehrmacht und trug entsprechend diese charakteristische weiße Kennzeichnung.

Das helle Schweißband und Seidenfutter zeugen von der relativ hochwertigen Verarbeitung der Wehrmacht-Uniformen, zumindest in den frühen Kriegsjahren. Das entfernte Zelluloidtrapez war ein typisches Merkmal deutscher Militärmützen und diente als Schweißschutz. Die Initialen “P. E.” im Blinddruck personalisierten die Mütze für ihren Träger, während die Kopfgrößenangabe “55” der standardisierten Größeneinteilung der Wehrmacht entsprach.

Solche Schirmmützen wurden von Mannschaften und Unteroffizieren getragen und unterschieden sich von den aufwendigeren Ausführungen für Offiziere durch einfachere Materialien und Verarbeitung. Die hier beschriebenen Mottenschäden sind typische Alterungserscheinungen, die bei textilen Militaria aus dieser Zeit häufig auftreten und die über 80-jährige Geschichte des Objekts widerspiegeln.