Allgemeine SS Paar Manschettenknöpfe für Mitglieder der SS

um 1938. Die Manschettenknöpfe aus Buntmetall versilbert, die emaillierte Platte 15x12 mm. Komplett in der original Schachtel eines Juweliers aus Dresden. Leicht getragen, Zustand 2
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1.650,00

Allgemeine SS Paar Manschettenknöpfe für Mitglieder der SS

Die Allgemeine SS Manschettenknöpfe stellen ein bezeichnendes Beispiel für die umfassende Uniformierung und symbolische Ausgestaltung der nationalsozialistischen Organisationen im Dritten Reich dar. Diese Manschettenknöpfe, hergestellt um 1938, verkörpern die Aufmerksamkeit für Details, die bei der Gestaltung von SS-Uniformteilen und Ausrüstungsgegenständen charakteristisch war.

Die Allgemeine SS bildete die Hauptorganisation der Schutzstaffel und unterschied sich von den bewaffneten Einheiten der späteren Waffen-SS. Gegründet 1925 als persönliche Leibgarde Adolf Hitlers, entwickelte sich die SS unter der Führung von Heinrich Himmler ab 1929 zu einer mächtigen Organisation innerhalb des NS-Staates. Die Allgemeine SS umfasste Teilzeitangehörige, die neben ihrem zivilen Beruf in dieser Formation dienten.

Die Uniformvorschriften der SS wurden detailliert geregelt und mehrfach überarbeitet. Manschettenknöpfe gehörten zur persönlichen Ausstattung der SS-Mitglieder und wurden typischerweise privat beschafft. Die hier beschriebenen Exemplare aus versilbertem Buntmetall mit emaillierter Platte von 15x12 mm entsprechen den üblichen Spezifikationen für solche Ausrüstungsgegenstände aus der Vorkriegszeit.

Die Herstellung erfolgte durch verschiedene private Hersteller und Juweliere im gesamten Deutschen Reich. Die Tatsache, dass diese Manschettenknöpfe in der Originalschachtel eines Dresdner Juweliers erhalten sind, ist bemerkenswert und spricht für eine qualitativ hochwertige Anfertigung. Dresden war ein bedeutendes Zentrum für Kunsthandwerk und Schmuckherstellung, und viele dortige Betriebe fertigten militärische Ausrüstungsgegenstände und Abzeichen.

Die Jahre um 1938 markieren eine Phase der intensiven Aufrüstung und Expansion der SS-Organisation. Nach der Machtübernahme 1933 und besonders nach der sogenannten Röhm-Affäre 1934 gewann die SS zunehmend an Bedeutung. Die schwarze Uniform der Allgemeinen SS mit ihren charakteristischen Symbolen und Abzeichen wurde zum Erkennungszeichen der Organisation.

Die emaillierte Ausführung der Manschettenknöpfe war typisch für höherwertige Versionen solcher Ausrüstungsgegenstände. Das Emaillierverfahren ermöglichte eine dauerhafte und farblich ansprechende Gestaltung, die den repräsentativen Ansprüchen der SS-Uniformierung entsprach. Die silberne Fassung aus versilbertem Buntmetall stellte eine kostengünstigere Alternative zu echtem Silber dar, bot aber dennoch ein angemessenes Erscheinungsbild.

Für SS-Angehörige waren solche persönlichen Ausrüstungsgegenstände Teil ihrer Identität innerhalb der Organisation. Die Beschaffung erfolgte oft über spezialisierte Händler und Juweliere, die über entsprechende Fertigungslizenzen verfügten. Die Preise variierten je nach Qualität und Material erheblich.

Heute sind solche Objekte wichtige historische Zeugnisse einer dunklen Periode der deutschen Geschichte. Sie dokumentieren die materielle Kultur und Symbolwelt des Nationalsozialismus. Die Erhaltung in der Originalverpackung macht diese Manschettenknöpfe zu einem aussagekräftigen Sammlungsobjekt für Museen und Forschungseinrichtungen, die sich mit dieser Epoche auseinandersetzen.

Der Zustand “leicht getragen” deutet darauf hin, dass diese Manschettenknöpfe tatsächlich verwendet wurden, was ihre historische Authentizität unterstreicht. Die Kombination aus persönlichem Gebrauch und guter Erhaltung macht sie zu wertvollen Studienobjekten für die Erforschung der materiellen Kultur des Dritten Reiches.