Kriegsmarine Schnellbootkriegsabzeichen mit Brillanten 

Es handelt sich hierbei um eine der seltensten Auszeichnungen der Kriegsmarine. Das Schnellbootkriegsabzeichen mit Brillanten wurde nur an die 8 Träger des Ritterkreuz mit Eichenlaub der Schnellbootwaffe verliehen. Fertigung in feinster Juweliersqualität in Silber, die Wellen patiniert, der Eichenlaubkranz mit dem Hoheitsadler vergoldet. Die Details in allerfeinster Qualität, der Hoheitsadler mit separat eingesetztem Hakenkreuz und mit 9 kleinen Brillanten besetzt. Rückseitig an breiter Quernadel mit oberen Tragehäkchen. Im Zentrum mit Silberstempel "800". Das Stück ist nur leicht getragen in besonders schönem Zustand.

Bei dem Abzeichen handelt es sich um eine zeitgenössische Trageausführung, die es auch für andere Marineabzeichen mit Brillanten gibt. In der 64. Auktion von Andreas Thies wurde unter Los 760 das vergleichbare Hilfskreuzerkriegsabzeichen mit Brillanten aus der gleichen Fertigung angeboten. Die offiziell verliehenen Stücke wurden von der Fa. "Schwerin-Berlin" hergestellt.
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Kriegsmarine Schnellbootkriegsabzeichen mit Brillanten 

Das Schnellboot-Kriegsabzeichen mit Brillanten gehört zu den außergewöhnlichsten und seltensten Auszeichnungen der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Diese besondere Variante des Kampfabzeichens dokumentiert die höchste Anerkennung für Führungskräfte der Schnellbootwaffe, jener hochspezialisierten Einheit, die mit ihren schnellen Torpedobooten – von den Alliierten als “E-Boats” bezeichnet – nächtliche Angriffe auf feindliche Konvois und Küstenziele durchführte.

Die Schnellbootwaffe operierte während des Krieges hauptsächlich in der Nordsee, der Ostsee und im Ärmelkanal. Ihre Boote erwiesen sich besonders in den frühen Kriegsjahren und während der alliierten Invasion in der Normandie 1944 als äußerst effektiv. Das Standard-Schnellboot-Kriegsabzeichen wurde am 30. Mai 1941 von Großadmiral Erich Raeder, dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, gestiftet und auf der linken Brustseite der Uniform getragen. Die Verleihungskriterien für das Basisabzeichen umfassten zwölf Einsatzfahrten gegen feindliche Schiffe oder Anlagen, eine besonders erfolgreiche Unternehmung, Verwundung im Einsatz oder hervorragende Führungsleistung.

Die Variante mit Brillanten folgte einer etablierten Praxis der Kriegsmarine: Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, die bereits das entsprechende Kampfabzeichen besaßen, erhielten dieses in einer mit Diamanten besetzten Ausführung. Zwischen Mai 1940 und Mai 1945 wurden insgesamt 23 Angehörige der Schnellbootwaffe mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet, von denen acht das Eichenlaub erhielten und damit für das Abzeichen mit Brillanten qualifiziert waren.

Die erste Verleihung des Schnellboot-Kriegsabzeichens mit Brillanten erfolgte am 13. November 1942. Alle acht dokumentierten Empfänger waren Kommandeure in der Schnellbootwaffe: Kapitänleutnant Werner Töniges (13. November 1942), Kapitänleutnant Siegfried Wuppermann (14. April 1943), Korvettenkapitän Friedrich Kemnade (27. Mai 1943), Korvettenkapitän Georg-Stuhr Christiansen (13. November 1943), Korvettenkapitän Bernd Klug (1. Januar 1944), Korvettenkapitän Klaus Feldt (1. Januar 1944), Kapitän zur See Rudolf Petersen (13. Juni 1944) und Kapitänleutnant Götz Freiherr von Mirbach (14. Juni 1944).

Das Abzeichen zeigt ein Schnellboot, umgeben von einem Eichenlaubkranz, überragt von einem Kriegsmarine-Adler, der ein Hakenkreuz in den Fängen hält. Bekannte Exemplare messen 57,95 mm in der Höhe bei 50,85 mm Breite und wiegen 40,3 Gramm, wobei die Adlerspannweite 32,75 mm beträgt. Die Ausführung erfolgte in Silber mit teilvergoldeten Elementen, wobei neun Diamanten in das Hakenkreuz eingelassen wurden. Die offiziell verliehenen Stücke wurden von der Firma Schwerin-Berlin hergestellt.

Neben den offiziellen Verleihungsstücken existierten auch zeitgenössische Juwelierausführungen, die in feinster handwerklicher Qualität für Träger angefertigt wurden. Diese unterschieden sich möglicherweise in Details wie der Silberlegierung oder den Herstellermerkmalen von den offiziellen Exemplaren, teilten jedoch die grundlegende gestalterische Konzeption und die Verwendung echter Diamanten.

Das Standard-Schnellboot-Kriegsabzeichen existierte in zwei Mustervarianten: Das erste Muster wurde am 30. Mai 1941 eingeführt, während am 28. Januar 1943 ein zweites Muster mit strafferer Gestaltung folgte, nachdem Beschwerden über die ursprüngliche Darstellung eingegangen waren. Die Variante mit Brillanten basierte auf dem zweiten Muster.

Nach 1945 wurde das Tragen des Abzeichens mit Hakenkreuz wie bei allen nationalsozialistischen Auszeichnungen mit diesem Symbol in Deutschland verboten. Nach dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 ist das Tragen der Auszeichnung in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne nationalsozialistische Embleme gestattet. Die extreme Seltenheit dieser Auszeichnung – mit nur acht dokumentierten Verleihungen – macht sie zu einem der begehrtesten Sammlerstücke aus dem Bereich der Kriegsmarine-Auszeichnungen.

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