III. Reich Polizei Portepee für Unterführer - Miniatur für die Taschenuhr

Detailgetreue Miniatur mit gewebtem Stoffband, mit silbernen Durchzügen, in der Mitte ein roter Durchzug, mit aufgelegtem Polizeiadler, Höhe 85 mm. Zustand 2+

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200,00

III. Reich Polizei Portepee für Unterführer - Miniatur für die Taschenuhr

Das Portepee gehörte zu den wichtigsten Distinktionsmerkmalen der deutschen Polizei während des Dritten Reiches und repräsentierte die hierarchische Struktur sowie den militarisierten Charakter der nationalsozialistischen Polizeikräfte. Diese speziellen Troddeln, die ursprünglich als praktische Handgelenkschlaufen für Säbel und Degen dienten, entwickelten sich zu bedeutsamen Rangabzeichen und Symbolen der Zugehörigkeit zu verschiedenen Polizeieinheiten.

Die Reichspolizei wurde nach der Machtübernahme 1933 systematisch reorganisiert und den ideologischen Vorstellungen des NS-Regimes angepasst. Heinrich Himmler, der als Reichsführer-SS auch die Kontrolle über die deutsche Polizei übernahm, führte eine umfassende Uniformierung und Militarisierung durch. Das Portepee für Unterführer war dabei ein wesentliches Element der neuen Rangordnung, die sich an militärischen Strukturen orientierte.

Die charakteristische Gestaltung mit gewebtem Stoffband und den typischen silbernen Durchzügen, unterbrochen von einem roten Durchzug, folgte den präzisen Vorschriften der Polizei-Uniform-Verordnung. Der aufgelegte Polizeiadler symbolisierte die staatliche Autorität und die Integration der Polizei in das nationalsozialistische Herrschaftssystem. Diese Adler wurden in verschiedenen Ausführungen verwendet, je nach Rang und Verwendungszweck des Portepees.

Miniaturversionen wie die hier beschriebene für die Taschenuhr waren besondere Prestigeobjekte, die oft als private Anschaffungen oder Geschenke erworben wurden. Sie demonstrierten die Verbundenheit des Trägers mit seiner Dienststellung und dienten als diskrete Kennzeichnung der beruflichen Zugehörigkeit auch in der Freizeit. Die präzise Verarbeitung mit einer Höhe von 85 mm zeigt die handwerkliche Qualität, die bei solchen repräsentativen Objekten erwartet wurde.

Das System der Polizei-Portepees unterschied sich von den militärischen Varianten durch spezifische Farbkombinationen und Symbole. Die Verwendung von Silber und Rot entsprach den traditionellen Polizeifarben und war in den entsprechenden Dienstvorschriften genau geregelt. Diese Objekte wurden von spezialisierten Herstellern produziert, die oft auch militärische Ausrüstung fertigten.

Nach 1945 wurden solche Objekte als Relikte des NS-Systems betrachtet und haben heute primär historische Bedeutung als Zeugnisse der Polizeigeschichte während einer der dunkelsten Perioden der deutschen Geschichte.