III. Reich - zivile Stoppuhr der Firma Hanhart

Hersteller "Hanhart Anker 11 Steine", funktionstüchtig, Gehäuse abgetragen, mit Etui, Zustand 2-.
503090
250,00

III. Reich - zivile Stoppuhr der Firma Hanhart

Die Hanhart-Stoppuhr repräsentiert ein faszinierendes Kapitel deutscher Uhrmachergeschichte während der Zeit des Dritten Reichs. Die Gebrüder Hanhart AG, 1882 von Johann A. Hanhart in Diessenhofen, Schweiz, gegründet und später nach Schwenningen im Schwarzwald verlegt, etablierte sich als einer der führenden Hersteller von Präzisionsstoppuhren in Deutschland.

Während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 spielten Zeitmessgeräte eine entscheidende Rolle sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich. Hanhart-Stoppuhren waren für ihre außergewöhnliche Präzision und Zuverlässigkeit bekannt, was sie zu einem begehrten Instrument für verschiedene Anwendungen machte. Die Bezeichnung “Anker 11 Steine” verweist auf das verwendete Uhrwerk mit Ankerhemmung und elf Rubinsteinen als Lagersteine, was für die damalige Zeit eine hochwertige Ausstattung darstellte.

Im zivilen Bereich fanden solche Präzisionsstoppuhren Verwendung in der Industrie, bei Zeitstudien, in der Wissenschaft und im Sport. Besonders in der aufkommenden Rationalisierungsbewegung und bei der Optimierung von Produktionsabläufen waren genaue Zeitmessungen unerlässlich. Die deutsche Uhrenindustrie, zu der auch Hanhart gehörte, profitierte von der staatlichen Förderung der Präzisionstechnik.

Die Qualität der Verarbeitung zeigt sich in der robusten Konstruktion und der langanhaltenden Funktionsfähigkeit solcher Instrumente. Das mitgelieferte Etui unterstreicht den Wert und die Bedeutung, die diesen Präzisionsinstrumenten beigemessen wurde. Trotz der politischen Umstände jener Zeit blieb die handwerkliche Tradition und technische Exzellenz der deutschen Uhrmacher bestehen und bildete die Grundlage für den späteren internationalen Erfolg von Unternehmen wie Hanhart in der Nachkriegszeit.