Kriegsmarine dunkelblaue Schirmmütze aus dem Besitz von Generaladmiral Rolf Carls
Diese Schirmmütze wurde vor einigen Jahren bei Hermann Historica mit weiteren Stücken aus dem Besitz von Admiral Carls versteigert.
Die typische Schirmmütze eines Admirals der Kriegsmarine, über viele Jahre täglich getragen. Die Kriegsmarine hatte lediglich 60 Admirale.
Rolf Hans Wilhelm Karl Carls (* 29. Mai 1885 in Rostock; † 24. April 1945 bei einem Bombenangriff in Bad Oldesloe) war ein deutscher Generaladmiral im Zweiten Weltkrieg.
Carls trat am 1. April 1903 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs diente Carls zunächst als Kapitänleutnant auf dem Kleinen Kreuzer Breslau. Mit diesem Schiff war er am 7. August 1914 am Durchbruch zu den Dardanellen beteiligt. Nach der Übergabe des Kreuzers an die Osmanische Marine blieb Carls als 1. Artillerieoffizier weiterhin an Bord des Kreuzers, der nunmehr unter dem Namen Midilli fuhr. Für seine Beteiligung an Unternehmungen im Schwarzen Meer wurde Carls mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes, dem Eisernen Halbmond, der Imtiyaz-Medaille in Silber mit Säbel sowie dem Osmanje-Orden IV. Klasse ausgezeichnet. Mitte Januar 1917 wurde er wieder nach Deutschland versetzt und absolvierte ab 15. April 1917 eine Ausbildung zum U-Boot-Kommandanten. Sein erstes eigenes Kommando erhielt er mit Schulboot U 9 am 31. März 1918, ehe er am 21. Juli 1918 U 124 übernahm und damit das Kriegsende erlebte. Carls schloss sich im April 1919 als Kompanieführer und Bataillonskommandeur der Marine-Brigade von Loewenfeld an und wurde 1922 in die Reichsmarine übernommen. Ab 3. Oktober 1933 war er Chef des Stabes der Flotte und ab 29. September 1934 Befehlshaber der Linienschiffe. Diese Position behielt er auch nach der Umbenennung in Befehlshaber der Panzerschiffe bis zum 24. November 1936 bei. Zeitgleich fungierte er bis September 1937 als Befehlshaber der deutschen Seestreitkräfte vor Spanien anlässlich des Spanischen Bürgerkrieges. Ende Dezember 1936 wurde er zum Flottenchef ernannt und übernahm als Kommandierender Admiral am 1. November 1938 die Marinestation der Ostsee. Carls wurde am 31. Oktober 1939 Oberbefehlshaber des Marinegruppenkommandos Ost. Im Rahmen des Unternehmens Weserübung, der Besetzung Dänemarks und Norwegens, war Carls als Leiter des Operativen Führungsstabes des Marinegruppenkommandos West verantwortlich für die Vorbereitungen der Seeoperation Norwegen. Dafür wurde er am 14. Juni 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Seit August 1940 war er zudem mit der operativen Führung der deutschen Seestreitkräfte in der Deutschen Bucht, Dänemark und Norwegen betraut. Carls wurde Anfang März 1943 z. b. V. des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine gestellt und am 31. Mai 1943 ehrenvoll aus dem aktiven Dienst entlassen.