Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger General der Infanterie Franz Mattenklott

auf einer Portraitpostkarte als Feldpostkarte, mit sehr schöner Tintensignatur " Mattenklott ", Zustand 2.
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160,00

Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger General der Infanterie Franz Mattenklott

Die vorliegende Portraitpostkarte mit der Originalunterschrift von General der Infanterie Franz Mattenklott, einem Ritterkreuzträger der Wehrmacht, stellt ein authentisches Zeugnis der militärischen Feldpostkultur des Zweiten Weltkrieges dar. Solche signierten Postkarten waren während des Krieges sowohl bei Soldaten als auch in der Heimat beliebte Sammelobjekte und dienten der Truppenbetreuung sowie der Propaganda.

Franz Mattenklott wurde am 19. März 1884 in Detmold geboren und durchlief eine klassische Offizierskarriere in der preußischen und später deutschen Armee. Seine militärische Laufbahn begann in der Kaiserzeit, wo er im Ersten Weltkrieg bereits als Offizier diente. In der Reichswehr der Weimarer Republik setzte er seine Karriere fort und erreichte bei Beginn des Zweiten Weltkrieges bereits höhere Führungspositionen. Am 1. August 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert und erhielt verschiedene Divisionskommandos.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das Mattenklott am 26. Dezember 1941 verliehen wurde, war eine der höchsten militärischen Auszeichnungen des Deutschen Reiches während des Zweiten Weltkrieges. Diese Auszeichnung wurde für außergewöhnliche Tapferkeit im Kampf oder herausragende militärische Führungsleistung verliehen. Mattenklott erhielt diese Ehrung für seine Verdienste als Kommandeur der 52. Infanterie-Division während der Kämpfe an der Ostfront. Am 1. Januar 1942 erfolgte seine Beförderung zum General der Infanterie.

Die Feldpostkarte als solche spielte eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Front und Heimat. Das Feldpostsystem der Wehrmacht war hochorganisiert und ermöglichte einen erstaunlich regelmäßigen Briefverkehr selbst unter schwierigsten Kriegsbedingungen. Portraitpostkarten von höheren Offizieren und Ritterkreuzträgern wurden in großen Auflagen produziert und durch die Propagandakompanien sowie verschiedene Verlage vertrieben. Sie dienten mehreren Zwecken: der Hebung der Moral, der Personalisierung der militärischen Führung und der Schaffung von Identifikationsfiguren für die Truppe.

Die Tintensignatur auf dieser Karte weist auf einen persönlichen Kontakt oder eine Signierstunde hin, wie sie häufig bei Truppenbesuchen, in Lazaretten oder bei offiziellen Anlässen stattfanden. Solche signierten Karten wurden von Soldaten als wertvolle Erinnerungsstücke betrachtet und oft nach Hause geschickt oder im persönlichen Besitz verwahrt. Die Authentizität solcher Signaturen lässt sich durch Vergleich mit dokumentierten Unterschriften in Militärakten, Verleihungsurkunden und anderen offiziellen Dokumenten überprüfen.

General Mattenklott kommandierte später das LXXI. Armeekorps und war in verschiedenen Abschnitten der Ostfront eingesetzt. Nach Kriegsende geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und verstarb am 24. Mai 1946 im Kriegsgefangenenlager. Sein militärischer Werdegang spiegelt die Kontinuität der deutschen Offizierskarrieren von der Kaiserzeit über die Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wider.

Aus sammlungshistorischer Perspektive gehören solche signierten Portraitkarten zu den authentischen Primärquellen der Militärgeschichte. Sie dokumentieren nicht nur die Person des Unterzeichners, sondern auch die militärische Kultur, die Propagandapraxis und die alltägliche Kommunikation während des Krieges. Der Erhaltungszustand 2 deutet auf eine gut erhaltene Karte mit nur geringfügigen Gebrauchsspuren hin, was bei Feldpostmaterial aus dieser Zeit bemerkenswert ist.

Die wissenschaftliche Bedeutung solcher Objekte liegt in ihrem Quellenwert für die Erforschung der Militärgeschichte, der Alltagskultur im Krieg und der biografischen Forschung. Sie ergänzen offizielle Militärakten um persönliche Dimensionen und ermöglichen Einblicke in die Selbstdarstellung und Wahrnehmung militärischer Führungspersonen. Gleichzeitig sind sie wichtige Dokumente für die Untersuchung von Propaganda und Heldenverehrung im nationalsozialistischen Deutschland.

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