Elastolin - Kriegsmarine in weißer Uniform marschierend

2 Stück, 7,5 cm, Zustand 2
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45,00

Elastolin - Kriegsmarine in weißer Uniform marschierend

Die beschriebenen Elastolin-Figuren stellen Angehörige der Kriegsmarine in weißer Uniform dar, eine der charakteristischsten Darstellungen deutscher Marineangehöriger aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Diese Spielzeugfiguren im Maßstab von 7,5 cm gehören zu den bekanntesten Produkten der Firma O. & M. Hausser, die unter dem Markennamen Elastolin weltweit berühmt wurde.

Die Firma Hausser wurde 1904 von den Brüdern Otto und Max Hausser in Ludwigsburg gegründet und entwickelte sich schnell zu einem der führenden Hersteller von Spielzeugfiguren in Deutschland. Der Name Elastolin bezeichnete ein spezielles Material, das aus Sägemehl, Leim, Kasein und anderen Bindemitteln bestand und eine gewisse Elastizität aufwies, was es robuster als herkömmliche Masse-Figuren machte. Diese Komposition ermöglichte detaillierte Modellierungen und war gleichzeitig für Kinderhände geeignet.

Die weiße Uniform der Kriegsmarine war die traditionelle Sommeruniform der deutschen Marine und wurde bei warmen Witterungsbedingungen sowie bei besonderen Anlässen getragen. Diese Uniformvariante hatte ihre Wurzeln bereits in der Kaiserlichen Marine und wurde in der Kriegsmarine der Wehrmacht weitergeführt. Die weiße Uniform bestand typischerweise aus weißer Jacke und Hose, kombiniert mit der charakteristischen Matrosenmütze oder dem Schirmmütze für Offiziere.

Elastolin produzierte ab den 1930er Jahren umfangreiche Serien militärischer Figuren, die alle Waffengattungen der Wehrmacht darstellten. Die Kriegsmarine-Figuren waren besonders beliebt, da sie die maritime Tradition Deutschlands repräsentierten. Die marschierende Haltung der Figuren spiegelt die militärische Disziplin und den Drill wider, der ein wesentlicher Bestandteil der militärischen Ausbildung war.

Die 7,5-cm-Figuren, auch als Lineol-Maßstab bekannt, waren die Standardgröße für Spielzeugfiguren dieser Epoche. Sie waren groß genug, um detaillierte Uniformmerkmale darzustellen, aber klein genug für umfangreiche Spielszenarien. Die Figuren wurden in Handarbeit bemalt, wobei die Qualität der Bemalung stark variieren konnte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion von Spielzeugfiguren zunehmend eingeschränkt, da Materialien und Arbeitskräfte für die Rüstungsproduktion benötigt wurden. Nach 1945 wurde die Produktion unter alliierter Kontrolle zunächst verboten, später aber mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Die Firma Hausser produzierte bis in die 1980er Jahre, wobei die Vorkriegs- und Kriegszeitfiguren heute bei Sammlern am begehrtesten sind.

Der angegebene Zustand 2 nach der Sammlerskala bedeutet, dass die Figuren gut erhalten sind mit nur geringen Gebrauchsspuren. Dies ist für Elastolin-Figuren dieses Alters bemerkenswert, da das Material anfällig für Beschädigungen, Farbabplatzer und Feuchtigkeit war.

Aus heutiger Sicht sind diese Figuren wichtige zeitgeschichtliche Dokumente, die Einblick in die Alltagskultur, die Spielzeugproduktion und die Militärdarstellung der damaligen Zeit geben. Sie zeigen, wie militärische Themen in der Gesellschaft präsent waren und wie Kinder durch Spielzeug mit militärischen Konzepten vertraut gemacht wurden. Sammler schätzen diese Objekte heute sowohl wegen ihrer handwerklichen Qualität als auch wegen ihres historischen Dokumentationswerts.