Das Eiserne Kreuz: 1813, 1870, 1914 (Preussen-Sammlung Max Aurich. Teil C),
Das Eiserne Kreuz: Eine wissenschaftliche Publikation zur Preußischen Militärgeschichte
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein bedeutendes wissenschaftliches Werk aus der Preussen-Sammlung Max Aurich, das 1980 im renommierten Biblio Verlag in Osnabrück erschien. Dieses umfassende Referenzwerk mit dem Titel “Das Eiserne Kreuz: 1813, 1870, 1914” stellt den dritten Teil (Teil C) einer größeren Publikationsreihe dar und widmet sich der systematischen Dokumentation und wissenschaftlichen Aufarbeitung einer der bedeutendsten deutschen Militärauszeichnungen.
Das Eiserne Kreuz wurde erstmals am 10. März 1813 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen während der Befreiungskriege gegen Napoleon gestiftet. Der königliche Erlass erfolgte in Breslau und markierte einen Wendepunkt in der Geschichte militärischer Auszeichnungen. Anders als die bis dahin üblichen Orden aus Gold und Edelsteinen bestand das Eiserne Kreuz aus einfachem Eisen, was die volksnahe Symbolik und die Notwendigkeit der Zeit widerspiegelte. Der Entwurf stammte von dem Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel, dessen neugotisches Design zum ikonischen Symbol preußischer Militärgeschichte wurde.
Das vorliegende Werk dokumentiert die drei großen Stiftungsperioden des Eisernen Kreuzes: Die Originalstiftung von 1813, die Wiederstiftung anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges 1870 durch König Wilhelm I. und die dritte Stiftung zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Jede dieser Perioden brachte spezifische Varianten und Klassen der Auszeichnung hervor, die sich in Details wie Prägung, Material und Verleihungskriterien unterschieden.
Die Publikation umfasst 174 Seiten Text sowie 80 Bildtafeln, was auf eine außerordentlich detaillierte Dokumentation hinweist. Das Großformat ermöglicht die präzise Darstellung von Details und Merkmalen, die für Sammler, Historiker und Wissenschaftler von essentieller Bedeutung sind. Die Bildtafeln erlauben vermutlich die exakte Identifikation verschiedener Varianten, Prägungen und Herstellermerkmale, die für die Authentifizierung und Datierung von Originalstücken unerlässlich sind.
Max Aurich war ein bedeutender Sammler und Experte für preußische Militaria. Seine Sammlung gehörte zu den umfassendsten ihrer Art und bildete die Grundlage für diese mehrteilige wissenschaftliche Publikationsreihe. Die Veröffentlichung im Biblio Verlag, der sich auf historische und militärhistorische Fachliteratur spezialisierte, unterstreicht den wissenschaftlichen Anspruch des Werkes.
Das Eiserne Kreuz kannte verschiedene Klassen: Die 2. Klasse, die am Band getragen wurde, die 1. Klasse, die auf der Brust angesteckt wurde, sowie höhere Stufen wie das Großkreuz und in seltenen Fällen den Stern zum Großkreuz. Während der drei Stiftungsperioden wurden Millionen von Kreuzen verliehen, wobei jede Periode ihre eigenen Verleihungszahlen und Statistiken aufweist. Im Ersten Weltkrieg allein wurden etwa fünf Millionen Eiserne Kreuze 2. Klasse und rund 218.000 Eiserne Kreuze 1. Klasse verliehen.
Der wissenschaftliche Wert solcher Referenzwerke liegt in ihrer systematischen Aufarbeitung von Herstellervarianten, Prägungsunterschieden und Verleihungsmodalitäten. Sie dienen nicht nur der historischen Forschung, sondern auch der Authentifizierung von Sammlerstücken, da das Eiserne Kreuz zu den am häufigsten gefälschten militärischen Auszeichnungen gehört.
Die Erhaltung des vorliegenden Exemplars wird mit “Zustand 2” angegeben, was in der üblichen Bewertungsskala auf einen sehr guten bis guten Erhaltungszustand hinweist. Dies ist für ein über 40 Jahre altes Fachbuch bemerkenswert und unterstreicht entweder sorgfältige Aufbewahrung oder geringe Nutzung.
Solche Standardwerke sind heute selbst zu Sammlerobjekten geworden, da viele dieser spezialisierten Publikationen nur in kleinen Auflagen erschienen und längst vergriffen sind. Sie bilden die Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit preußischer Militärgeschichte und sind unverzichtbare Hilfsmittel für Museen, Archive und private Sammler. Die Dokumentation der drei Stiftungsperioden in einem Band macht dieses Werk zu einem besonders wertvollen Nachschlagewerk für die vergleichende Analyse der Entwicklung dieser bedeutenden Auszeichnung über ein Jahrhundert hinweg.