Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse 1939 - Miniatur 

9 mm, an langer Nadel, Zustand 2.
502294
85,00

Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse 1939 - Miniatur 

Das Eiserne Kreuz gehört zu den bekanntesten deutschen Militärauszeichnungen und wurde erstmals 1813 während der Befreiungskriege von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gestiftet. Die Version von 1939 stellt die dritte Auflage dieser traditionsreichen Auszeichnung dar, nachdem sie bereits 1870 und 1914 erneuert worden war.

Das Eiserne Kreuz 1939 wurde am 1. September 1939, dem Tag des deutschen Überfalls auf Polen, durch Adolf Hitler wieder eingeführt. Es existierte in verschiedenen Stufen: dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, dem Eisernen Kreuz 1. Klasse sowie höheren Stufen wie dem Ritterkreuz. Die Verleihungsbedingungen waren streng geregelt: Das Eiserne Kreuz 2. Klasse war Voraussetzung für die Verleihung der 1. Klasse.

Die Miniaturversionen dieser Auszeichnungen dienten einem besonderen Zweck. Sie wurden typischerweise bei ziviler Kleidung oder bei besonderen gesellschaftlichen Anlässen getragen, wenn die großen Originale unpassend gewesen wären. Diese kleinen Versionen, oft nur wenige Millimeter groß, wurden an einer langen Nadel befestigt und diskret am Revers getragen.

Das Design des Eisernen Kreuzes 1939 folgte weitgehend dem historischen Vorbild, enthielt jedoch zeitgemäße Elemente. Im Zentrum befand sich das Hakenkreuz, umgeben von der Jahreszahl “1939”. Die charakteristische schwarze Farbe mit silbernem Rand blieb erhalten und symbolisierte die preußischen Farben Schwarz und Weiß.

Die Herstellung dieser Miniaturen erforderte besondere handwerkliche Fertigkeiten. Spezialisierte Juweliere und Ordensfabriken wie Steinhauer & Lück oder Klein & Quenzer produzierten diese kleinen Kunstwerke in verschiedenen Qualitätsstufen. Die feinsten Exemplare wurden aus Silber gefertigt und zeigten trotz ihrer geringen Größe alle Details des Originals.

Während des Krieges entwickelte sich ein komplexes System von Tragevorschriften. Offiziere trugen ihre Miniaturen oft bei Galauniformen oder in ziviler Kleidung bei offiziellen Anlässen. Nach Kriegsende wurden diese Auszeichnungen in Deutschland zunächst verboten, später jedoch als Teil der militärischen Tradition wieder zugelassen, allerdings ohne die NS-Symbolik.